Almodóvar widmet seinen Platin-Preis den während des Franquismus Verschwundenen: „Die Gräber zu öffnen, bedeutet den Bürgerkrieg endgültig zu beenden“

24.07.17
AntifaschismusAntifaschismus, Internationales, News 

 

Von KFSR

Público/Europa Press, Madrid, 23.07.2017

Der Filmkünstler Pedro Almodóvar hat an diesem Sonnabend, 22. Juli, den Platin-Preis für die beste Regie für seinen Film „Julieta“ erhalten, eine Ehrung, die er den während des Bürgerkrieges Ver­schwundenen gewidmet hat.

„Ich hoffe, Sie ignorieren es, wenn Sie hören, dass das Öffnen der Gräber der Verschwundenen bedeute, Wunden zu öffnen. Es bedeutet Wunden zu schließen und unseren verfluchten Bürgerkrieg endlich für immer zu be­enden“, bekräftigte der Filmkünstler aus der Region La Mancha in seinen Aus­führungen. Die Verleihung der IV. Platin-Preise des ibero­amerikanischen Kinos fand am Samstagabend in der Caja Mágica von Madrid statt.

Almodóvar erhielt diesen Preis für ein Drama, in dem eine Mutter, dargestellt von den beiden Schau­spielerinnen Adriana Ugarte und Emma Suárez, das „stumme“ Verschwinden einer Tochter erleidet; eine Erfahrung, die mit den Worten des Künstlers, obwohl selbst kein Vater, „eines der schrecklichsten Dinge ist“; ein Motiv dafür, dass er diesen Preis den „Hunderttausenden gewidmet hat, die immer noch nach den während des Krieges Verschwundenen suchen“.

Übersetzung: Marguerite Bremer.

Link: http://www.publico.es/actualidad/almodovar-dedica-premio-platino-desaparecidos-franquismo-abrir-fosas-terminar-vez-guerra-civil.html







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