Stolpersteine in Gronau verlegt


v. r. n. l.: Sonya Jürgens, Bürgermeisterin von Stadt Gronau /Westfalen, Sahin Aydin Vorsitzender von Kurdisch-Deutscher Freundschaftskreis Münsterland e. V., Corry Westgeest, von der NCPN-Twente/NL, Foto: Christian Leffken

26.12.17
AntifaschismusAntifaschismus, NRW, News 

 

Von Sahin Aydin

Am Mittwoch, den 20.12.2017, wurden zwei Stolpersteine vor den früheren Wohnhäusern Gronauer Widerstandskämpfer gegen die NS-Diktatur verlegt.

Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens erinnerte die zwanzig Gäste an die menschenverachtende Zeit des Nationalsozialismus und wies auf die Bedeutung der Stolpersteine als „Mahnmal“ hin. Diese wurden für die früheren Gronauer Jenni Kokkelink und Bernhardt Klynsma im Heerweg 139 und in der Eilermarkstr. 37 verlegt. Beide überlebten Gefängnisse, Exil und Straflager. „Aber sie starben an den Folgen dessen, was man ihnen in der 1930er und 1940er Jahren hinter Gefängnis- und Zuchtausmauern seelisch und körperlich angetan hatte“, so Frau Jürgens.

Frau Corry Westgeest von der NCPN aus Twente/Niederlande wies auf den kommunistischen Hintergrund von Bernhard Klynsma und Jenni Kokkelink hin. Klynsma war einer von vier Kommunisten, die auf deutscher Seite eine Fluchtroute über Gronau und Overdinkel organisierten, über die viele Verfolgte vor den Nazis nach Enschede flohen.

Der Initiator der Verlegung und Sprecher des Kurdisch-Deutschen Freundschaftskreis Münsterland, Aydin, forderte, dass auch in Gronau endlich Straßen und Plätze nach Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus benannt werden: „Bisher gibt es keinen einzigen.“







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