Keine Neo-Nazis in der Kinder- & Jugendarbeit


Bildmontage: HF

13.06.09
AntifaschismusAntifaschismus, Düsseldorf, NRW, News 

 

Vorsitzender des öffentlich geförderten Reitsportvereins Eller ist Funktionär der rechtspopulistischen ProNRW

Einladung zur Mahnwache

Montag, den 15. Juni 2009, 16.00 Uhr

vor dem Reitpark Eller, Ellerkirchstraße 59, Düsseldorf

Der Vorsitzende des Reitsportvereins im Reitpark Eller ist Hans-Jürgen Ribaucourt. Herr Ribaucourt ist zugleich Landes-Schriftführer der rechtspopulistischen Nazi-Organisation ProNRW. Er hat sich in mindestens einem Fall mit seinen Gesinnungsgenossen auf dem Geländes des Reitparks Eller getroffen. Er ist seit kurzem sogar Pächter der Gastronomie des Vereins. Herr Ribaucourt hat sich wiederholt gegen die angeblich zunehmende Islamisierung unserer Gesellschaft gerichtet, auch in rechtsradikalen Foren.

Der WDR nennt Pro NRW "Rechtspopulisten mit Tarnkappe". Bewiesen sind Kontakte zwischen Pro Köln (Pro NRW) und der faschistischen NPD. Sogar Innenminister Wolf warnt: "Nach unseren Beobachtungen wollen die rechtsextremistische NPD und Pro NRW die Städte- und Gemeindeparlamente missbrauchen und verstärken deshalb ihre Aktivitäten zur Kommunalwahl 2009". In Köln hat Pro NRW (Pro Köln) es mit ausländerfeindlichen Parolen in den Stadtrat geschafft. Mit rassistischen und menschenverachtenden Parolen versucht Pro NRW auch hier in Düsseldorf an Boden zu gewinnen.

Der Reitpark Eller erhielt in den letzten Jahren städtische Zuschüsse für seine Jugendarbeit. Eine Jugendarbeit, die von dem rechtsradikalen Vorstandsvorsitzenden Ribaucourt zumindest mitgestaltet wird. Dies dürfen wir nicht hinnehmen. Wir fordern, Herrn Ribaucourt aus seinem Amt zu entfernen. Es dürfen keine Zuschüsse an den Reitpark Eller fließen, so lange er Vorsitzender ist.

Pro NRW = Neonazis
Nazis raus aus Eller!

Sie kommen mit Anzug und Krawatte daher, die Neonazis der neuen Pro-Bewegung. Das Gefährliche an ihnen ist ihre scheinbare Harmlosigkeit. Sie geben sich als "nette Nachbarn". Keine faschistischen Sprüche, keine Glatzen, keine Gewalt.

Wie gesagt: scheinbar. Sieht und hört man nämlich genauer hin, dann wird das wahre, das neofaschis­tische Gesicht, rasch deutlich: Alle Argumente münden in rechtsradikale und rassistische Lösungs­vorschläge. An allem ist die "Überfremdung" schuld. Der übersteigerte Nationalismus wird als Allheilmit­tel präsentiert. Die rechten Parolen der bürgerlichen Parteien werden aufgegriffen und neonazistisch vorangetrieben. Die Schläger der Nazi-Kamerad­schaften finden sich bei ProNRW als Ordner und Security. Bei Kundgebungen der Pro-Bewegung werden GegendemonstrantInnen brutal verprügelt.

Auch der Blick auf das Personal macht deutlich, dass ProNRW klar rechtsradikal ist. Der Vorsitzende Markus Beisicht war vorher bei den rechtsradikalen Republikanern und der neonazistischen Deutschen Liga für Volk und Heimat. Einer seiner Mitstreiter, Manfred Rouhs, hat eine ähnliche Vorgeschichte und war zudem bei der Jugendorganisation der faschistischen NPD. Bei­sicht und seine Stellvertreterin Judith Wolter gaben sowohl der NPD-Zeitung "Deutsche Stimme" als auch rechtsradikalen "Nationalzeitung" Interviews, luden den Mitherausgeber der rechten Zeitung "Nation und Europa" als Referenten ein und nahmen außerdem den Holocaust-Leugner Günther Kissel in ihre Reihen auf. Entsprechend rufen die Hardcore-Internet­seiten der Nazi-Szene zur Unterstützung der neuen Pro-Bewegung auf.

Zu den Kommunal- und Bundestagswahlen 2009 wollen die Neonazis verstärkt in Düsseldorf Punkte machen. Die Nazis haben die Stadtbezirke Eller und Garath zu "kommunalpolitischen Schwerpunkten" erklärt. Unser Antifa-Bündnis Süd, der Antifa-KoK, die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN), der Einsatz des Pfarrers Dietmar Silbersiepe (Schlosskirche) und des fiftiyfifty-Herausgebers Hubert Ostendorf sowie das couragierte Engagement des Bezirksbürgermeisters Erich Kuzcera und der Bezirksvertreterin Christiane Schnura sorgten in Eller bisher stets für eine Abfuhr. Durch breiten Widerstand konnten die Neonazis vom Gertrudisplatz vertrieben bzw. ferngehalten werden.

Es war die Bezirksvertreterin Christiane Schnura, die aufdeckte, dass der Vorsitzende des Reitsportvereins Eller, Hans-Jürgen Ribaucourt, ProNRW angehört und in rechte Machenschaften verwickelt ist. Es kann nicht angehen, dass ein Rechtsradikaler Kinder und Jugendliche betreut und den Reitpark Eller in Verruf bringt. Hans-Jürgen Ribaucourt muss als Vorsitzender des Reitportvereins abgelöst werden. Der Eigentümer des Reitparks Eller, die Familie Gesell, und die Politik auf Bezirksebene müssen aktiv werden und handeln.







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz