„Offener Brief von Prof. Norbert Scholl an den Freiburger Erzbischof Stephan Burger“

04.05.22
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Von Wir sind Kirche

In einem 12 Seiten langen offenen Brief wendet sich der 91-jährige Heidelberger katholische Theologe und Religionspädagoge Norbert Scholl an den Freiburger Erzbischof Stephan Burger. Der Bischof hatte ausdrücklich dazu eingeladen, für das Kirchenentwicklungsprojekt „Pastoral 2030“ ihm „Erfahrungen und Argumente“ zu senden.

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Als mögliche Lösungsansätze schlägt Scholl vor:

  • Gemeindeleitung durch „Laien“, wie das in Deutschland vielfach schon seit 2019 geschieht
  • Änderung der Zulassungsvoraussetzungen für den priesterlichen Dienst: Ordination des gesamten Leitungsteams (Edward Schillebeeckx 1981);Zulassung von „viri probati“bzw. „personae probatae“ (schon seit 1975 regelmäßig und immer häufiger auch von Bischöfen gefordert); „Leutepriester“(P.M. Zulehner 2002; nur im Blick auf ihre eigene Gemeinde geweihte Priester/innen, die komplementär mit den real existierenden Priestern ortsgebunden als Team zusammenarbeiten).
  • „Laien“-Predigt in der Eucharistiefeier.
  • Ökumenische Gastfreundschaft („Votum“ des ÖAK 2019: „Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen betrachtet die Praxis der wechselseitigen Teilnahme an den Feiern von Abendmahl/Eucharistie in Achtung der je anderen liturgischen Traditionen als theologisch begründet“).
  • Segnung homosexueller Paare (Forderung der rund 215 Teilnehmer an der 3. Vollversammlung des „Synodalen Wegs“ vom 3.-5.2.2022 in Frankfurt, dass die katholische Kirche homosexuelle Paare segnet. Seelsorgern, die Segensfeiern durchführen, sollen keine disziplinarischen Konsequenzen drohen. Auch Homosexuelle und zivil wiederverheiratete Geschiedene sollen ihre Beziehung von der katholischen Kirche segnen lassen können).
  • Reform des kirchlichen Arbeitsrechts (Neufassung des seit 2015 geltenden kirchlichen Arbeitsrechts wird für den Sommer 2022 erwartet).
  • Religionsunterricht für alle im Klassenverband (Einführung eines „christlichen Religionsunterrichts“ in Niedersachsen ab 2023/24 und eines „Religionsunterrichts für alle“ (Rufa) in Hamburg 2022).

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Vollständiger Offener Brief: www.wir-sind-kirche.de/files/wsk/2022/SCHOLL_OffBrief_Bischof_Burger_3.5.2022.pdf







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