Demonstration "Zeit für einen Aufschrei - Unsere Alternative heißt Solidarität!"


Am Sonnabend protestierten in Hamburg bis zu 6000 Menschen gegen rassistische Hetze und den Einzug der AfD in den Bundestag. Foto: HBgR

10.09.17
AntifaschismusAntifaschismus, Hamburg 

 

Von Hamburger Bündnis gegen Rechts

Am Samstag, den 09.09.2017, zogen über 2000 Menschen unter dem Motto „Zeit für einen Aufschrei – Unsere Alternative heißt Solidarität“ vom Hachmannplatz zum Schanzenviertel, um gegen autoritäre Hetze, Rassismus und den Einzug der AfD in den Bundestag zu protestieren. Mit bunten Plakaten und Transparenten warnten die Demonstrierenden vor einer reaktionären Entwicklung der Gesellschaft. Auf einer Zwischenkundgebung vor der Hamburger AfD-Zentrale skandierten sie u.a. „Nationalismus raus den Köpfen“ und „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“. Auf der Abschlusskundgebung vor der Roten Flora versammelten sich am Abend 4000 Menschen, um zur Musik von Künstlern wie der Antilopen Gang, Fatoni und Eljot Quent zu tanzen und ein lautes Zeichen gegen Rechts zu setzen. Zur Demonstration hatten das Hamburger Bündnis gegen Rechts, die Kampagne Aufstehen gegen Rassismus Hamburg und die Konzertgruppe 5001 aufgerufen.

Ein breites gesellschaftliches Spektrum unterstützte den Aufruf und beteiligte sich mit Redebeiträgen an der Demonstration.

Trotz des  zeitweise regnerischen Wetters versammelten sich im Laufe des Tages bis zu 6000 Menschen, um gegen den Einzug der AfD in den Bundestag zu protestieren. „AfD wählen ist so 1933“ war auf einem Hochtransparent zu lesen. Kurz vor 15:00 Uhr setzte sich der bunte Aufzug Richtung Innenstadt in Bewegung. „Die Aushöhlung des Asylrechts, die Forderung nach einem Konzert gegen links im Zuge der G20-Proteste, und ein TV-Duell, in dem es hauptsächlich um die Schließung von Grenzen geht, zeigen doch, wie sehr Rassismus und rechtes Denken salonfähig geworden sind und den politischen Kurs bestimmen. Die Hauptschuld daran trägt die AfD“, sagte Sandra Peters vom Hamburger Bündnis gegen Rechts. „Heute haben wir deutlich gemacht, dass wir diese Entwicklung nicht länger hinnehmen.“

Auf der Zwischenkundgebung in Sicht- und Hörweite der Hamburger AfD-Zentrale verurteilte der Flüchtlingsrat die islamfeindliche Hetze der AfD scharf, während ein Mitglied der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie die sozialpolitischen Position der Partei als unsozial und arbeitnehmerfeindlich kritisierte. Der Aufzug erreichte gegen 16:30 Uhr den Achidi-John-Platz vor der Roten Flora. Auf einer Bühne spielten u.a. die Hiphop-Künstler Eljot Quent, die Antilopen Gang und Fatoni.

Die Abschlusskundgebung vor der Roten Flora setzte zudem ein Zeichen gegen die zunehmende autoritäre Hetze und Kriminalisierung linker und emanzipatorischer Politik. Alle Unterstützer*innen, Künstler*innen, Redner*innen und alle Teilnehmer*innen positionierten sich heute auf der Straße deutlich gegen rassistische und islamfeindliche Hetze, Nationalismus und reaktionäres Denken. „Wir treten entschlossen für eine solidarische Gesellschaft aller Menschen ein, ohne Grenzen, ohne Konkurrenz und ohne Hetze – unsere Alternative heißt Solidarität!“ so Alex Black von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg.







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