111.111 Besucherinnen und Besucher in Karl-Marx-Jubiläumsausstellungen


Bildmontage: HF

12.09.18
KulturKultur, Rheinland-Pfalz 

 

Von Karl Marx-Ausstellung

TRIER. Heute Nachmittag wurde der 111.111ste Besucher der Karl-Marx-Ausstellungen in Trier begrüßt. Adalbert Nowak aus Ludwigsburg (Baden-Württemberg) ist der glückliche Jubiläumsbesucher, der zusammen mit seiner Frau Brigitte in der großen Schau empfangen wurde. Das Paar besuchte die Karl-Marx Ausstellungen im Rahmen ihres siebentägigen Urlaubs in und um Trier. Am Ausstellungsstandort Rheinisches Landesmuseum Trier überreichten der Kulturminister von Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Konrad Wolf, und der Trierer Kulturdezernent Thomas Schmitt sowie Elisabeth Neu vom Museum Karl-Marx-Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung und Markus Groß-Morgen, Direktor Museum am Dom, dem Paar einen Ausstellungskatalog sowie einen Blumenstrauß. Die Ausstellungsorganisatoren freuen sich sehr über die Gäste aus der ganzen Welt – von China und Indonesien über Polen und Großbritannien bis USA und Chile. Zudem waren das Jubiläum und die Ausstellungen weltweit Thema in den Medien.

Die Landesausstellung besuchten insgesamt 65.041 Personen. Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf erklärte: „Mit der großen Landesausstellung würdigen wir nicht nur eine weltbekannte Persönlichkeit der Stadt Trier, sondern verfolgen auch einen politischen Bildungsauftrag, in dem wir Karl Marx als Menschen mit seinen Werken in seiner Zeit zeigen. Ein Thema, das schwierig und polarisierend ist. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, mit dieser Ausstellung politische und historische Aufklärungsarbeit zu leisten. Das bestätigen uns die Besucherzahlen und die positive Resonanz in den Gästebüchern. Wir konnten Marx anschaulicher und verständlicher und dadurch für viele ‚greifbarer‘ machen. Für uns ist dies ein enormer Erfolg.“

Der Trierer Kulturdezernent Thomas Schmitt, der auch für Tourismus zuständig ist, betonte: „Die Jubiläumsausstellungen sind auch ein Gewinn für Trier. Wir haben neue Zielgruppen erreicht, die wir auch weiterhin an die Stadt binden wollen“. Im ersten Halbjahr 2018 ist die Zahl der Übernachtungsgäste im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gestiegen. Als Grund nennt die Trier Tourismus und Marketing GmbH auch Karl Marx. Zum Jubiläumsjahr wurden eigens Führungen in der Stadt etabliert und ausgebaut, die sich mit Karl Marx und seiner Zeit in Trier beschäftigen. Diese werden auch nach dem Jubiläum angeboten.

Das Museum Karl-Marx-Haus freut sich über insgesamt 37.290 Besucherinnen und Besucher. „Die Gäste zeigen sich begeistert von dem Geburtshaus. „Es ist das größte Exponat der Ausstellungen“, so Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. und Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. „Das Ausstellungsdesign fügt sich darin ein und macht das Haus erlebbar. Gleichzeitig legt die klar gehaltene Ausstellung ihren Schwerpunkt auf die Rezeption der marxschen Ideen bis heute. Die Gäste aus aller Welt können so ihren eigenen Standpunkt erarbeiten und zudem Marx im globalen Kontext entdecken. Die positive Reaktion unserer Besucherinnen und Besucher zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.“

Im Museum am Dom waren bislang 8.780 Gäste. „Die Besucherresonanz auf unsere Ausstellung ‚LebensWert Arbeit‘ ist außergewöhnlich positiv. Gerade in der vergangenen Museumsnacht haben wieder viele Besucher geäußert, wie sehr sie der Beitrag des Museums am Dom zum Karl-Marx-Jubiläum positiv überrascht hat und dass sie die Ausstellung als wichtigen aktuellen Beitrag zum Thema Karl Marx begrüßen. Viele möchten noch einmal wiederkommen, um sich die Ausstellungsobjekte in Ruhe anzuschauen und sich von ihnen anregen zu lassen. Von daher rechnen wir in den verbleibenden Wochen mit einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen“, sagt Markus Groß-Morgen, Direktor des Museums am Dom.

Noch sechs Wochen (bis zum 21. Oktober) haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Marx-Jubiläumsausstellungen in Trier zu besuchen. Zu den Höhepunkten der kommenden Wochen zählen neben dem Besuch Seiner Majestät König Willem-Alexander und Ihrer Majestät Königin Máxima aus den Niederlanden im Oktober der Vortrag der wissenschaftlichen Leiterin und Marx-Expertin Prof.  Dr. Beatrix Bouvier zum Thema „Vom Manifest in den Gulag? Karl Marx und der Kommunismus an der Macht“ (4. Oktober). Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Sonderführungen, ein umfassendes Herbstferienprogramm sowie weitere Veranstaltungen im Jubiläumsprogramm.

Weitere Informationen unter: www.karl-marx-ausstellung.de

 

Mit der großen Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT. widmet sich erstmals eine kulturhistorische Ausstellung Marx‘ Leben, seinen bedeutenden Werken und dem vielfältigen Wirken in seiner Zeit an gleich zwei Standorten, dem Rheinischen Landesmuseum Trier und dem Stadtmuseum Simeonstift Trier. Die neu konzipierte Dauerausstellung Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute des Museums Karl-Marx-Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung legt einen Schwerpunkt auf die Wirkungsgeschichte seiner Ideen bis in die Gegenwart. Das Museum am Dom des Bistums Trier betrachtet unter dem Titel LebensWert Arbeit das Thema Mensch und Arbeit aus der Sicht eines christlichen Menschenbildes. Begleitend dazu wird ein vielfältiges Jubiläumsprogramm angeboten.







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