Wir sind Kirche zur Frauen-Aktion „Maria 2.0“

19.05.19
KulturKultur, Bewegungen, Feminismus, News 

 

Von Wir sind Kirche

„Der Weckruf der Frauen kann und darf nicht ignoriert werden!“

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche in Deutschland und die österreichische Plattform Wir sind Kirche begrüßen es, dass die Aktion „Maria 2.0“ der Münsteraner Gemeinde Heilig Kreuz über Deutschland hinaus eine überaus breite und positive Resonanz gefunden hat.
...
Wir sind Kirche dankt den Initiatorinnen der Münsteraner Gemeinde Heilig Kreuz für ihre neue Aktionsform des Streiks als vorletztes Mittel vor dem Kirchenaustritt, um endlich Bewegung in die Frauenfrage zu bringen.
...
Es reicht jetzt nicht aus, dass manche Bischöfe auf den vage umschriebenen „synodalen Weg“ verweisen, den sie auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im März 2019 in Lingen versprochen haben, der aber bezüglich der Beteiligung, des genauen Themenkatalogs und vor allem der Verbindlichkeit der Ergebnisse noch völlig undurchsichtig ist.
...
Die KirchenVolksBewegungen Wir sind Kirche in Deutschland und Österreich rufen deshalb auf:

  • Katholikinnen und Katholiken und katholische Organisationen: Bringen Sie auch über die Aktion „Maria 2.0“ hinaus die drängenden Reformanliegen in aller Deutlichkeit und phantasievoll zu Gehör!
  • Theologinnen und Theologen: Unterstützen Sie durch Ihre wissenschaftliche Arbeit die Reformanliegen und zeigen Sie auf, dass diese pastoral geboten und theologisch angemessen sind!
  • Bischöfe: Beenden Sie die Grabenkämpfe innerhalb der Bischofskonferenzen und vertreten sie die seit Langem dringend erforderlichen Reformanliegen gemeinsam in Rom, so wie es schon die deutschen Bischöfe nach der „Würzburger Synode“ (1971-75) getan haben.

Die Lösung der Frauenfrage verlangt eine Revision des von Papst Pius IX. durchgepeitschten Unfehlbarkeitsdogmas und damit eine tiefer gehende Änderung des Selbstverständnisses der Kirche und ihrer Ämtertheologie.
...
Wenn nach dem 1995 in Österreich gestarteten KirchenVolksBegehren die darin genannten Reformpunkte (geschwisterliche Kirche, Weihen für Frauen, freiwilliges Zölibat, Reform der Sexuallehre, Frohbotschaft statt Drohbotschaft) von der Kirchenleitung ernstgenommen und angegangen worden wären, wäre zumindest in den vergangenen 24 Jahren vielen Betroffenen großes Leid und der Kirche immenser Schaden an Glaubwürdigkeit erspart worden.

 

 







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz