Herbstprogramm der ME-Stiftung

11.09.17
KulturKultur, News 

 

Samstag, 23.09., 10:00–17.30 Uhr (Einlass 9.30 Uhr), Stuttgart, Clara-Zetkin-Haus, Gorch-Fock-Str. 26

Die Volksrepublik China auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Im letzten Jahr hatten wir in Stuttgart eine Tagung zur Politik der neuformierten BRICS-Staatengruppe. Die widersprüchliche Diskussion zeigte ein eklatantes Defizit an Informationen über die Politik der VR China. Diesem Bedürfnis kommen wir nach mit Informationen aus erster Hand von Su Ping, Politikwissenschaftlerin an der Botschaft in Berlin, Prof. Eike Kopf aus Beijing und Prof. Edgar Müller, ergänzt von politökonomischen Analysen.

Es referieren:

> Su Ping: „China in der multipolaren Welt“

> Prof. Eike Kopf: „Der 5-Jahr-Plan, Etappe auf dem Weg zum Sozialismus chinesischer Prägung“

> Prof. Edgar Müller (Deutsch-Chinesische Freundschaftsgesellschaft Saar): „Die Seidenstraßen-Initiative“

> Sebastian Carlens (Redakteur „Junge Welt“): „Zum Verhältnis BRD – VR China“

> Georges Hallermayer (Historiker): „Aktuelle Sumpfblüten antikommunistischer, antichinesischer Propaganda“

 

Kostenbeitrag 12 Euro/ermäßigt 8 Euro (inkl. Mittagsimbiss).

Aus Planungsgründen bitten wir um Voranmeldung unter marx-engels-stiftung@t-online.de.

 

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Samstag, 14.10., 11–17 Uhr, Berlin-Lichtenberg, Begegnungsstätte „Undine“, Hagenstr. 57

Ist die antifaschistische Volksfrontpolitik gescheitert?

Tagung in Kooperation mit dem Marxistischen Arbeitskreis zur Geschichte der Arbeiterbewegung bei der Partei Die Linke

An Referaten stehen bisher fest:

> Prof. Dr. Heinz Karl (Berlin): Wie entstand die Volksfront und welche Ergebnisse hatte sie?

> Hermann Kopp (Düsseldorf): Hat uns die Volksfrontpolitik heute noch etwas zu sagen?

Eintritt frei. Voranmeldung nicht erforderlich.

 

Sonntag, 05.11.,·11–14 Uhr München, Seidl-Villa, Nikolaiplatz 1B

Oskar Maria Graf und seine Münchner Freunde

Eine Matinee zu Ehren des großen antifaschistischen Schriftstellers (22.07.1894 Berg - 28.06.1967 New York).

In Zusammenarbeit mit der Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft. Unterstützt vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Während er das „offizielle“ München „geradezu schon hasste“, mühte Oskar Maria Graf sich unmittelbar nach 1945 um die Kontakte zu den Olschewkis, zu Lina Haag und anderen Opfern der ‚Bewegung‘, die von München ausging. Was war das für ein Dichter, der in München begann, hier große Geschichte erlebte und beschrieb, und ohne Gegenliebe blieb? Seine Asche holte man 1968 auf den Prominentenfriedhof und heuer, 50 Jahre nach seinem Tod, feiert man ihn als Hausheiligen im noblen Literaturhaus.

Die Beiträge:
> Dr. Ulrich Dittmann, langjähriger Vorsitzender der OMG-Gesellschaft, wird Graf anhand seines zum Teil unveröffentlichten Briefwechsels mit einer Reihe von Persönlichkeiten vorstellen.

> Karl-Heinz Hummel („Gelati“) liest aus diesem Briefwechsel und aus Werken Grafs.

> Josef Brustmann, der auch Gedichte Grafs vertont hat, ergänzt unser Programm musikalisch.

> Schließlich zeigen wir den Dokumentarfilm „Oskar Maria Graf – Dahoam in Amerika“

Eintritt frei. Voranmeldung nicht erforderlich.

 

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Samstag, 11.11., 11–16 Uhr, Marx-Engels-Zentrum, Gathe 55, Wuppertal

ZEUS 

Seminar mit Dr. Wolf-Dieter Gudopp (Frankfurt/M.)

Wir wussten’s ja: Wolf-Dieter („Gottlieb“) Gudopp kommt von den alten Griechen nicht los! Aber wer einmal an einem seiner Seminare teilnehmen konnte – dem über Solon von Athen 2014, dem über die Vorsokratiker, die er so nicht nennen möchte („Von Thales zu Heraklit“) 2015, wird das kaum bedauern: Gibt es doch nichts Vernüglicheres, als mit ihm, dem in der Wolle gefärbten marxistischen Philosophen, deren Spuren nachzugehen. Ein Vergnügen, das mit reichem Erkenntisgewinn verbunden ist. Auch für das Heute. Versprochen!

Gudopp schrieb uns dazu:

Vergessen wir, was wir aus der Sagenwelt über Zeus den Frauenhelden gehört haben, dessen Eskapaden einen James Bond alt aussehen lassen. Wer und wie ist Zeus wirklich? Sein Name ist mit dem lateinischen Wort dies/Tag identisch: Der Gott des hellen Tags sieht und überblickt alles. Geht es bei den Menschen zu, wie es sich gehört, nämlich vernünftig und rechtens?

Die ältesten Dichter Griechenlands haben es gewusst. Das sind nicht allein Homer, dessen Epen ein lebendiges Zeus-Bild und ein sich wandelndes Rechtsverständnis vermitteln, oder Hesiod mit dem konstruierenden Lehrgedicht ‚Theogonie‘ über die Generationenfolge der Götter. Lyriker wie Archilochos oder Solon vertrauen auf Zeus, den Supervisor des Rechts, und auf seine Tochter Dike/Recht.

Lyrik und Philosophie können hier ohne Bruch ineinander übergehen; denn unbeschadet seines Vater-Titels ist Zeus kein Schöpfer-Gott. In der Dimension der unermesslichen Zeit verbürgt seine Macht die Erhaltung der Ordnung, des Kosmos oder des Gesetzes. Im Ambiente dieser Tradition dachte Xenophanes aus Kolophon, einer der ersten Philosophen, die Abstraktion des vernünftigen Gottes.

Zeus bildlich darzustellen ist zwar erlaubt, aber nur im Symbol möglich. Ihn als Zeus in seiner Wirklichkeit anschaulich zu konzipieren, ist nur einem gelungen: dem Bildhauer Phidias in der Zeit der Perikleischen Klassik – mit seinem Zeus in Olympia; das Meisterwerk kennt man allerdings nur indirekt aus antiker Beschreibung. Dass auch er kein plastisches Bild des Zeus schaffen könne, hat der Künstler selbstverständlich gewusst, und doch hat er es getan. Wie ist ihm das Unmögliche gelungen? Was ist der Preis seiner Leistung, was der Verlust im Gewinn?

Kostenbeitrag 5 Euro / ermäßigt 3 Euro. Da wir einen Mittagsimbiss bereitstellen wollen, bitten wir um Voranmeldung unter Tel. 0211-6802028 (H. Kopp) oder per eMail marx-engels-stiftung@t-online.de.

 

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Samstag, 18.11., 13.00-17.30 Uhr, Marx-Engels-Zentrum, Gathe 55, Wuppertal

Materialistische Philosophie und Wissenschaft im antiken Indien

Seminar mit Eva Niemeyer (Essen)

Die Referentin stellt die Entwicklung der indischen Ideengeschichte in ihren Ursprüngen und Zusammenhängen vor. Sie stellt dabei die orthodoxe Klassifizierung in Frage und betrachtet und reinterpretiert Veda und Vedanta sowie den Buddhismus in seinen unterschiedlichen Strömungen aus dialektisch-materialistischer Perspektive. Dabei stützt sie sich vor allem auf die Schriften des indischen Philosophen Debiprasad Chattopadhyaya.

Eintritt frei. Voranmeldung nicht erforderlich.

 

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Samstag, 09.12., 11–16 Uhr, Berlin, MEZ, Spielhagenstr. 13

Die Oktoberrevolution und ihre Folgen

Seminar in Kooperation mit dem Marx-Engels-Zentrum Berlin

> Dr. Gert Meyer (Marburg), Politikwissenschaftler und Historiker: Das russische Revolutionsjahr

> Beate Landefeld (Essen), Literaturwissenschaftlerin und Publizistin: Die Zukunft der Revolution

> Andreas Wehr (Berlin), Jurist und Autor: Was die Revolutionäre wollten und was sie erreichten

Kostenbeitrag: 5 Euro. Anmeldung erbeten unter: info@mez-berlin.de.
Weitere Informationen: www.mez-berlin.de

 

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Wir unterstützen zwei weitere Veranstaltungen zur Oktoberrevolution, an deren Planung wir nicht beteiligt waren, an denen aber Mitglieder unserer Stiftung beteiligt sind:

Samstag, 30.09., 10.30–17 Uhr, Rathaus Pankow, Ratssaal, Breite Straße 24 A – 26, Berlin

100 Jahre Oktoberrevolution - 100 Jahre Dekret über den Frieden

Wissenschaftliche Konferenz des Deutschen Freidenker Verbands

> Bruno Mahlow, Berlin: Die Oktoberrevolution – Aufbruch in gesellschaftliches Neuland

> Prof. Dr. Helga Hörz, Berlin: Frauen als Gestalterinnen der Geschichte – Oktoberrevolution und ihre Folgen

> Michael Kubi, Wiesbaden: Stalin, Repressionen, Sowjetdemokratie: UdSSR – eine Kriminalgeschichte?

> Andreas Wehr, Berlin Über Fernwirkungen der Oktoberrevolution

> Dr. Marianne Linke, Stralsund Sowjetunion – konsequente Friedenspolitik seit dem Dekret über den Frieden

> Rainer Rupp, Saarburg Immer wieder ostwärts: Die Konfrontationspolitik der NATO

> Prof. Dr. Anton Latzo, Michendorf: Alternative Russlands zur Expansion der EU in Osteuropa

 

Kostenbeitrag inkl. Mittagsimbiss 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Anmeldung nicht erforderlich.

 

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Samstag, 21.10., 13.00–19.00 Uhr (Einlass ab 11.30 Uhr) Konferenz, 19.30–22.00 Uhr Konzert

„Babylon“, Rosa-Luxemburg-Str 30, Berlin

REVOLUTION HAT ZUKUNFT! 1917-2017 |100 Jahre Roter Oktober

Veranstalter: DKP, Rotfuchs und SDAJ

An der Konferenz und der mit dieser verbundenen Podiumsdiskussion sind u.a. beteiligt: Achim Bigus, Ellen Brombacher, Dietmar Dath, Götz Diekmann, Wolfgang Dockhorn, Florian Hainrich, Stefan Huth, Patrik Köbele, Bruno Mahlow, Gina Pietsch, Erich Schaffner, Ellen Schernikau und Carolus Wimmer.

Beim abendlichen Konzert treten auf: Free Willy sowie Esther Bejarano & Microphone Mafia.

 

Vollständiges Programm unter www.unsere-zeit.de (Es zu ist zu ausführlich, um es hier wiedergeben zu können).

Eintritt 10 Euro. Vorverkauf (dringend empfohlen!) unter www.uzshop.de.

 

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Natürlich geht unsere Arbeit im nächsten Jahr weiter. Zwei Termine stehen bereits fest:

 

Am Samstag, 27. Januar, findet in Wuppertal, ab 10.30 Uhr, unsere Jahresmitgliederversammlung statt. Wir verbinden sie diesmal, aus Anlass des bevorstehenden 200. Geburtstags von Karl Marx, mit einem, wie wir hoffen, besonders attraktiven Nachmittagsprogramm: Den Festvortrag hält Georg Fülberth, Marburg. Anschließend bringt das Weber-Herzog-Musiktheater, Berlin, sein brandneues Stück „Frau Kapital und Dr. Marx“. Noch ist es ein „work in progress“ – wir dürfen gespannt sein!

 

Und am Samstag, 17. März, wird Stefan Siegert – den viele von uns vor allem als großartigen Zeichner kennen gelernt haben, der aber ein ebenso begabter Musikkenner und -publizist ist - bei einer Nachmittagsveranstaltung in Düsseldorf in das Werk von Beethoven einführen (dessen 250. Geburtstag sich 2020 jährt). Auch darauf darf man sich schon freuen!

 

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Schließlich der Hinweis auf eine neue Rubrik unserer Website: Seit kurzem haben Mitglieder der Marx-Engels-Stiftung die Möglichkeit, sich sowie ihre wissenschaftlichen, kulturellen und politischen Aktivitäten vorzustellen. Zwanzig unserer derzeit ca. 170 Mitglieder haben dies bereits getan. Wir hoffen, dass bald weitere hinzukommen!

 

 

Mit besten Marx-Engels-Grüßen.

Hermann Kopp

 

PS: Keine Interesse an unseren Informationen? Kurze Mitteilung genügt. Übrigens: Bei den letzten beiden Rundbriefen gab es einiges Durcheinander mit unserer eMail-Adressen-Datei. Es könnte deshalb sein, dass Sie einen Rundbrief erhalten, obwohl Sie ihn abbestellt hatten. Wir bitten dafür um Entschuldigung und darum, die Abbestellung zu wiederholen.

 

 

Marx-Engels-Stiftung e.V. Gathe 55, 42107 Wuppertal marx-engels-stiftung@t-online.de www.marx-engels-stiftungde







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