Neuerscheinungen Reisen II


Bildmontage: HF

17.01.20
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Michele Tameni: Wild Swimming Italien. Entdecke die schönsten Flüsse, Seen, Wasserfälle und heißen Quellen Italiens, 2. Auflage, Haffmanns Tolkemitt, Berlin 2018, ISBN: 978-3-942-04849-1, 22, 95 EURO (D)

Hier werden die schönsten Flüsse, Seen, Wasserfälle, Lagunen und heißen Quellen für Badegenüsse in Italiens freier Natur präsentiert. Dies beinhaltet auch versteckte Strände, weniger bekannte Seen oder Wasserfälle die Inseln Sizilien und Sardinien abseits der touristisch erschlossenen Küsten des beliebten Urlaubslandes.

Das Buch beginnt mit einer geografischen Übersichtskarte des in neun Regionen aufgeteilten Landes und mit dazu notwendigen Seitenangaben, nützlichen italienischen Sätzen und Ausdrücken rund um das Schwimmen, Tipps zum sicheren Schwimmen in der Natur, zum Nacktbaden, wildem Camping und die dafür notwendige Ausrüstung mit Tipps zum offiziellen Zelten. Danach folgt noch eine Erklärung der Benutzung des Buches sowie die schönsten heißen Quellen, die Plätze mit dem besten blauen Wasser, die besten Wasserfälle, die schönsten Campingplätze an Flüssen oder Seen, die anmutigsten historischen Orte und Ruinen, sowie die besten Wassersprungmöglichkeiten mitsamt Seitenzahlen.

Jeder Schwimmort auf den folgenden Seiten ist in den Übersichtskarten verzeichnet und anhand der Wegbeschreibung im Buch und der angegebenen Längen- und Breitengrade zu finden. Dazu benötigt man entweder einen Straßenatlas, Smartphone, Navi, Kompass Wanderkarten oder im Buch genannte Apps. Gleichzeitig werden auch topografische Karten Italiens oder der einzelnen Regionen empfohlen. Symbole verweisen auf Campingplätze, Restaurants, Kanu- und Bootsverleihe mit Telefonnummer. Die einzelnen Orte werden kurz beschrieben und mit wunderschönen Farbbildern visualisiert.

Von dem verträumten See in den Alpen bis nach Pantalica im Süden Siziliens werden hier eine Auswahl von verschiedenartigen Möglichkeiten für Schwimm- und Wassersportfans abseits der touristischen Ziele vorgestellt. Die wunderbaren Möglichkeiten, aber auch die Gefahren, Grenzen und Sicherheitstipps für einen Individualurlaub oder mit der Familie findet man in diesem Buch.

 

Buch 2

Lola Culsán und John Weller: Wild Swimming Spanien. Entdecke die aufregendsten Seen, Flüsse und Wasserfälle Spaniens, Haffmanns Tolkemitt, Berlin 2018, ISBN: 978-3-942-04850-7, 22,95 EURO (D)

Die Wild Swimming-Serie behandelt in diesem Buch Spanien, um die atemberaubenden Süßwasserseen und Flüsse und Wasserfälle im Binnenland zu erkunden. Spanien wird dabei in insgesamt 13 Regionen unterteilt, wo dann die besten Plätze nach einer dreijährigen Recherche vorgestellt werden.

Das Buch beginnt mit einer geografischen Übersichtskarte der Regionen Spaniens und mit dazu notwendigen Seitenangaben, nützlichen spanischen Sätzen und Ausdrücken rund um das Schwimmen, Tipps zum sicheren Schwimmen in der Natur und die dafür notwendige Ausrüstung mit Tipps zum Zelten. Danach folgt noch eine Erklärung der Benutzung des Buches sowie die schönsten Wasserfälle, die besten Campingplätze, die anmutigsten historischen Orte und Ruinen, die besten Orte für Kinder und Familien, die besten Orte für Boots- und Kanutouren sowie die besten Orte zum Wasserspringen mitsamt Seitenzahlen.

Jeder Schwimmort auf den folgenden Seiten ist in den Übersichtskarten verzeichnet und anhand der Wegbeschreibung im Buch und der angegebenen Längen- und Breitengrade zu finden. Dazu benötigt man entweder einen Straßenatlas, Smartphone, Navi, Kartenwebseiten oder im Buch genannte Apps. Gleichzeitig werden auch topografische Karten Spaniens empfohlen.

Die einzelnen Stationen werden kurz beschrieben und mit tollen Aufnahmen unterlegt. So kann man zum Beispiel im Pantano del Porma, einem Stausee in der Nähe der Picos de Europa baden oder anderen Wassersportvergnügen nachgehen. Oder Wasserspringen im katalonischen Les Fous des Brugent vor Berglandschaften und kristallklarem Wasser. In den Hochpyrenäen bietet der Riera de Merles eine Fülle von Strudelbecken und Wasserfällen, der Stausee Panta de la Baelis umgeben von üppiger Vegetation wildes Schwimmen oder besonders für Familien die Gegend La Quar mit tiefen Bassins.

Die schönsten Badegenüsse in Spaniens freier Natur werden hier in allen Einzelheiten beschrieben und mit schönen Bildern unterlegt. Wie man diese Orte findet, was sonst noch geboten wird und wo man zelten, essen oder wohnen kann, wird Wassersportfans auch detailliert vor Augen geführt.

 

Buch 3

Christian Schlüter: 111 Bulli-Stories, die man kennen muss, Emons Verlag, Köln 2019, ISBN: 978-3-7408-0680-4, 25 EURO (D)

Der VW Bulli wurde in den 1960er Jahren zum Synonym für Freiheit und Abenteuer. Christian Schlüter ist seit seinem 17. Lebensjahr Bulli-Besitzer, das ein „Familienmitglied“ ist (S. 7), und erzählt in diesem Buch 111 Geschichten rund um das Kultauto. Diese Anekdoten und Geschichten werden auf einer Seite erzählt, dazu gibt es noch ein großformatiges Farbbild.

Dabei stellt er die verschiedenen Modelle wie den T1, der von 1950 bis 1955 produziert wurde, die zweite Bulligeneration in den 1970ern oder den Paradigmenwechsel beim Konzept des T4 in den 1990ern. Die neue Generation SIX im Retrodesign, aber mit vielen technischen Neuerungen. Außerdem präsentiert er die Produktionsgeschichte, Zahlen und Fakten hinter den VW Bussen.

Für die Rekordfahrt mit einem Bulli entlang der Panamericana, die 23. 000 Kilometer von Alaska nach Feuerland, bescherte einem Männerteam und einem Frauenteam im 1999 einen bis heute gültigen Weltrekord, der im Guinness-Buch der Rekorde verewigt wurde. Die Erlebnisse der jungen Romy Schurhammer, die 1959 mit einem T1 die Welt entdeckte und dabei rund 14.000 Kilometer zurücklegte, und ihre Begegnungen mit dem Dalai Lama und dem damaligen indischen Ministerpräsidenten Pandit Nehru kommen ebenfalls zur Sprache. Mit einem T6 California starteten Melina und Matthias eine Reise bis in den Iran und in die Wüste mit 55,5 Grad, aber immer fernab des Massentourismus. Oder das von Volkswagen Nutzfahrzeuge veranstaltete Bulli-Treffen im Jahr 2007, an dem über 70.000 Menschen teilnahmen. Genauso wie das Busfest im englischen Malvern, eine Jury kürt dort bei einem Wettbewerb die schönsten Fahrzeuge, es gibt Campingbereiche für Clubs und Familien auf Wiesen und es wird gefeiert.

Die Geschichten sind unterhaltsam und informativ zugleich, an dem Buch haben auch eine Menge andere Bulli-Anhänger beigetragen. Die Begeisterung für den Bulli wird schnell auf den Leser übertragen und man lernt zahlreiche Marken aus allen Jahrzehnten kennen. Die Reiseerlebnisse mit dem Bulli sind aber am spannendsten.

 

Buch 4

Daniela Schwegler: Himmelwärts. Bergführinnen im Porträt, Rotpunktverlag, Zürich 2019, ISBN: 978-3-85869-846-9, 37 EURO (D) 

Dies ist mittlerweile das vierte Buch der Thurgauer Autorin Daniela Schwegler, nach „Bergfieber“, „Traum Alp“ und „Landluft“, wo Hüttenwartinnen, Älplerinnen sowie Bergbäuerinnen porträtiert wurden. Dieses Mal konzentriert sie sich auf zwölf der knapp 40 Frauen des Schweizer Bergführerverbandes. Dies ist immer noch eine Männerdomäne, 1300 Männer sind im Schweizer Bergführerverband organisiert. Diese knappe Zahl ist auch dadurch zu erklären, dass es bis 1977 nicht möglich war, als Frau eine Bergführerausbildung zu machen, da man dafür militärdiensttauglich sein musste. Erst ein Bundesgericht ebnete mit einem Entscheid 1977 dann auch Frauen den Zugang zu dieser Ausbildung.

Die Pionierin auf diesem Gebiet ist Nicole Niquille; sie erhielt 1986 als erste Frau das Schweizer Bergführerdiplom. Sie und elf andere Frauen berichten aus ihrem Leben als Bergführerin und erzählen private Geschichten. Die Autorin wollte möglichst unterschiedliche Frauen porträtieren, die aus unterschiedlichen Teilen der Schweiz kommen sollten.

Die Bergführerinnen werden in einzelnen Kapiteln vorgestellt. Dort findet man ihre Lebensgeschichte, ihre Liebe zum Bergsteigen, und ein Tourentipp der vorgestellten Person. Begleitet werden die Geschichten von Aufnahmen von Christian Jaeggi, Ephraim Bieri und Riccardo Götz, die auf verschiedenen Touren mit den Frauen entstanden sind.

Darunter sind viele widerstandsfähige Frauen, die noch einem Beruf nachgehen und sich neben der Familie noch gesellschaftlich engagieren. Die Begeisterung für die Berge und für die Natur leben sie als Bergführerinnen aus, trotz aller körperlichen und mentalen Strapazen auch ein Stück Freiheit. Evelyne Binsack ist dafür so ein Beispiel.

Die Autorin erzählt nicht nur schöne Geschichten: Die erste Schweizer Bergführerin Nicole Niquille ist seit einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt. Trotzdem hat sie ihren Lebensmut nicht verloren und engagiert sich für die Gesundheitsvorsorge in Nepal.

Oder die Tatsache, dass viele der Frauen schwerwiegende Unfälle miterlebt haben oder mit Todesfällen im Kollegenkreis am Berg konfrontiert wurden.

Das Buch hat nichts Romantierendes von Idylle in den Bergen, sondern stellt die unterschiedlichsten Arten von Frauen vor. Manche arbeiten in Teilzeit, haben Familie und sind noch Bergführerin. Allen gemeinsam ist die Liebe und Faszination für das Bergsteigen und die Verbindung zur Natur. Die hier vorgestellten Frauen haben alle ihren eigenen Kopf und sind aus Überzeugung Bergführerin geworden. Ein Beruf, der immer noch meist männlich geprägt ist, und viel Verantwortung verlangt, aber auch seine Reize besitzt.

 

 







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