Heisszeit-Rebellion für das Leben


Bildmontage: HF

19.09.19
KulturKultur, Umwelt, Ökologiedebatte, Bewegungen, TopNews 

 

Songtexte und Gedichte zum Globalen Klimastreik

von Jürgen Tallig

Vielleicht ist das Krieg, Blitzkrieg, Earth Attack, Selfburning. Heisszeit.  Verbrannte Erde. Erkenntnis. Die Beste der Welten. Roter Oktober

Vielleicht ist das Krieg

Im Radio laufen die Endlosschleifen

Man wirbt für Autos und Last Minute-Reisen

Für Geldanlagen mit Risiko,

berichtet Neues aus dem Zoo.

Die Popsongs klingen wie Marschmusik

Vielleicht ist das Krieg?

 

Man meldet Staus von Hier bis Jetzt

Der Notruf ist ständig besetzt.

Rentner husten

 Die Wirtschaft wächst.

Die Popsongs klingen wie Marschmusik

Vielleicht ist das Krieg?

 

Die Autos sehen wie Panzer aus

Beide sollen die Welt beglücken.

Räder rollen für den Sieg

Von Mali bis zu den Kalmücken.

Die Popsongs klingen wie Marschmusik

Vielleicht ist das Krieg?

 

Burnout, Tinnitus und Depressionen

Arbeit muss sich wieder lohnen

Alle rennen um ihr Leben

Und verpassen es grad eben.

Die Popsongs klingen wie Marschmusik

Vielleicht ist das Krieg?

 

Jürgen Tallig VII-2017

 

 

Blitzkrieg

Die Welt rast im Kreis

Denn der Preis ist heiß.

Ist längst schon im Krieg

Mit dem Leben,

Blitzkrieg

Fortschritt ist Krieg

Wachstum eine Schlacht

es wird nur einen Sieger geben.

 

Die Welt wird zu klein

braucht wieder Krieg.

Wir marschieren mit festem Tritt

Von Sieg zu Sieg

Gegen das Leben.

 

Refrain:

Blitzkrieg, Blitzkrieg!

Fortschritt ist Krieg

Wachstum eine Schlacht

es wird nur einen Sieger geben.

 

Die Welt macht mobil

die  gerade Linie ist das Ziel,

der kürzeste Weg in die Hölle.

Räder müssen rollen für den Sieg

Gegen das Leben.

 

Die Welt verbrennt

In einem Jahr,

was wuchs in Jahrmillionen.

Wir vergasen die ganze Welt

und brennen für den Sieg

Gegen das Leben.

 

Die Welt läuft heiß,

es schmilzt das Eis

und es taut auf das Tote.

Wo  Wälder waren, wird  Wüste sein

Die Himmel tendieren ins Rote.

Entropie,

das ist der Sieg

Des Todes über das Leben.

Die Welt wird vergehn

Und all das bunteLeben

Der Sieger heißt Tod.

Macht die Erde rein,

mit großer Glut und großer Flut,

als hätt es uns niemals gegeben.

 

Blitzkrieg, Blitzkrieg!

Fortschritt ist Krieg

Wachstum eine Schlacht

es wird nur einen Sieger geben.

 

Seht ihr nicht die schwarzen Wolken,

das Blitzezucken ringsumher,

Die Welt ist längst schon aus den Fugen,

hat keine Zukunft mehr.

Hört ihr nicht das Donnergrollen?

Seht ihr nicht den roten Schein?

Blitzkrieg gegen die Natur

Fortschritt in den Untergang

Es wächst das Tote nur allein.

 

Blitzkrieg, Blitzkrieg,

Die Welt brennt!

Blitzkrieg, Blitzkrieg,

Die Erde wird zum Flammenmeer!

Blitzkrieg, Blitzkrieg

Die Erde wird ein Massengrab!

 

 

Jürgen Tallig  VII-2017

 

 

Earth Attack

Alarm, Alarm!

 Invasion!

UFOs sind gelandet

Aliens plötzlich überall

Überfall, Überfall!

 

Überfall aus dem All

Von extraterrestrischen Wesen

Sie twittern schon aus dem Weißen Haus

Und verhandeln mit den Chinesen

Refrain:

Earth Attack, Earth Attack

Blitzkrieg gegen die Erde

Aliens plötzlich überall

Hilfe, Hilfe! Alarm, Alarm!

 

Kleine weiße Männchen

Vernichten überall das Leben

Für Energie und Moneten

Zerschroten die Außerirdischen

Unsern schönen Heimatplaneten.

 

Krieg der Sterne,  Krieg der Welten

Klonarmeen marschieren

Da naht auch noch der Todesstern

Und will uns terminieren.

 

Die Erde ist in höchster Not

Wir sind schon krank, bald sind wir  tot.

Wer rettet uns vor den Klonen

Die verheizen die Erde

Und haun wieder ab

Aber wir müssen ja hier wohnen.

 

Earth Attack, Earth Attack

Blitzkrieg gegen die Erde

Geklonte Aliens überall

Hilfe, Hilfe! Alarm, Alarm!

 

Arnie, Luc und Obi Wan

Müssen gegen die Aliens ran!

Hey, hey, hey, - attackiert die Klonarmee!

Earth Attacks, - die Erde greift an!

 

Earth Attacks! Earth Attacks!

Aufstand für das Leben.

Wir greifen an und schlagen zurück.

Den Wachstumsaliens vom Todesstern

Wird kein Pardon gegeben.

Earth Attacks!  Earth Attacks!

 

Wir schlagen zurück 

Gegen das Imperium von Banken und Raketen

Sonst verheizen die Außerirdischen

Unsern schönen Heimatplaneten.

Earth Attacks! Earth Attacks!

 

Aliens in die Wüste oder auf die Antipoden

Die machen sonst die Erde kaputt

Mit außerirdischen Methoden.

Man kann auf unsrer Erde

nicht außerirdisch leben

sondern nur irdisch  sein.

Sonst wird unser lebendes Raumschiff Erde

Ein großer,  toter , heißer Stein.

 

Earth Attacks! Earth Attacks!

Aufstand für das Leben.

Wir greifen an und schlagen zurück.

Den Wachstumsaliens vom Todesstern

Wird kein Pardon gegeben.

Earth Attacks!  Earth Attacks!

 

Jürgen Tallig  VII-2017 

Selfburning- Selbstverbrennung

Die Welt macht mobil,

 wird  zu klein, rast im Kreis

läuft schließlich heiß.

Frisst Luft, Land und Leben

und Immer mehr Energie,

es könnte für alle reichen,

doch so reicht es nie,

Zu viele Räder rollen für den Sieg.

Diese Welt braucht wieder Krieg.

 

Diese Welt muss untergehn

soll das Leben fortbestehn.

Seid ihr bereit?

Burn, this World must burn!

We must burn!

 

Verbrennen Öl, Gas, Plastik und Kohle

Es schmelzen die Pole.

Die Wälder brennen am Amazonas

In der Taiga und am Mittelmeer.

Und es steigt das Meer.

Ja Mehr, wir brauchen immer mehr!

Mehr, mehr, mehr, mehr Meer, mehr Meer usw. (mit Publikum)

Unsre Welt wird untergehn,

sollte das so weitergehn.

Burn, Earth must burn!

We must burn!

 

Wo wir waren wird Wüste sein,

da vergeht das Leben.

Die Wenigen die nach uns kommen

Werden uns niemals vergeben.

Die Menschenzeit wird gewesen sein,

muss alles nun verderben, verwesen.

Stimme: „Von den großen Städten wird bleiben der durch sie hindurch ging, der Wind.“

 

 Diese Welt wird untergehn.

Burn, Earth must burn!

We must burn!

 

Ein roter Schein am Firmament,

das kommt weil unsre Erde brennt.

Save our Souls, es kommt großer Tod.

Unsre Welt wird untergehn

Ohne unsre Wut,

Kommt große Glut, kommt große Flut.

Seid ihr bereit?

Die alte Welt muss untergehn,

soll die Erde fortbestehn.

Burn, this World must burn!

 

We must burn!

We must burn to fight.

Wir  müssen brennen zu kämpfen!

We must fight against Heisszeit!

We must fight against Selfburning!

 Wir müssen kämpfen gegen die drohende Heisszeit.

Wir müssen kämpfen gegen die Selbstverbrennung der Menschheit.

Stop Burning Earth!

Wir müssen brennen für den Kampf!

 

We must burn!

We must burn for Living!

We must burn for Peace!

We must burn for Nature!

We must burn for Right of Future

For Billion unborn People!

We must burn,

We must fight!

Seid ihr bereit?

Stop Burning Earth!

Stop Selfburning!

We must burn…

 

Jürgen Tallig  VII-2017

 

Anmerkung: Der wohl bekannteste deutsche Klimawissenschaftler, Hans Joachim Schellnhuber, veröffentlichte 2015 eine umfassende Analyse des Klimawandels unter dem programmatischen Titel „Selbstverbrennung“.

 

Heißzeit

 

Du

Du weißt

Du weißt nichts.

Du hast nicht gefragt

Und ich hab nichts gesagt.

Doch es wird:

Heiß

Es heißt

Es wird heißer,

Wir haben gefragt

Und sie haben gesagt:

Es ist grad auf unsrer Erde

eine Heizung angegangen

die kann man nicht mehr runterdrehn

in unserm System.

Das heißt: Es wird heiß, immer heißer.

 

Heiß

Es heißt

Es wird heißer,

Wir haben gefragt:

Kann das Leben auf der Erde

Überdauern diese Glut?

Sie haben gesagt:

Es kann alles weitergehn,

ihr könnt weiter Auto fahren,

es wird alles gut

die Welt, sie wird nicht untergehn.

Doch sie haben gelogen, Oh heilige Wut!

Denn: Es wird heiß, immer heißer.

Heiß

Es heißt

es wird heißer,

Wir haben Euch gefragt:

Wollt ihr, dass die Luft der Erde

Heißer wird an allen Tagen?

Und ihr habt gesagt: Nein, Nein!

Soll Land verdorren

Wollt ihr Steppe, trockne Seen

Wollt ihr den Wald in Flammen sehn? Nein! Nein!

Heiß

Es heißt

es wird heißer,

Wir haben Euch gefragt:

Wollt ihr,

dass das Eis der Pole schmilzt,

 die Gletscher in den Bergen tauen?

Und ihr habt gesagt: Nein! Nein!

Wollt ihr

dass die Flut der Meere höher steigt

an allen Ufern,soll der Strand gewesen sein?

Nein! Nein!

 

Soll die Erde untergehn?

Nein! Nein!

Das Leben wird gewesen sein

die Erde nur  noch

Ein heißer Stein?

Wir sagen Nein! Nein!

Nein zu diesem System!                       

Und Ja zum Leben!

Denn: Es wird heiß, immer heißer.

Im Pyrozän

Heißzeit! Heißzeit! Heeeiiiißzeit!

Es ist Heißzeit!

 

Ich will

Wir wollen

Wir wollen, dass die blaue Erde

Bewohnbar bleibt

Für unsre Kinder und das Leben!

Ja, Ja!

Wolln treu ihr sein für alle Tage

Und auch in schlechten Zeiten

ihr dienen und zur Seite stehn!

Ja, Ja!

Soll das Leben weitergehen?

Dann muss alles anders werden!

Dann müssen wir auf Pferden reiten

Statt stundenlang im Stau zu stehn…

Kampf dem System!

 

Jürgen Tallig   IX- 2017

 

(Eine Coverversion von Rammstein- Songs „Du hast, Ich will, Engel „)

 

Verbrannte Erde

Die Welt ist nicht genug

Und muss zuschanden werden

Es ist für unsre heiße Gier

Zu wenig Platz auf Erden.

 

Ein Brand durchdringt die ganze Welt

Und sorgt für großes Sterben

Wir nehmens vom Lebendigen

Und lassen Neues  nicht werden.

Wir verbrennen in wenigen Jahren

Was aufwuchs in Jahrmillionen

Die Welt wird heiß und wüst und leer

Kann keiner mehr drin wohnen.

 

Refrain:

Es ist für unsre heiße Gier

Zu wenig Platz auf Erden.

Sie muss so heiß und wüst und leer

Wie unsre Herzen werden.

Wir verbrennen, was wir lieben,

stochern in der Glut

 

Durchschnitten ist nun längst das Band

Zwischen Mensch und Leben

Der Tod wickelt  wieder auf

Was die Natur gegeben.

Der Tod, das ist ein weißer Mann

Der hat sich gründlich umgetan

Und alles umgegraben, nach Gold und Brot.

Was einst ein Garten war, ein Paradies

Ist Hölle bald und ist bald tot.

Refrain: …

 

Die Wälder in Flammen

Die Quellen versiegt

Das Eis ins Meer zerronnen.

Mutter Erde ist besiegt,

Wir haben also gewonnen?

Wir haben alles, für immer verloren

hinterlassen verbrannte Erde auf Erden.

Unsre Herzen die sind wüst und leer,

Müssen weiter Leben verzehren.

Refrain: …

 

Doch alles Leben ist ja nur, „ noch“

Auf der siechen Erde.

Und wir wissens nicht mal,

unsre Welt sagt  jetzt: Stirb!

Und niemals wieder: Werde!

Was ist,

das wird gewesen sein.

Ist ein Schnitter, der heißt Tod

Nun der Herr auf Erden.

Da  wir nicht leben

Muss alles sterben.

Refrain: …

 

Die Erde verbrannt, die Seele in Not

Die Himmel, sie leuchten so  blutig rot

Kann nie mehrFrieden werden?

 

Jürgen Tallig  VII-2017

Erkenntnis

 

Der Schaum der Tage

ihre dunstige Gischt

perlen ab

verändern mich nicht.

Der Lärm der Welt 

ihre nichtige Hast

ihre Bilderflut verblasst

es glätten sich die Wellen

die Welt verstummt

es schließt sich ihr verschlingender Schlund,

jetzt öffnet sich Tiefes

offenbart sich der Grund.

 

Die mächtige Strömung

 im Dunkel der Tiefe

sieht man am Tage nicht

Ich bin ein klarer Spiegel

und sammle nachts das Licht

ich nehme den Schleier von den Dingen

um ihr Wesen zum Leuchten zu bringen

Drehe draus einen Docht und zünde ihn an

er leuchtet mir voran

auf unbekannten Wegen

eine Lunte ans Labyrinth zu legen

wo sich die dunklen Mächte verbergen

sie ziehn uns hinunter ins Verderben.

 

Die Welt ist ein Schlangenhaupt

mit Millionen Augen,

wie eine Medusa macht sie alles zu Stein

Was getroffen von ihrem gierigen Blick

Darf nicht mehr lebendig sein

nur Totes bleibt zurück

wo sie gewinnt

wird die Welt ein steinernes Labyrinth.

Ich lasse sie ihr Antlitz sehn,

die Wahrheit im Spiegel des Narren,

es ist tödlich und nicht schön

lässt das Leben erstarren.

Wer der Welt den Spiegel vorhält

wird nicht versteinert

er erhellt und verändert die Welt.

Noch gibt es Wege aus dem Labyrinth

Noch ist ein Riss in allen Dingen

noch scheint das Licht herein

Noch ist das Dunkel nicht vollkommen

noch würgt das Nichts am Sein

Noch ist nicht alles dem Tode verfallen

Noch könnten Lahme laufen, Blinde sehn

Noch könnte das Leben weitergehn,

Doch das Gorgonenhaupt muss fallen

Pegasus noch lebendig entspringen

Damit die Lippen wieder singen

Und jemand die richtigen Fragen stellt:

Gibt es noch Hoffnung für die Welt?

Doch wer wagt den Streich?

Wer macht die Erde wieder weit?

Wer macht, dass die Steine wieder lebendig sind?

Wer weiß den Weg aus dem Labyrinth?

Wer wickelt den Ariadnefaden wieder auf,

Stück um Stück?

Wer gibt uns die Freiheit zurück?

Wer bringt die Mauern zum Tanzen

Und den Stein zum erweichen?

Wie wird der Mensch wieder Mensch

Gleicher unter Gleichen?

 

Wer bringt die Herzen zum Schlagen

Und die Welt wieder zum Schwingen?

Wer stellt den Motor ab, wer nimmt den Deckel vom Grab?

Wem kann es gelingen?

Wer schafft es, dass die Welt sich erkennt

bevor sie verbrennt?

Welche Melodie öffnet Herzen und Ohren?

Wie wird die Welt lebendig, neu geboren?

Wie wird sie wieder jung, wieder wie ein Kind,

wie ein Baum, sich wiegend …blowing in the wind!?

Wer weckt die Welt aus dem Schlaf der Vernunft?

Wie erweckt man die Welt zum und für das Leben?

Wie lernt sie, es sich nicht zu nehmen, sondern es zu geben?

Wer reißt all die Mauern ein…

Wie  belebt man die Welt im Ganzen?

Was bringt die erstarrten Verhältnisse

wieder zum Tanzen?

Wir spielen ihr eigenes Lied ihr vor,

die Welt erkennt sich langsam wieder,

-ihr fällt eine Antwort ein-,

sie schüttelt sich ein wenig, wirft ab die tote Last und reckt die steifen Glieder.

Jürgen Tallig    2017

 

Die beste der möglichen Welten 2.0

 

Unsere Welt ist nicht möglich,

Wird nicht von Dauer sein.

Unsere Welt will Unmögliches

Ihr ist die Erde zu klein.

Will Unendliches im Endlichen,

Wachstum und Geld,

sprengt  den Rahmen des Möglichen

zerstört die mögliche Welt.

 

Unsere Welt verbraucht und verbrennt

was für alle gegeben.

Leben verzehrend und Totes gebärend,

Maschinen, Gase und Geld,

Ist sie die schlechteste mögliche Welt.

Unsere Menschenwelt, das Anthropozän,

zerstört sich, die Erde und das Leben

und wird im Nekrozän vergehn.

 

Refrain:

Unsere Welt ist nicht möglich,

Wird nicht von Dauer sein.

Unsere Welt will Unmögliches

Ihr ist die Erde zu klein.

 

Der Sinn des Lebens ist,

dass Leben fortbesteht

und Heimat hat auf unserer Erde,

das ewige stirb und werde.

Sinnlos die Welt, der nur Totes wird

und das Leben vergeht.

So sinnlos, wie die Affirmation

des bestehenden Schlechten,

mit dem Tod auf dem Thron.

 

Die Welt war gut,

Die beste der möglichen Welten

war uns bereits gegeben,

und liegt nun im Sterben.

Die Menschheit  kann ohne Öl,

doch nicht ohne lebendige Erde leben.

Eine andere Welt droht,

eine Welt voller Tod,

die schlechteste aller Welten.

 

Refrain:

Unsere Welt ist nicht möglich,

Wird nicht von Dauer sein.

Unsere Welt will Unmögliches

Ihr ist die Erde zu klein.

 

Eine bessere Welt ist nötig

Die unsere Welt und die Erde erhält

zum und für das Leben,

Eine andere Welt ist noch möglich

Noch haben wie die Wahl.

Etwas Besseres als den Tod, 

finden wir allemal.

 

Unsere Welt ist nicht möglich,

Wird nicht von Dauer sein.

Unsere Welt will Unmögliches

Ihr ist die Erde zu klein.

 

Unsere Welt ist unmöglich

Ist eine schlechte Welt

Die allzu bald in Glut und Flut

Ins Nie gewesene zerfällt.

Welt muss nicht nur sein,

sondern fortbestehn

missachtet sie das Leben,

muss sie untergehn.

 

Unsere Welt ist nicht möglich,

Wird nicht von Dauer sein.

Unsere Welt will Unmögliches

Ihr ist die Erde zu klein.

 

Eine bessere Welt ist möglich

die das Leben erhält,

das wäre die beste der möglichen,

wäre die beste dauerhaft mögliche Welt.

Eine andere Welt ist möglich!

Eine bessere Welt ist nötig!

 

Jürgen Tallig    2017

 

„Wer will, dass die Welt bleibt wie sie ist,

will nicht, dass sie bleibt.“     Erich Fried

 

Roter Oktober

Leuchte mein Stern, leuchte

Leuchte im Dunkel der Nacht

im roten Morgendämmerschein

Sehe ich dich nicht allein.

 

Habe die Nacht durchdacht

Es ist an der Zeit!

Doch man glaubt dem frühen Vogel nicht

kein Lied und auch kein  Gedicht

es ist vor der Zeit

Im Dunkel der Nacht

Ahnt man den Morgen nicht

Leuchte mein Stern, leuchte

Leuchte im Dunkel der Nacht

im roten Morgendämmerschein

Sehe ich dich nicht allein.

 

Im Morgengrauen ist es noch still

Man hört die Blätter fallen

 mein Lied  ungehört verweht

ist es zu früh, oder längst zu spät

Ob die Sonne wohl auf

oder die Erde untergeht?

Leuchte mein Stern, leuchte

Leuchte im Dunkel der Nacht

im roten Morgendämmerschein

Sehe ich dich nicht allein.

 

Was fallen muss wird fallen

Kann nicht fortbestehn

Wie die Blätter von den Bäumen

Wird es der Wind verwehn

Im roten Monat Oktober

 

weht es rot durch die Straßen

Rot ist auf allen Alleen

Leuchte mein Stern, leuchte

Leuchte im Dunkel der Nacht

im roten Morgendämmerschein

Sehe ich dich nicht allein.

 

Im roten Monat Oktober

Werden wir uns wiedersehn.

Im Licht der Oktobersonne

wirst du mit mir gehn

wirst du wieder bei mir sein

Liebe ist wie  Revolution

geht beides nicht allein.

Leuchte mein Stern, leuchte

Im Oktobersonnenschein

Leuchte Im Dunkel der Nacht

Du wirst immer bei mir sein.

 

 

Jürgen Tallig   IX-2017

 

Im Oktober 1989  wurde in der DDR  für eine Demokratisierung des Sozialismus und politische Freiheiten demonstriert und vor nunmehr 102 Jahren fand  in Russland die Oktoberrevolution statt. Es gibt eine Aufnahme von der Montagsdemo am 9.Oktober 1989 in Leipzig, wo mehrere 10000 Menschen immer wieder die Internationale gesungen haben, also: „Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht…usw.“…

„Leuchte mein Stern, leuchte“ und „Im Morgengrauen ist es noch still“ sind berühmte sowjetische Filme.

 

(weitere Texte unter, https:// Gedichte, earthattack-talligsklimablog.jimdofree.com)

 

 

 







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