100 Jahre Grundschule - DIE LINKE.NRW meint: Kein Grund zum Feiern!

12.08.19
KulturKultur, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Am gestrigen 11. August hat die Grundschule Jubiläum gefeiert: Vor 100 Jahren wurde sie in der Weimarer Republik in ihrer jetzigen Form aus der Taufe gehoben. "Hier in NRW müssen wir leider eine miserable Bilanz ziehen", kommentiert die schulpolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE, Sonja Neuhaus. "Gerade als Gemeinschaftsschule für die Kleinsten müsste die Grundschule besondere Unterstützung durch die Politik erfahren. Tatsächlich steckt die Schulform trotz ihres hohen Alters noch immer in den Kinderschuhen."

Bei Lehrermangel und fehlenden Schulleitungen werden die langjährigen Versäumnisse der Landesregierungen besonders sichtar. Doch auch die katastrophale Situation der Gebäude und Schulhöfe spiegeln die finanzielle Not der Kommunen als Schulträger. Dabei gehören Inhalt und Form untrennbar zusammen, damit Schule nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum werden kann.

Der Blick hinter die marode Fassade zeigt, dass auch die Konzeption zu wünschen übrig lässt. "Der sogenannte offenene Ganztag ist die Sparversion einer guten Grundschule, kostet die Eltern Geld und bietet zudem noch immer viel zu wenig Plätze. Und: Diese Plätze bekommen oftmals nur diejenigen Eltern, die eine Berufstätigkeit nachweisen können. Die alleinerziehende Mutter auf Jobsuche geht leer aus. Der offene Ganztag in seiner jetztigen Form trägt also zu einer Verstärkung der Armutsspirale bei", konstatiert Sonja Neuhaus.

Wir sprechen als über 100 Jahre, in denen sich leider nicht viel geändert hat. Sonja Neuhaus erklärt weiter: "Dabei wird das Grundgerüst für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn vor allem in den frühen Lernjahren gelegt. Darauf weisen Pädagog*innen und Bildungsforscher*innen die Schulpolitik seit Jahren hin - bisher vergeblich."

DIE LINKE fordert gut ausgestattete sowie wohnortnahe Grundschulen im gebundenen und gebührenfreien Ganztag mit kleineren Klassen und Lehrer*innen, die genauso wie ihre Kolleg*innen an den weiterführenden Schulen bezahlt werden. Außerdem setzt sie sich für ein längeres gemeinsames Lernen ein.







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