Noch freie Plätze für internationales Jugendsommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste im belgischen Dinant

20.07.17
AntifaschismusAntifaschismus, News 

 

Von Aktion Sühnezeichen

Vom 13.08.-27.08. findet im belgischen Dinant ein internationales Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste statt. In verschiedenen Workshops und unter inhaltlicher Begleitung werden sich die Teilnehmenden mit der Erinnerungskultur in Belgien auseinandersetzen und außerdem praktische Restaurations- und Gartenarbeiten an einem Gedenkort leisten.

In Dinant gibt es mehrere Orte, die für die Erinnerung an den Ersten und Zweiten Weltkrieg sehr wichtig sind. Hierzu gehört auch eine Grotte, die zu Kriegszeiten als Bunker genutzt wurde und zurzeit geschlossen ist. Die Teilnehmenden des Sommerlagers werden mit Erhaltungs- und Gartenarbeiten dazu beitragen, die Grotte als Lern- und Besichtigungsort wieder für Besucher*innen zugänglich zu machen. Thematisch beschäftigt sich das trinationale Sommerlager vornehmlich mit der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg aus belgischer Perspektive. Deutsche Soldaten ermordeten  beim „Massaker von Dinant“ am 23.08.1914 über 600 Menschen der belgischen Zivilbevölkerung.

Aus Anlass der Gedenkjahre an den Ersten Weltkrieg, der in der belgischen Erinnerungskultur eine große Rolle spielt, werden die Teilnehmenden im Austausch und bei Exkursionen Gelegenheit haben, sich mit den Spuren beider Weltkriege in der belgischen Gesellschaft, aber auch in den Herkunftsländern der Freiwilligen zu beschäftigen.

Mehr Infos und Anmeldung: www.asf-ev.de/dinant

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste trägt seit 1958 im Rahmen von kurz- und langfristigen Freiwilligendiensten zu Frieden und Verständigung bei, setzt sich für Menschenrechte ein und sensibilisiert für die Auswirkungen der nationalsozialistischen Geschichte. Jährlich absolvieren rund 180 Freiwillige in 13 Ländern ihren langfristigen Friedensdienst. Die Sommerlagerarbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste begann 1962 mit Arbeitseinsätzen von Freiwilligen beim Enttrümmern zerstörter Kirchen in Magdeburg. Seitdem haben tausende junge und ältere Menschen in Ost- und Westeuropa, Israel und den USA in internationalen, intergenerativen und/oder inklusiven zwei- bis dreiwöchigen Sommerlagern beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter_innen oder bei Arbeitseinsätzen an den Anlagen von NS-Gedenkstätten mitgewirkt. Zu den Schwerpunkten des Vereins gehört auch die Auseinandersetzung mit der Vermittlung der NS-Geschichte im Einwanderungsland Deutschland.







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz