Europa-Aktion des internationalen Sommerlagers von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Budapest

26.07.17
AntifaschismusAntifaschismus, Internationales, News 

 

Von Aktion Sühnezeichen

Am 27. Juli 2017 führen die jungen Sommerlagerteilnehmer*innen eine Europa-Aktion durch und formulieren ihre Wünsche an die Europäische Union öffentlich im Herzen der Stadt.

In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Kulturbund "Mazsike" haben sich die 25 Teilnehmer*innen anderthalb Wochen mit der Geschichte des Überlebens von Juden und Jüdinnen, Formen von Widerstand und mit der Erinnerungskultur im heutigen Ungarn beschäftigt. Parallel haben sie Gartenarbeiten auf der weitläufigen Anlage des jüdischen Friedhofs durchgeführt und Grabsteine wieder lesbar gemacht.

Im Rahmen des Sommerlagers gehen die Teilnehmer*innen außerdem Fragen nach europäischer Identität in ihren Ländern und in Ungarn nach. Mit einer öffentlichen Aktion am Deak Tér teilen und diskutieren sie am Vormittag des 27. Juli 2017 ihre Eindrücke und Gedanken mit Besucher*innen und Einwohner*innen der ungarischen Hauptstadt.

Das Sommerlager findet dank einer Förderung durch das Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger statt.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste trägt seit 1958 im Rahmen von kurz- und langfristigen Freiwilligendiensten zu Frieden und Verständigung bei, setzt sich für Menschenrechte ein und sensibilisiert für die Auswirkungen der nationalsozialistischen Geschichte. Jährlich absolvieren rund 180 Freiwillige in 13 Ländern ihren langfristigen Friedensdienst. Die Sommerlagerarbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste begann 1962 mit Arbeitseinsätzen von Freiwilligen beim Enttrümmern zerstörter Kirchen in Magdeburg. Seitdem haben tausende junge und ältere Menschen in Ost- und Westeuropa, Israel und den USA in internationalen, intergenerativen und/oder inklusiven zwei- bis dreiwöchigen Sommerlagern beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter*innen oder bei Arbeitseinsätzen an den Anlagen von NS-Gedenkstätten mitgewirkt. Zu den Schwerpunkten des Vereins gehört auch die Auseinandersetzung mit der Vermittlung der NS-Geschichte im Einwanderungsland Deutschland.

 







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz