Abschiedsbrief an Kevin Kühnert


Bildmontage: HF

18.05.19
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Satire von Deutscher Einheit(z)textdienst

Unwerter Nicht-Genosse Kühnert!

Mit großem Entsetzen müssen wir feststellen, daß Du den ehrbaren, unbescholtenen Ruf der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands als verlässlicher Partner für das Kapital schwer geschädigt hast!

Die Tatsache, daß Du den Begriff der „Enteignung“, der seit Jahrzehnten strafrechtlich verboten ist, im Zusammenhang mit einem achtbaren Automobilkonzern verwendet hast, ist unverzeihlich.

Wie Du sicher weißt, darf „Enteignung“ seit der glorreichen Kanzlerschaft unse-res Genossen der Bosse, Gerhard Schröder (Aufsichtsrat GazProm) nur noch im Zusammenhang damit benutzt werden, wo er hingehört: nämlich der bewährten Enteignung deutscher Sozialmissbraucher (Bevölkerung) durch Hartz IV, Renten-kürzung und Abschaffung sonstigen Sozialklimbims.

Diese Enteignung hat sich bekanntlich bewährt, dabei ist völlig ungerechterweise die SPD in der letzten Zeit mit dem Verlust von Wählerstimmen abgestraft worden. – Gerade wir Sozialdemokraten, die alles dazu getan haben, die Werte in Deutschland zu erhalten und steigern (vor allem die börsennotierten) - wie es uns unser wichtigstes Klientel, die Banken, Kapitalanleger und Wirtschaftsunternehmen dankt – werden Opfer einer gemeinen Kampagne.

Wir sind jedenfalls zutiefst erschüttert, daß Du mit Deiner Entgleisung uns Sozialdemokraten dem öffentlichen Verdacht aussetzt, Ideen des Sozialismus oder umstürzlerische Gedanken zu hegen!

Zur Stunde finden immer noch Krisensitzungen in vielen Unterbezirken der SPD statt – oft mit der solidarischen Unterstützung von CDU/CSU-Freunden, die uns Trost zusprechen und Zuversicht.

Wir teilen Dir abschließend mit, daß Du als Juso-Vorsitzender ebenso wie Kai-Uwe Benneter im Jahr 1977 die SPD verlassen mußt, wenn Du nicht selbst austrittst. Unabhängig davon erwarten wir von Dir als Zeichen der Reue in den nächsten Tagen eine öffentliche Buße vor dem Willy-Brandt-Haus in Berlin, wo Du vor laufenden Fernsehkameras tausend Mal sagst: „Ich rede nie mehr über Enteignung und Sozialismus“.

In großer Sprachlosigkeit und mit Abscheu!

Der SPD-Parteivorstand

 







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