Zum Tod von Wolf-Dieter Narr

15.10.19
KulturKultur, Bewegungen, News 

 

Von DIE LINKE.

"Menschen sind von sich aus fähig zu gegenseitiger Hilfe, zu sozialer und zu politischer Organisation." – Dieser Satz ist von Wolf-Dieter Narr. Er ist am 12. Oktober 2019 gestorben.

Er stritt für Menschenrechte, gegen Zwangsverwahrung in der Psychiatrie, gegen Raketen und für Deserteure, gegen jegliche Form von Gewalt und Zwang. Wer ihn bei Bewegungstreffen erlebte, wird sich - so wie ich - an seinen Optimismus und unermüdlichen Einsatz für Grundrechte erinnern.

Er war einer der Gründer und lange Zeit Sprecher des Komitees für Grundrechte und Demokratie.

Als Professor für empirische Theorie der Politik wirkte er am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Narr verzichtete 1985 zusammen mit Prof. Peter Grottian auf ein Drittel seiner Professur, um damit eine Professur für Frauenforschung zu ermöglichen.

Wolf-Dieter Narr war ein politisch und solidarisch engagierter Wissenschaftler - Theorie und Praxis und gehörten für ihn ebenso zusammen wie kritisches Denken und Handeln.

Mit Wolf-Dieter Narr verliert die politische Linke einen politischen Intellektuellen, der Wissenschaft im Sinne gesellschaftlicher und individueller Emanzipation betreibt und aktiv in soziale Auseinandersetzungen eingreift. Sein Tod ist ein großer Verlust. Die Erinnerung an ihn sollte uns ermutigen, uns voller Leidenschaft für die Unteilbarkeit von Menschenrechten einzusetzen.







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