WDR-Funkhaus Europa ausbauen statt kaputt sparen

05.03.16
KulturKultur, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Die geplante Kürzung bei der WDR-Welle "Funkhaus Europa" stößt beim Mitglied des WDR-Rundfunkrats Rüdiger Sagel und der Landessprecherin der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen, Özlem Demirel, auf Kritik. Das internationale Programmangebot sei gerade in der aktuellen Situation ein wichtiger integrationspolitischer Faktor.

"WDR Radio-Chefin Valerie Weber betreibt hier Einsparungen an völlig falscher Stelle. Funkhaus Europa muss man ausbauen, nicht kaputt sparen“, fordert Sagel.

Eine Reduzierung der fremdsprachlichen Programme beim WDR sei gerade jetzt falsch. Damit werde der Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund zu deutschen, internationalen, kulturellen und politischen Themen verschlechtert. Die Ankündigung stehe im krassen Gegensatz zu Webers Versprechen, mehr kulturelle Vielfalt zu bringen und die Völkerverständigung voranzutreiben.

„Eine Programmbeschneidung um 18 Stunden, bei lediglich einem Ausbau im arabischen Programm von einer auf zweieinhalb Stunden, ist nicht hinnehmbar“, erklärt Demirel.

Fremdsprachliche Programme seien nicht nur als erster Schritt zur Vertrauensbildung und Bindung an das Medium Radio ausgesprochen wichtig. Auch als Bindeglied zwischen neu ankommenden Geflüchteten, Menschen, die schon lange in Deutschland leben und jungen Deutschen, die für andere Kulturen offen sind, sind sie ein starker Faktor. DIE LINKE fordert den WDR und seine Rundfunkratsmitglieder deshalb auf, die geplante Änderung des Programmschemas nicht umzusetzen.







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