Der Folterfleisch-Song


Bildmontage: HF

20.03.17
KulturKultur, Debatte, Soziales, Umwelt, Wirtschaft 

 

von Ullrich Mies

Es wird jetzt wärmer, es ist wieder Saison,

die Balkone qualmen und wir singen den 

Folterfleisch-Song.

 

Fünf Kilo Füße und sechs Kilo Hack,

alles vom Grill und wir fressen den Kack.

 

Schweineohren, Specklappen, viel fette Wurst,

und nun her mit dem Humpen und viel Bier gegen Durst.

 

Verbrannte Koteletts, gebratener Speck,

alles muss rein, und alles muss weg.

 

Es war so billig und alles muss rein,

verbrannte Hühner, die schmecken so fein.

 

Jetzt fliegen Specklappen und Rippen auf‘n Grill,

ich fress wie‘n Schwein und so viel ich nur will.

 

Als fettes Ferkel, selbst fett wie ein Schwein,

grill ich so gerne, denn alles muss rein.

 

Das Folterfleisch qualmt, jetzt kommt Würze hinzu,

bevor mir nicht schlecht ist, geb ich keine Ruh.

 

Fasten, ja fasten, das hat keinen Zweck,

reich rüber das Quäl-Fleisch und den welligen Speck.

 

Bewusstloses Fressen ist gar nicht so schwer,

ein wenig denken dagegen sehr.

 

Tierfabriken und Schweinefraß,

wir lieben das Grillen, wir wollen nur das.

 

Tiermastfabriken, die müssen schon sein,

anders krieg‘n wir kein billiges Schwein.

 

Putenmast und Hühner-KZ,

alles ist billig und alles muss weg.

 

Ganzjährig grillen, ganzjährig Saison,

immer nur fressen, das war der Folterfleisch-Song.







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