Neuerscheinungen Geschichte


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08.12.19
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Johannes Wilms: Der General. Charles de Gaulle und sein Jahrhundert, C. H. Beck, München 2019, ISBN: 978-3-406-74130-2, 32 EURO (D)

Zum 50. Todestag des Generals und Staatsmannes Charles de Gaulle, der die Politik Frankreichs im 20. Jahrhundert entscheidend mitprägte, erscheint die Autobiografie von Johannes Wilms, die kritisch Leistungen und Fehltritte de Gaulles darlegt. Der Journalist Johannes Wilms lebt in Frankreich und hat zahlreiche Bücher zur Historie Frankreichs verfasst.

In vier große Zeitabschnitte teilt der Autor sein Werk ein, die jeweils zentrale Momente des Lebens de Gaulles repräsentieren. Beginnend mit „Der Soldat“ stellt Wilms seine Lebensspanne von der Jugend bis zur Kapitulation Frankreichs im Zweiten Weltkrieg dar. Es folgt im Abschnitt „Der Präsident“ der Widerstand gegen Nazi-Deutschland bis zu den letzten Tagen des Vichy-Regimes. Danach wird die Zeitspanne von der Befreiung bis zum Ende der Vierten Republik behandelt. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich von seiner Rückkehr an die Macht im Jahr 1958 bis seinem Abgang aus der großen Politik.

Besonders intensiv behandelt Wilms seine Zeit im Widerstand des „Freien Frankreichs“ gegen die deutsche Besatzung und seinen historischen Appell vom 18. Juni. Ministerpräsident Paul Reynaud ernannte ihn zum Staatssekretär des Kriegsstaates und zum Verantwortlichen für die Koordination mit Großbritannien. Als Kabinettsmitglied lehnte er den Waffenstillstand ab, verließ Frankreich am 15. Juni 1940 und setzte nach Großbritannien über. Dort vereinbarte er mit Winston Churchill am 16. Juni eine Fortsetzung der britisch-französischen Kooperation gegen Deutschland. Churchill erlaubte de Gaulle, über die BBC zur französischen Bevölkerung zu sprechen. Er rief darin französische Offiziere und Soldaten, Ingenieure und Facharbeiter der Waffenindustrie im Vereinigten Königreich auf, ihm zu folgen und beschwor, dass die Niederlage nicht endgültig sei. Er betonte die Bedeutung der Unterstützung durch Großbritannien und die Vereinigten Staaten. Dieser flammende Appell wurde in den Zeitungen des noch unbesetzten Südfrankreich abgedruckt und in den folgenden Tagen von der BBC wiederholt ausgestrahlt. Er gilt als de Gaulles größte Rede seiner Laufbahn. Sein Engagement für ein „Freies Frankreich“ und der Appell wurden im Laufe der Zeit mystifiziert, was der Autor trefflich herausarbeitet.

Auch nach seinem Tod drückt de Gaulle Frankreich immer noch seinen Stempel auf. Die politische Ideologie des Gaullismus ist in der Gegenwart präsent: Der Gaullismus strebt nach einem zentralistischen Staat und legt Wert auf die internationale Bedeutung Frankreichs. Patriotismus und eine ambivalente Haltung gegenüber der europäischen Idee sind typisch. Im Gaullismus verbinden sich zwei Gegensätze. Einerseits treten seine Unterstützer für soziale und kulturelle Traditionen ein, andererseits zeigen sie sich der wirtschaftlichen und technischen Modernisierung gegenüber aufgeschlossen.

Kritische Momente über de Gaulle und seine Politik fehlen aber auch nicht in dem Werk. Überzeugt von der strategischen Bedeutung der Atomwaffe im Kalten Krieg, engagierte de Gaulle das Land unter Protest der Opposition für die kostspielige Entwicklung der force de frappe. veranlasste er 1960/61 in der algerischen Wüste vier oberirdische Kernwaffentests; dabei erlitten tausende Algerier Gesundheitsschäden. Von 1966 bis zum Ende seiner Amtszeit 1969 veranlasste er auf Atollen im Pazifik zehn weitere (acht davon auf dem Mururoa- und drei auf dem Fangataufa-Atoll). Das mit de Gaulle verbundene Konzept „Europa der Vaterländer“ wird ebenfalls kritisiert: Darin betont de Gaulle das Interesse zur Wahrung der nationalen Souveränität und insofern eine Opposition oder Skepsis gegenüber der europäischen Integration, der Europäischen Union oder dem europäischen Föderalismus zum Ausdruck bringt.

Wilms stellt zu Recht die Ambivalenz von de Gaulles als General und Staatsmann heraus. Er war ein mutiger nationalistischer Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung, aber auch Patriarch und eine autoritäre Persönlichkeit. Er lebte ein Leben für die Politik und war verantwortlich für die Dekolonisation, aber auch kein Europäer oder Internationalist und Befürworter einer militanten Atompolitik trotz den Schrecken in Hiroshima. Das Werk von Wilms ist also keine Hagiografie, sondern ein lesenswertes opulentes Werk über einen Mann, der die Geschicke Frankreichs im 20. Jahrhundert entscheidend prägte.

 

Buch 2

Mischa Meier: Geschichte der Völkerwanderung. Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr., Historische Bibliothek der Gerda-Henkel-Stiftung, C. H. Beck, München 2019, ISBN: 978-3-406-73959-0, 58 EURO

Mischa Meier stellt hier eine voluminöse Darstellung der Zeit der  „Völkerwanderung“ vor. Sie beinhaltet die Geschichte des späten Imperium Romanum sowie die Geschichten der nachrömischen Herrschaftsbildungen im Westen, jene des frühen Byzantinischen Reiches, aber auch die des frühen islamischen Kalifats bis zum Ende der Umayyadenzeit (750). Er präsentiert die wichtigsten  Ereignisse dieser Zeit und den damit einhergehenden tiefgreifenden Wandlungsprozessen in Europa, Asien und Afrika. 

In seinem Konzept verfolgt er den Ansatz, Migrationsphänomene und Transformationsprozesse jenseits der „germanischen Welt“ wie die Geschichte des Awarenreiches und die slawische und arabische Expansion miteinzubeziehen: „Es (Das Buch, M.L.) geht von der Prämisse aus, dass die ‚Völkerwanderung keine selbständige Erscheinung im Sinne eines autonomen Geschehniszusammenhanges darstellt, sondern ihrerseits in den übergreifenden Kontext der weithin auch von internen Faktoren geprägten Transformation des spätrömischen Reiches und der umliegenden Nachbargesellschaften eingebettet werden sollte. Sie wird hier gewissermaßen als ein Epiphänomen einer breiten Übergangsphase zwischen Antike und Mittelalter verstanden – ohne Zweifel als ein zentraler und gestaltender Zusammenhang von beträchtlicher Wirkung, der aber eben doch nicht ohne einen weiteren Rahmen hinreichend zu verstehen ist. Das Ergebnis dieses überwölbenden Transformationsprozesses führt uns schließlich aus dem ursprünglichen römischen Kontext heraus in zwei Richtungen: in die sogenannte poströmische Welt im Westen und die byzantinisch-arabische im Osten.“ (S. 116)

Er verknüpft das „Periodisierungsproblem“ (S. 121), dem Übergang der Antike zum Mittelalter unter dem Aspekt der Zeit mit der räumlichen Komponente. Dabei knüpft er an die These des belgischen Historikers Henri Pirenne über das Ende der Antike und den Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter vor. Die These besagt, dass die kulturelle und wirtschaftliche Einheit der antiken Mittelmeerwelt nicht durch die „Völkerwanderung“, sondern erst durch die islamische Expansion im 7. und frühen 8. Jahrhundert zerstört worden sei.

Meier lehnt auch als Vorgehensweise die Darstellung der Geschichte von einzelnen Formationen ab. Stattdessen zeichnet er die Situation in einzelnen Regionen nach. Ebenso wird in groben Zügen die Gestaltwerdung der poströmischen Welt im Westen und den Entwicklungen im Osten nachgezeichnet.

Im ersten Kapitel diskutiert er die Forschungslage und Darstellungsprobleme und erläutert sein konzeptionelles Vorgehen. Danach beginnt der historische Teil der Darstellung mit dem Beginn der „Völkerwanderung“, vor allem die Rolle der Hunnen und Goten. Anschließend stellt er die Bedrohungen der römischen Südgrenze in Afrika dar, bevor er sich dem Osten des Römischen Reiches zuwendet: Dabei geht es besonders um den Aufstieg der Sassaniden, die Rolle der Araber, Konstantinopel und die Auseinandersetzung mit den Hunnen. Es folgen die Entwicklungen im Westen des Römischen Reiches und der Kampf um die Rheingrenze im 3. und 4. Jahrhundert. Danach kommt das Jahrhundert der Bürgerkriege im römischen Westen und Osten zur Sprache. Die Ansiedlung der Westgoten in Aquitanien, die burgundischen Reichsbildungen, neue Mächte in Gallien kündigen das Ende des römischen Machtbereichs im Westen an, was im nächsten Kapitel thematisiert wird.

Die Eroberung Nordafrikas durch die Vandalen im 5. Jahrhundert wird dann vorgestellt. Der römische Osten und die Bedrohung durch Bulgaren, Perser und Araber werden danach behandelt. Die poströmischen Machtbereiche in Italien, Nordafrika, Spanien, Britannien und das merowingische Frankenreich im frühen Mittelalter sind der folgende Untersuchungsgegenstand. Die Entwicklung vom oströmischen zum Byzantinischen Reich und die Bedrohung durch die Awaren, Perser und Araber im 7. und 8. Jahrhundert werden dann präsentiert. Ein Epilog über Merkmale und Entwicklungen der „Völkerwanderung“ rundet das sehr opulente Werk ab. Im Anhang findet man noch verwendete Abkürzungen und Anmerkungen, Quellen, Literatur, Bildnachweis, jeweils ein Register der Namen, Gruppen und Verbände, ein geografisches Register und ein Sachregister.

Das sehr opulente Werk besitzt eine Fülle von Fakten und Zusammenhängen, kein Wunder bei mehr als 1000 Seiten Text und einem Register von mehr als 400 Seiten. Es ist eine wahre Fundgrube für die Zeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter.

Meier folgt zu Recht der These, dass die germanischen „Stämme“ der „Völkerwanderungszeit“ stellten nach heute dominierender Forschungsmeinung keine konstanten Einheiten oder Abstammungsgemeinschaften darstellen und betont eher transkulturelle Aspekte. Der Begriff „Völkerwanderung“ erscheint im Fließtext in Anführungsstrichen.

Seine Erweiterung der zeitlichen und räumlichen Komponente der „Völkerwanderung“ ist nachvollziehbar und wird ausführlich diskutiert und begründet. Dies wird die Debatte über die Periodisierung hinsichtlich des Endes der Antike und der Übergänge von Spätantike und Frühmittelalter anfachen.

Zum Glück verzichtet Meier auf Analogien zur heutigen Situation: „Ganz bewusst wurden in diesem Buch keine Vergleiche oder gar Parallelen zu gegenwärtigem Geschehen gezogen. Die Rahmenbedingungen, unter denen sich die ‚Völkerwanderung vollzog, unterscheidet sich in einem Ausmaß von jener aktuellen Situation, das größer nicht sein könnte.“ (S. 1104)

 

Buch 3

 

Katrin Rönicke: Beate Uhse. Ein Leben gegen Tabus, Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2019, ISBN: 978-3-7017-3466-5, 22 EURO (D)

Beate Uhse war eine der einflussreichsten und fortschrittlichsten deutschen Frauen im 20. Jahrhundert. Sie gilt als eine der Wegbereiterinnen zu einer offeneren und freieren Gesellschaft und bekam sogar das Bundesverdienstkreuz.

Die Journalistin und Bloggerin Katrin Rönicke hat zu Beate Uhse zu ihrem 100. Geburtstag herausgebracht. Sie hat dafür zahlreiche Weggefährten interviewt, ihre Selbstzeugnisse analysiert und Archivmaterial ausgewertet. Sie möchte sie jenseits aller Klischees darstellen und hinterfragt ihre Rolle als Vorkämpferin einer modernen Sexualmoral.

Ihre in der Öffentlichkeit weniger bekannte Karriere als Pilotin, auch im 2. Weltkrieg wird ebenfalls nachgezeichnet. Nach dem Ende des Krieges verboten die Besatzungsmächte fliegerische Tätigkeiten. Dies stellte sie vor existentielle Probleme, wie bei vielen Frauen der damaligen Zeit. Um das steigende Bedürfnis nach offener Sexualität zu befriedigen, brachte Uhse eine Broschüre über die die Knaus-Ogino-Verhütungsmethode heraus. Dies wurde ein Erfolg, den sie zum Start ihres Betu-Versandes auch mit Kondome und Büchern über die Ehe.

1951 entstand das „Versandhaus Beate Uhse“, das ein voller Erfolg wurde und Anfang der 1960er Jahre bereits fünf Millionen Kunden hatte. Unter dem altmodisch klingenden Namen „Fachgeschäft für Ehehygiene“ eröffnete sie 1962 in Flensburg das weltweit erste Geschäft für Erotikartikel. Interessant zu lesen sind auch die Widerstände ihrer Zeit, die im prüden Nachkriegsdeutschland aufkamen. Unzählige Anzeigen bei der Polizei gegen sie und ihr Geschäft gingen ein, da ihr Sortiment „gegen Zucht und Sitte“ verstoßen würde. Die Doppelbödigkeit dieser moralischen Entrüstung zeigte sich darin, dass sie immer mehr zahlende Kundschaft, vielleicht auch einige der moralischen Empörer darunter.

Als erfolgreiche Frau im Berufsleben war sie bekannt, sie hat bis auf die Ehe mit Ernst-Walter Rotermund nicht viel Privates von sich preisgegeben: „Hinter dieser Geschäftsfrau allerdings konnte sich die private Beate relativ gut verstecken. Sie hat stets selbst bestimmt, wie diese Privatperson im Spiegel der Medien erscheint.“ (S. 9)

Als Ratgeberin zur Sexualität und Erotik sowie des Tabubruchs der altmodischen Sexualität ist sie den meisten Menschen bekannt. Dass sie damit auch gut verdient und zu einer der erfolgreichsten Geschäftsfrauen in der Nachkriegsgeneration aufgestiegen ist, ist keine Schande. Diese Kritik von der Autorin daran ist etwas überzeichnet, sonst ist es eine sorgfältig recherchierte Geschichte ohne hagiographische Anwandlungen.

 

Buch 4

Ger Groot: Und überall Philosophie. Das Denken der Moderne in Kunst und Popkultur, dtv, München 2019, ISBN: 978-3-423-28171-3, 30 EURO (D)

Das Werk des Philosophen Ger Groot erschien 2017 in den Niederlanden und liegt nun in deutscher Übersetzung vor. Er geht durch die Geschichte der Philosophie von der frühen Moderne bis zur Gegenwart und deckt darin die Evolution des Denkens auf. In der Einleitung verweist er darauf, dass Philosophie keine akademische Angelegenheit sei: „Philosophie ist überall, in jeder Ecke der Gesellschaft - nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Werbung, in der Pornografie und sogar im Graffiti auf der Straße.“

Der Ausgangssituation der Darstellung der Philosophiegeschichte von René Descartes bis Paul Ricœur ist der Untergang der klassischen theozentrischen Weltordnung: „Man könnte die Geschichte der modernen Philosophie als einen fortwährenden Versuch verstehen, sich mit diesem Verlust eines göttlichen Ankerpunktes auseinanderzusetzen. (…) Gott ist nicht mehr das Wahrzeichen der Welt, die selbst zum Menschen geworden ist.“

Die menschenzentrierte Sichtweise seit dem 16. Jahrhundert wird in einer sinnlichen Weise erzählt. Groot zeigt in dreiundzwanzig Kapiteln auf, wie sich das in Kunst und Kultur widerspiegelt. Ein Beispiel: Wenn der Gebrauch von Perspektive in der Malerei aus der Renaissance allgemein akzeptiert wird, ist dies nicht nur ein Übergang von alten zu modernen Techniken, sondern der Übergang von einem kosmischen Blick in die menschliche Perspektive - was per Definition die Darstellung eines individuellen Standpunkts ist. Durch die Abbildungen von Bildern, Plakaten und Faksimiles grundlegender philosophischer Texte und die Denker vom 16. bis ins 20. Jahrhundert wird dies visualisiert.

Ger Groot macht die Philosophie für jeden erlebbar und zeigt seine Wirkung an verschiedenen uns vertrauten Bildern und Dingen. Das ist die große Stärke seines Ansatzes. Bei seiner populärwissenschaftlichen Beschreibung der einzelnen Philosophen und ihrer Lehren kommt es manchmal zu groben Vereinfachungen, aber dies macht diese Abhandlung über 400 Jahre moderne Philosophiegeschichte nicht weniger spannend

 

Buch 5

Raoul Schrott: Erste Erde Epos, dtv, München 2018, ISBN: 978-3-423-146272, 30 EURO (D)

Das Wissen über die Ursprünge und die Beschaffenheit der Welt in einem Buch: Hier unternimmt Raoul Schrott den großen Versuch, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch darzustellen und sie an einzelnen Lebensgeschichten anschaulich zu machen. Vom Urknall über die Entstehung des Planeten bis hin zur Entstehung der Hominiden werden auf diverse poetische Weisen wissenschaftliche Erkenntnisse literarisch dargestellt, das Buch erzählt die Geschichte des Universums von diversen aufschlussreichen Orten auf dem ganzen Planeten her, etwa den Fundorten früher Steinsbildungen oder Skelettierungen. Dichtung und Wissenschaft verknüpfend, wagt er sich daran, ein modernes Gegenstück zu Alexander von Humboldts „Kosmos“ zu entwerfen. Dies alles nennt er Epos und verweist auf bekannte Beispiele aus der Vergangenheit. Hier werden die Verbindung von Mythen, Diskurs der Naturwissenschaften, Dialogen mit Wissenschaftlern und Reisebeschreibungen des Autors in alle Teile der Welt ein vielschichtiges Netz aus Perspektiven auf die Erde und unser Wissen ergeben.

In sieben Büchern unterteilt entwirft er ein in unterschiedlichen poetischen Formen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln verfasstes Kompendium. In einem zweiten Teil fasst er unseren heutigen Wissensstand zusammen.

Indem alle Substantive klein geschrieben werden, fällt das Lesen zu Beginn an schwer, bis man sich mit der Zeit daran gewöhnt.

Das gesamte Werk bietet für das Verständnis des Generalthemas eine ausgezeichnete Breite bei gleichzeitiger differenzierter Tiefe. Die Vorlektüre der Naturgeschichte ist auch hervorzuheben. Raoul Schrott schafft es, die Erkenntnisse der Naturwissenschaft zur Entstehung von Kosmos, Erde und Mensch poetisch zu transportieren und ein eher wissenschaftlich-steifes Thema mit Leben zu füllen und den Fokus darauf zu richten. Literatur, die immer etwas von nicht objektiver Wahrheit hat, wird dazu verwendet, naturgesetzliche Phänomene so dem Leser zu veranschaulichen. Es macht in jedem Fall Lust auf eine weitere Vertiefung der angeschnittenen Fragestellungen.

 







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