"Zeit für einen Aufschrei" Demonstration gegen den Einzug der AfD in den deutschen Bundestag am 09.09. in Hamburg


Foto: HBgR

04.09.17
AntifaschismusAntifaschismus, Hamburg 

 

Von Hamburger Bündnis gegen Rechts

"Zeit für einen Aufschrei - Unsere Alternative heißt Solidarität!"

Für Samstag, den 09.09.2017, um 14:30 Uhr am Hachmannplatz rufen das Hamburger Bündnis gegen Rechts, die Kampagne Aufstehen gegen Rassismus Hamburg und die Konzertgruppe 5001 zu einer Demonstration gegen die Alternative für Deutschland (AfD) und für eine solidarische Gesellschaft auf. Auf der Zwischenkundgebung vor der AfD-Zentrale beim Domplatz und auf der Abschlusskundgebung werden u.A. Ibrahim Arslan (Opfer und Überlebender der rassistischen Brandanschläge in Mölln), der Flüchtlingsrat Hamburg und das Bündnis Never mind the Papers Redebeiträge halten. Künstler wie die Antilopen Gang, Fatoni und Eljot Quent werden auf der Abschlusskundgebung vor der Roten Flora auftreten.

Unter dem Motto „Zeit für einen Aufschrei - Unsere Alternative heißt Solidarität“ wollen die Initiatoren ein deutliches Zeichen gegen rassistische und islamfeindliche Hetze, Nationalismus und reaktionäres Denken setzen und damit gegen den Einzug der AfD in den deutschen Bundestag protestieren.

„Die AfD steht für eine Politik, die Menschen nach ihrer Herkunft, nach ihrer Religion, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Identität bewertet“, sagt Leo Kollwitz von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg. „Mit angeblichen und inszenierten Tabubrüchen sorgt die Partei seit Monaten dafür, dass rechte und extrem rechte Ideen wieder gesellschaftsfähig werden. Das müssen wir stoppen!“ Die Initiatoren warnen in ihrem Aufruf, dass der Einzug der AfD in den Bundestag der Partei massive finanzielle und strukturelle Mittel einbringen und ihre menschenverachtenden Positionen erst recht als legitime demokratische Meinung erscheinen lassen würde. „Eine Partei, die Personen ‚entsorgen‘ will, Schießbefehle an den Außengrenzen fordert und Angehörige muslimischen Glaubens als potenzielle Terroristen bezeichnet, hat den Raum des demokratischen Meinungsspektrums längst verlassen. Eine solche Partei hat im Bundestag nichts zu suchen“, so Sandra Peters vom Hamburger Bündnis gegen Rechts.

Den Aufruf für die Demonstration haben bereits über 40 Gruppen, Künstler*innen und Einzelpersonen unterzeichnet – u.A. das Auschwitz Komitee, der FC St. Pauli, der Hamburger Flüchtlingsfonds oder der Verein Seawatch, der im Mittelmeer in Seenot geratene Flüchtlinge vor dem Ertrinken bewahrt. Mit der Abschlusskundgebung vor dem Stadtteilzentrum Rote Flora wollen die Veranstalter zudem ein Zeichen gegenüber der zunehmenden staatlichen Repression und Kriminalisierung linker und emanzipatorischer Politik setzen. Das Verbot von linksunten.indymedia etwa sei auch ein Schlag gegen alle Menschen, die sich gegen die extreme Rechte und ihr Parteiprojekt der AfD organisieren, so Kollwitz.  Auch die Rote Flora bilde einen wichtigen Ort linker Subkultur und Politik, der einen wichtigen Beitrag für das Engagement gegen Rechts leiste. „Mit der Abschlusskundgebung und dem Konzert wollen wir zeigen, dass wir nicht nur die besseren Argumente haben, sondern auch die besseren Partys feiern, auf denen ein rücksichtsvolles und solidarisches Miteinander herrscht“, sagt Sandra Peters.







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