Vom Mythos zur Massenware: Milch – eine Kulturgeschichte

30.09.12
KulturKultur, Umwelt, Wirtschaft, News 

 

von oekom Verlag

Andrea Fink-Keßler: Milch. Vom Mythos zur Massenware
oekom verlag, München
ET: 08. Nov. 2012
ISBN: 978-3-86581-311-4
288 Seiten, EUR 19,95

Einst als gesundes Grundnahrungsmittel gepriesen, steht sie heute zunehmend im Verdacht, Krankheiten und Allergien auszulösen: die Milch. Für die Autorin Andrea Fink-Keßler ist das jedoch nur einer der Aspekte, die sie in ihrer kulturgeschichtlichen Betrachtung beleuchtet. Anekdotenreich erzählt die Agraringenieurin vom faszinierenden Werdegang der Milch: Anfangs vor allem ein religiöses Symbol, entwickelte sich das leicht verderbliche Lebensmittel zu einem immer verfügbaren und mittlerweile höchst umstrittenen Rohstoff.

Dabei ist Milch weit mehr als ein "normales" Lebensmittel: als erste und elementare Nahrung des Menschen ist sie sowohl Folge als auch Ausdruck von Fruchtbarkeit. Lange Zeit war sie bevorzugte Nahrung der Götter und galt somit als heilig; Hirten und Nomaden diente sie als Hauptnahrungsmittel. Im Verlauf der Jahrhunderte fand die Milch nur langsam ihren Weg vom bäuerlichen Hof in die Stadt und schließlich sterilisiert und pasteurisiert in die Regale unserer Supermärkte. Doch so selbstverständlich ihr Verzehr für uns heute ist, so kompliziert ist es geworden, über sie zu sprechen: Allergien, Tierschutz, Klimawandel und subventionierte Milch-Exporte rufen schnell Kontroversen hervor. Zwischen Design und Bio ist der "weiße Quell des Lebens" heute im globalen Weltmarkt angekommen. Eine Neubewertung der lebendigen Milch und ihrer Erzeugung, die die "ganze" Milch im Auge behält, steht an.

"Fairness, Vielfalt und Qualität - das sind die Aspekte, die eine zukunftsfähige Milch erfüllen sollte." (Andrea Fink-Keßler)

Die Reihe Stoffgeschichten erzählt die Biographien von Materialien, die Geschichte geschrieben haben und schreiben - ein Periodensystem des Alltags, das die Leser in unbekannte Dimensionen einer nur scheinbar bekannten Welt entführt.

Seit ihrer Dissertation über "Qualitätsnormen der Milchproduktion" lässt Andrea Fink-Keßler das Thema Milch nicht mehr los. Als Leiterin des Büros für Agrar- und Regionalentwicklung forscht sie in den Bereichen Agrarpolitik, Ernährung und ländliche Entwicklung. Sie ist Mitgründerin des Netzwerkes "Die Landforscher" und Redakteurin des "Kritischen Agrarberichts".

Erhältlich im Buchhandel, unter www.oekom.de oder bei
Verlegerdienst München GmbH
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
Fon +49/(0)81 05/388-577
Fax +49/(0)81 05/388-210


VON: OEKOM VERLAG






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