Der bengalische Holocaust im 2. Weltkrieg: „Churchills geheimer Krieg“

10.01.13
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von Madhusree Mukerjee übersetzt von Einar Schlereth

Das wichtige Buch „Churchills geheimer Krieg. Das britische Imperium und die Verwüstung Indiens während des 2. Weltkrieges“ von Madhusree Mukerjee (Basic Books, New York 2010) ist ein Bericht über den vergessenen bengalischen Holocaust im 2. Weltkrieg, die von Menschen gemachte bengalische Hungersnot 1942-45, bei der die Briten unter Churchill aus strategischen Gründen bewußt 6-7 Millionen Inder zu Tode hungern ließen; es war eine der größten Gräueltaten in der Menschheitsgeschichte, die aber von der britischen Geschichtsschreibung größtenteils weiß gewaschen wurde.

Es sind auch andere Bücher über die bengalische Hungersnot geschrieben worden. So war N. G. Jog's „Churchills Blind Spot: India“ (Churchills blinder Fleck) der erste, der mit Bezug auf diese Gräueltat des 2. Weltkrieges von einem „Holocaust“ sprach. Paul Greenoughs „Prosperity and Misery in Modern Bengal: the Famine of 1943.1944“ (Oxford University Press 1982) ist ein detaillierter und maßgeblicher Bericht von der bengalischen Hungersnot im 2. Weltkrieg.

Der brilliante bengalische Filmemacher Satyajit Ray hat in seinem Film „Distant Thunder“ (Ferner Donner) einen tief bewegenden Bericht eines Teils der Katastrophe gegeben und kommt zu dem Schluß, dass 5 Millionen Bengalen starben.

Mein Buch „Jane Austen and the Black Hole of British History. Colonial Rapacity, holocaust denial and the crisis in biological sutainability“ (Jane Austen und das schwarze Loch der britischen Geschichte. Koloniale Habgier, Holocaust Verleugnung und die Krise der biologischen Nachhaltigkeit, G. M. Polya, Melbourne 1998 und 2008 siehe hier.) stellte den bengalischen Holocaust in einen größeren Zusammenhang von britischem Rassismus, Imperialismus, Holocaust-Instruktion, Holocaustleugnung und kulturellem Selbstbetrug.

Meine These war, dass ignorierte Geschichte zu wiederholter Geschichte führt, und dass die ignorierten immensen von Menschen gemachten Hungerskatastrophen in Bengalen, vor allem die bengalische Hungersnot von 1769-79 (10 Mill. Tote) und die von 1942-45 (4 Millionen tote Bengalen und 6-7 Mill. Inder in Bengalen und den angrenzenden Provinzen) das Risiko der Wiederholung erhöht, insbesondere im 21. Jahrhundert durch menschengemachte globale Erwärmung, steigende Meeresspiegel, zunehmende Intensität tropischer Zyklone, Landüberschwemmung und Versalzung durch zunehmende Stürme.

Eine noch tödlichere Bedrohung nicht nur von Bengalen (Westbengalen und Bangladesch), sondern aller Entwicklungsländer ersteht jedoch durch die post-koloniale, von den USA geführte Hegemonie der Ersten Welt und die kaltschnäuzige Missachtung der Berechtigung aller Menschen auf dem Raumschiff Erde auf ein minimal anständiges Leben. In der ersten Ausgabe meines Buches „Jane Austen und das schwarze Loch der britischen Geschichte“ bezog ich mich auf die Tagebücher von General Wavell und zitierte (s. 141): „Am 15. Oktober 1943 in Kairo auf seinem Weg von Indien inspezierte Wavell indische Truppen und sprach mit Casey über Nahrung. Casey sagte, dass Australien eine schlechte Weizenernte gehabt habe, Kanada mal eben die Unterschüsse der USA und Englands liefern könne und dass die Argentinier ihren Überschuss von 2 Mill. Tonnen als Brennstoff in ihren Lokomotiven verbrannt haben wegen des Mangels an Kohle, bei der es weltweiten Mangel gäbe.“ Und ich merkte an: „Heute im Jahre 2008 verbrennen die Amerikaner und Europäer Biotreibstoff in ihren Autos, während Mitmenschen auf dem Raumschiff Erde unterernährt und von Hunger bedroht sind.“ Ende 2008 schossen Öl- und Nahrungspreise in die Höhe, es gab Hungerkrawalle in der ganzen Welt und nur die globale Finanzkrise (GFC) und das darauf folgende Sinken der Nahrungspreise verhinderte eine Katastrophe von bengalischem Ausmaß. Die Nahrungspreise sind jedoch wieder gestiegen und die Gefahr einer menschengemachten, durch Teuerung verursachte Hungersnot lauert wieder in einer Welt, in der Milliarden Menschen hungern und eine Milliarde unterernährt sind. Bei dem sich verschlimmernden Klima-Genozid werden Schätzungen zufolge 10 Mrd. Menschen, 2 Milliarden davon in Südasien, in diesem Jahrhundert sterben (siehe „Bio-Treibstoff Genozid" hier und „Klima-Genozid“ hier.)

Madhusree Mukerjees Buch beginnt mit einem Schlüssel-Zitat von Churchill, in dem dieser Massenmörder und rassistische Imperialist „aus erster Hand“ die drei Punkte berührt: Holocaust-Instruktion, Holocaust-Ignorierung und Holocaust-Leugnung. Churchill erwähnt in seinem 6-bändigen Werk „The Second World War“ (wofür er den Nobelpreis für Literatur erhielt) die bengalische Hungersnot überhaupt nicht (Holocaust-Ignorierung und Holocaust-Leugnung), in der er bewusst 6-7 Millionen Inder ermordete (Holocaust-Instruktion). Stattdessen liefert Churchill in seiner verlogenen Geschichte die folgende abstoßende Holocaust-Lüge: „Kein größerer Teil der Weltbevölkerung wurde so effektiv vor den Schrecken und Gefahren des Weltkrieges bewahrt wie die Völker von Hindustan. Sie wurden durch den Kampf auf den Schultern unserer kleinen Insel getragen.“ („The Second World War“, Bd. 4, S. 181, Cassell, London 1954; „Churchills Secret War“, Prolog: unser Titel für Indien: „Jane Austen and the Black Hole of British History“, Kap. 14, Die bengalische Hungersnot von 1943-45, S. 133)

Madhusree Mukerjee analysiert systematisch und sukzessiv den bengalischen Holocaust in einem Prolog, der sich mit Britisch-Indien befasst und den massiven, sich wiederholenden menschengemachten Hungersnöten, beginnend mit der von 1769 – 1770, in der 10 Millionen wegen der britischen Habgier starben. Nicht zitiert wird das Buch von Amaresh Misra „War of Civilizations: India AD 1857“, das 10 Millionen Tote als Vergeltung der Briten für die indische Rebellion von 1857 angibt. Während die schreckliche Geschichte des Hungers in Britisch-Indien umrissen wird, wird ihr Genozidaspekt heruntergespielt. Man kann also schätzen, dass 1.8 Mrd. Inder in den zwei Jahrhunderten britischer Herrschaft einen frühzeitigen Tod fanden. Während Mukerjee die britische ökonomische Ausbeutung Indiens deutlich macht, spielt sie die Wirklichkeit herunter, dass endemische Armut und Hunger in Indien es einer fernen Insel mit etlichen Millionen Einwohnern ermöglichte, hunderte Millionen von entmachteten indischen Untertanen mit Hilfe gut genährter Sepoys und anderer Kollaborateure zu beherrschen.

Ein wichtiger Beitrag von Mukerjees Buch ist der Bericht über die Anfänge der bengalischen Hungersnot von 1942 mit der brutalen Unterdrückung der Rebellion in Westbengalen begleitet von Massenmorden, massenhaften Einkerkerungen, Verbrennung von Häusern und Dörfern, Diebstahl von Nahrung und anderen Maßnahmen, die noch verschlimmert wurden durch eine große Sturmflut. Während die schlimmsten Hungerjahre in Bengalen 1943 und 1944 waren, datieren überlebende Bewohner von Südwestbengalen den Beginn des Hungers auf Ende 1942 dank der britischen Exzesse. Mukerjee liefert einen logischen Bericht von den Faktoren, die zu der riesigen Erhöhung des Reispreises führte (bis zum 6-fachen), die eigentliche Ursache in der Hungersnot, aber auch das Versiegen der Reisimporte aus dem von Japanern besetzten Burma; Hunderttausende, die aus den grenznahen Gebieten von Burma evakuiert wurden (mit sofortiger Vearmung als Folge und Bedarf an Reis), Beschlagnahme von Reisvorräten (Reisverweigerung um den Ruf der Japaner zu schädigen und als Strafe für die rebellischen Bengalen); örtliche Mängel (wegen des Hurrikans von 1942, Pilzseuchen und der britischen Unterdrückung der bengalischen Nationalisten); die Politik der Verweigerung von Booten (was offenbar beabsichtigte, eine japanische Invasion zu verzögern, die aber Millionen zum Tode verurteilte wegen Mangel an Fisch und Nahrungsmittelverteilung); Provinzautonomie über Nahrungsmittelreserven (eine tödliche divide and rule – Politik, übertüncht mit „teilweiser Demokratie“); Masseneinkerkerung von hunderttausenden von Free India-Anhängern (wodurch die politischen Reaktionen demokratischer Inder auf die bengalische Hungersnot minimiert wurden); verschiedene Ermunterungen für kapitalistisches Horten und Profitmacherei; Getreideexport aus Indien in Verbindung mit sehr stark verminderten Getreideimporten; Nicht-Ansprechbarkeit der Briten in Indien und London; Mangel an Schiffstransport im Indischen Ozean auf Anweisung von Churchill in Casablanca (besonders 1943); Schutz durch die Regierung für Ernährungssicherheit für Militär, Staatsbeamte und Arbeiter in der Waffenindustrie in Kalkutta (eine große Industriestadt, die im Kriege einen Boom hatte und Nahrungsmittel von dem hungernden, reisproduzierenden Hinterland abzog); Inflation (weil die Briten im Krieg in Indien eine riesige Finanzschuld auflaufen ließen, vor allem durch staatlichen Reisaufkauf).

Ein echter neuer Beitrag ist die Entlarvung der Schlüsselrolle in der Katastrophe des inkompetenten und rassistischen Churchill-Beraters Professor Lindemann (Lord Cherwell), der sich ständig Nahrungshilfen für das hungernde Indien widersetzte, während England Überschüsse anhäufte. Das Buch der Ärztin Mukerjee weist auch auf C. P. Snows klassisches Buch „Science and Government“ (Wissenschaft und Regierung) hin, das den Arzt Lindemann runtermacht wegen seiner erfolgreichen Förderung der Bombardierung deutscher Städte auf Kosten des Schutzes für alliierte Schiffstransporte, eine Politik, die zu massiven Verlusten in der Schlacht im Atlantik führte. Dies wiederum führte zu Churchills Halbierung des Schiffsraums für den Indischen Ozean 1943. Mukerjee, verurteilt zwar ganz richtig Lindemann wegen seiner Opposition gegen Nahrungshilfe für Indien, übersieht aber die wichtige Konsequenz von Lindemanns Bombardierung-Obsession, insbesondere die Kausalfolge von Abziehung alliierter Bomber vom Schiffsschutz zur Bombardierung deutscher Zivilisten > Verlust alliierten Schiffsraums > Mittelmeer-Strategie diktierte die Halbierung des alliierten Schiffsraum im Indischen Ozean > Nahrungsmittelpreise steigen in der Region des Indischen Ozean > Hunger in Indien. Dabei stellt C. B. A. Behrens in ihrem Buch „Merchant shipping and the demands of war“ (Handelsschifffahrt und die Bedürfnisse des Krieges), auf das sich Mukerjee bezieht, diese Verbindung her, indem sie schreibt, dass „die Nordafrika-Kampagne beinahe unausweichlich jedes Defizitgebiet in Indien zum Hunger verurteilte“, eine Ansicht, die der britische Historiker A. J. P. Taylor teilt.

Mukerjee macht deutlich, dass Churchills tödliche Unansprechbarkeit für den bengalischen Hunger seinem leidenschaftlichen anglozentristischen und imperialistischen und eingefleischten Rassismus zuzuschreiben ist, wie etwa „ich hasse Inder. Sie sind ein bestialisches Volk mit einer bestialischen Religion“ oder in Bezug auf Bengalen, dass „sie sich wie die Karnickel vermehren“. In einem Interview sagt Mukerjee fälschlicherweise: „Er [Churchill] ist oft kritisiert worden wegen der Bombardierung deutscher Städte, ist aber nie zuvor direkt verantwortlich gemacht worden für den Tod so vieler Menschen in der bengalischen Hungersnot“ (siehe Ben Sheppard „Book blames Churchill for Indian famine that killed millions“, The Age vom 8. September 2010 hier.)

In Wirklichkeit haben viele Leute Churchill beschuldigt seit der bengalischen Hungersnot. Inder und ein kleiner Teil menschlicher europäischer Schriftsteller haben Churchill seit der Zeit der Gräuel verantwortlich gemacht. Ich habe seit zwei Jahrzehnten geschrieben und Radiosendungen über Churchill's Verantwortung für die bengalische Hungersnot, was eine bissige Antwort vom Churchill-Zentrum hervorrief. Es ging um einen Artikel, den ich am 18. November 2008 für MWC News schrieb mit dem Titel „Media lying over Churchill's crimes“ (siehe hier.) : „Polya beginnt, alle Historiker, die nicht mit ihm übereinstimmen, als anglo-amerikanische und zionistische Propagandisten abzulehnen, selbst den offiziellen Biographen Sir Martin Gilberts – den wir um einen Kommentar baten, da es immer gut ist, den Angeklagten zu fragen. 'Churchill war nicht für die bengalische Hungersnot verantwortlich', antwortete Sir Martin. 'Ich habe jahrelang nach Beweisen gesucht: es gibt keine. Der Dokumentenband über 1944 des offiziellen Biographen [Hillsdale College Press] wird diese Frage endgültig lösen' (siehe The Editors Finest Hour „Bengali Famine“ hier.)

Der erschütterndste Teil des Buches behandelt die persönlichen Berichte der Opfer. Man kann nicht verstehen was der Hungerstod von 4 Millionen Bengalen oder 6-7 Millionen Indern als Ganzes bedeutet. Der sexuelle Missbrauch von Hungeropfern, entweder durch die Ausbeuter in Kalkutta (etwa 30 000 Opfer) oder im Arbeitsdienst des britischen Militärs (die das Äquivalent zu den 'Trostfrauen' sind, die von den Japanern massenweise ausgenutzt wurden) ist besonders schrecklich. Diese Teile allein von Madhusree Mukerjees Buch sollten es für alle Menschen zur Pflichtlektüre machen. Wir sind verpflichtet anderen von den großen Verbrechen an der Menschheit zu berichten – wir können nicht einfach auf die andere Straßenseite gehen.

Aus einer leidenschaftslosen wissenschaftlichen Sicht, umfasst eine vernünftige Risikohandhabung der Reihe nach folgende Aufgaben: a) Fakten sammeln, b) wissenschaftliche Analyse und c) sachkundige Änderung des Systems, um Risiken zu minimieren. Mukerjees Buch ist sehr bedeutsam, weil es einen detaillierten und dokumentierten Bericht über den bengalischen Holocaust liefert, in dem Churchill bewusst Millionen Inder verhungern ließ trotz der Bitten von Bengalen, Indern und anständigen Briten (besonders General Wavell, Vizekönig von Indien). Dennoch haben tausende Bücher über Indien, den 2. Weltkrieg und britische Geschichte nicht einmal den bengalischen Holocaust erwähnt, eine der schlimmsten Gräuel der Menschheitsgeschichte. Wir haben oben die Leugnung des bedeutenden pro-zionistischen Historikers Sir Martin Gilbert gesehen. Es gibt keine Erwähnung des bengalischen Holocaust in „A History of Britain“ (BBC 2002) des pro-Zionisten Simon Schama oder in Michael Woods „The Story of India“ (BBC2007). Nur in der BBC Sendung von 2008, ein Programm mit dem Titel „Bengalischer Hunger“, an dem ich mitwirkte, der Nobelpreisträger für Ökonomie Professor Amartya Sen und andere Wissenschaftler als Teil einer Serie mit dem Titel „Dinge, die wir vergaßen zu erinnern“ (siehe hier.) Colin Mason verurteilt Generationen von britischen Historikern und Schriftstellern, weil sie die bengalische Hungersnot aus der Geschichte gelöscht haben und argumentiert, die Beweise würden nahelegen, dass sie das Ergebnis einer bewussten „Politik der verbrannten Erde“ von Churchill im Krieg gegen Japan war.

Artikel 2 des UN-Übereinkommens über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes definiert Genozid als „Akte, die absichtlich begangen werden, um zu zerstören, insgesamt oder teilweise, nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppen“. In Mukerjees Buch fehlen allerdings direkte Eingeständnisse von Churchill, in denen er tatsächlich den bengalischen Holocaust erwähnt. Ich habe eine solche Erklärung von Churchill in einem Brief vom April 1944 an Roosevelt gefunden (auf den Mukerjees Buch hindeutet), in dem er sagt: „Ich bin sehr besorgt über die Nahrungsmittellage in Indien und ihre mögliche Auswirkung auf unsere gemeinsamen Operationen. Vergangenes Jahr hatten wir eine schwere Hungersnot in Bengalen, wodurch mindestens 700 000 Leute starben … Indem ich militärische Transporte reduzierte und durch andere Mittel war ich in der Lage, 350 000 Tonnen Weizen aus Australien nach Indien in den ersten Monaten von 1944 zu verschiffen. Dies ist der kürzeste Weg. Ich sehe nicht, wie wir mehr tun können. Ich habe sehr gezögert, den großen Beitrag, den sie für uns leisten, noch zu vermehren, indem Sie uns Schiffe geben, aber eine befriedigende Lösung in Indien ist von grundlegender Bedeutung für den Erfolg unserer gemeinsamen Pläne gegen die Japaner, dass ich gezwungen bin, Sie zu bitten, einen Sondereinsatz von Schiffen für den Transport von australischem Weizen nach Indien zu erwägen, ohne den Beistand zu verringern, den Sie uns jetzt geben, der ein absolutes Minimum darstellt, wenn die Effizienz des Krieges aufrechterhalten werden soll. Wir haben den Weizen in Australien, aber keine Schiffe. Ich habe mich eine Zeit lang der Forderung des Vizekönigs widersetzt, dass ich Sie um Hilfe bitte, aber ich glaube, dass ich durch die jüngste Weizenmissernte und im Lichte der Vorstellungen von Mountbatten kein Recht habe, Sie nicht um Hilfe zu bitten“ (s. „Jane Austen and the Black Hole of British History“, Kap. 15, S. 157-158).

Im Interesse der Wahrheit und einer vernünftigen Risikohandhabung sollte es einen posthumen Kriegsverbrecherprozess gegen Churchill am Internationalen Gerichtshof oder, besser noch (weil der ICC bekanntermaßen eine den USA verpflichtete Organisation für Holocaust- und Genozidignorierung ist) durch ein Gremium von maßgeblichen Juristen und Wissenschaftlern mit einwandfreien wissenschaftlichen und menschlichen Referenzen geben.

Letzten Endes, was 1942-45 wirklich 6-7 Millionen Inder tötete, war das Lügen durch Unterlassung und Instruktionen – und dieselbe anti-wissenschaftliche Perversion ist dabei, mehrere Billionen Südostasiaten in diesem Jahrhundert zu töten durch die Untätigkeit in der Klimafrage. Der erste Lord Monckton arbeitete im 2. Weltkrieg mit britischer Propaganda und Information und erhielt 1957 seine Adelswürde, teilweise wegen seiner Loyalität gegenüber dem Massenmörder Churchill und wegen der Beseitigung der bengalischen Hungersnot aus der öffentlichen Wahrnehmung. 60 Jahre später reist sein unwissenschaftlicher Enkel, der dritte Lord Monckton, um die Welt, um einem gutgläubigen Publikum zu erzählen, dass es keinen menschengemachten Klimawandel gibt, indem er den überwältigenden wissenschaftlichen Konsens verneint. Man suche die ganze Seite des australischen ABC (das australische Äquivalent vom BBC) nach „Lord Monckton“ und man findet 169 Einträge im Gegensatz zu einem EINZIGEN für „Madhusree Mukerjee“, und das nur wegen eines Kommentars von mir zu einem ABC-Programm über Churchill: „Winston Churchill hat nachweislich 1942 zu Leo Amery, dem britischen Kabinettsminister für Indien, gesagt: 'Ich hasse Inder. Sie sind ein bestialisches Volk mit einer bestialischen Religion'. Churchill ist verantwortlich für den bengalischen Holocaust, die menschengemachte Hungersnot von 1942-45, bei der 6-7 Millionen Inder bewusst aus strategischen Gründen in Bengalen, Bihar, Assam und Orissa dem Hungertod ausgesetzt wurden. Die schockierenden Details des bengalischen Holocausts und des Löschens aus der britischen Geschichte durch Holocaust-Ignorierung und Holocaust-leugnende Herausgeber, Journalisten, Lehrer und Politiker siehe Gideon Polys „Der bengalische Hunger“, Ockhams Razor, ABC Radio National (1999); Gideon Polya „Jane Austen and the Black Hole of British History. Colonial Rapacity, holocaust denial and the crisis in biological sustainability“ (1998, 2008); Colin Mason „A Short History of Asia. Stone Age to 2000 AD“ (2000); Dr. Gideon Polya, Nobelpreisträger für Ökonomie Professor Amartya Sen et al „Bengal Famine“, BBC (2008); Madhusree Mukerjee „Churchill's Secret War. The British Empire and the ravaging of India during World War II“ (2010).“

2011 führt England immer noch Kriege gegen Moslem-Länder der Dritten Welt, in Irak (4.6 Millionen Tote im Zusammenhang mit dem Krieg von 1990-2011), Afghanistan (5 Millionen Tote im Zusammenhang mit dem Krieg 2001 – 2011) und jetzt Libyen, das zurück in die Steinzeit gebombt wird. Gier, Rassismus und Imperialismus beiseite, so liegt der Schlüssel für Englands Massenmord an den Bengalen (überwiegend Moslems) im 2. Weltkrieg und für seine fortlaufenden Gräuel in persönlicher Selbsttäuschung und durch Propaganda unterstützte Täuschung der Öffentlichkeit. Madhusree Mukerjee entdeckte dieses tiefe Bekenntnis des Massenmörders und Holocaust-Leugners Churchill: 'Ich habe daher ziemlich früh im Leben ein System angenommen, zu glauben was immer ich glauben wollte.' Ich empfehle sehr Madhusree Mukerjees Buch „Churchill's Secret War“. Ignorierte Geschichte führt zu wiederholter Geschichte.

www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=5117

 

 

 


VON: MADHUSREE MUKERJEE ÜBERSETZT VON EINAR SCHLERETH






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