Neuerscheinungen Hobby und Freizeit

15.04.22
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Roger Gloor: Amerikanische Autos 1945-1990, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2022, ISBN: 9783613043657, 79,00 EURO (D)

Dieses Buch schildert sämtliche von 1945 bis 1990 in den USA sowie in Kanada hergestellten PKW. Die kanadischen Autowerke waren grenzüberschreitend in die US-Automobilindustrie integriert. Sie umfasste in diesem Zeitrahmen mindestens 220 Automarken darunter auch Kleinfabrikate, Spezialkarosserien und Projekte.

In den Buch finden sich Übersichten auf die zahlreichen Hersteller einschließlich genauer Informationen über die jährlich vorgenommenen Modelländerungen.

Das Buch basiert auf fünf Büchern von Roger Gloor: „Alle Autos der 50er Jahre“, „Alle Autos der 60er Jahre“, „Alle Autos der 70er Jahre“, „Alle Autos der 80er Jahre“ und „Vergessene Autos – 300 untergegangene Marken“.

Die Texte wurden überarbeitet und aktualisiert, seit 2005 gesammelte Zusatzinformationen und Ergänzungen eingearbeitet. Die aufgeführten Schwarz-Weiß- Fotos amerikanischer PKW wurden durch neues Archivmaterial ersetzt. Der Verlag hat die technischen Daten sämtlicher Modelle in einer vereinfachenden Tabellendarstellung eingefügt.

Zu Beginn gibt es eine längere Abhandlung über Amerikas Automobilindustrie 1945- 1990. Der Automobilindustrie kam in der Wirtschaft des Landes eine tragende Rolle zu. Nirgendwo sonst hatte die Motorisierung gleiche Bedeutung erreicht wie in Nordamerika.

In einer Tabelle werden danach die Neuerungen geordnet nach Jahren und der einzelnen Marken präsentiert. Am Anfang der Abschnitte gibt es manchmal markenübergreifende Entwicklungen. Danach folgt ein kleines Glossar von Fachbegriffen und ein Abkürzungsverzeichnis sowie eine Tabelle mit der PKW-Produktion der USA. Anschließend werden einige führende Köpfe der US-Automobilindustrie mit Bild und Lebensdaten gezeigt.

Danach folgt die Darstellung der Marken und ihrer Fahrzeuge, die in drei Abschnitte unterteilt werden.

Zuerst werden Amerikas große und kleine PKW-Marken von American Motos bis Zimmer präsentiert. Weiter geht es mit „Halbamerikanern“, Sonderfälle und Projekte von Arnolt bis Towne Shopper. Zum Abschluss werden 140 Kleinfabrikate und Spezialkarosseriers kurz erläutert.

Innerhalb der Abschnitte sind die Marken alphabetisch sortiert. Sie beginnen mit der Entstehung, der Markengeschichte und den einzelnen Modellen, die fett markiert sind. Am Ende gibt es eine Übersichtstabelle mit technischen Daten (Zylinder, PS, Umdrehungen pro Minute, Gänge, Spitzengeschwindigkeit, Radstand/Länge, Erscheinungsjahr und Besonderheiten).

Das Buch konzentriert sich nicht nur auf die großen, bekannten Marken, sondern stellt auch viele vergessene Marken und Kleinfabrikate her. Obwohl dieses Buch eine aktualisierte Zusammenstellung aus früheren Werken ist, ist die Detailfülle und die Fleißarbeit des Autors hervorzuheben.

Dies ist eine sehr umfangreiche Fundgrube für Leute, die sich für die Automobilgeschichte der USA interessieren.

 

Buch 2

Dennis Adler: Ferrari. Leidenschaft und Emotionen seit 1947, Motorbuch, Stuttgart 2022, ISBN: 978-3-613-04438-8, 49,90 EURO (D)

Anlässlich des 75. Geburtstags der Kult-Marke aus Maranello lässt Dennis Adler in diesem Buch die einzigartige Historie von Ferrari noch einmal Revue passieren. Im Mittelpunkt stehen die richtungsweisenden Straßenfahrzeuge beginnend beim 125 S aus dem Pionierjahr 1947 bis hin zu den neuesten Modellen, die den Ruhm von Ferrari auch im wandelnden Umfeld in die Zukunft tragen wollen.

Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit der Anfangszeit.

Die Ursprünge des Unternehmens gehen zurück auf das Rennteam Scuderia Ferrari , das von 1929 bis 1938 unter der Leitung von Enzo Ferrari unter anderem als Werksteam von Alfa Romeo sehr erfolgreich Autorennen fuhr, ohne selbst Fahrzeuge zu bauen. Schon zu diesen Zeiten wurde das heute noch benutzte Logo verwendet: ein sich aufbäumendes Pferd.

1940 wurde die Scuderia in „Auto Avio Costruzioni Ferrari“ umbenannt und zog 1943 nach Maranello um, wo sie bis heute ihren Hauptsitz hat. Die Fabrik wurde 1944 durch einen Bombenangriff zerstört und 1946 wieder aufgebaut.

Der erste „echte“ Ferrari war der 1947 gebaute Ferrari 125 C Sport mit einem 1,5-Liter-V12-Motor. Ferrari baute damals in erster Linie Rennwagen für Sportwagenrennen. Außerdem wird die oft schwierige Liaison zwischen Enzo Ferrari und Luigi Chinetti beschrieben.

Danach werden die Straßenfahrzeuge der 1950er Jahre behandelt. Dort werden Modelle wie der 410 Superamerica, der 250 MM, der Superfast, der 250 TR Testa Rossa, der 250 GT SWB Berlinetta, der 250 GTO oder der 500 Mondial vorgestellt.

Danach werden die verschiedenen Dino-Modelle als Hommage an Enzo Ferraris verstorbenen Sohn behandelt. Die Ferraris der 1960er- und 70ger-Jahre folgen danach. Dies sind unter anderem der LBW Spyder California oder der 250GT SWB.

Der nordamerikanische Markt wurde zu einem der wichtigsten der Marke. Dazu wurden viele mit Blick auf die amerikanischen Käufer bebaut. Dies ist Gegenstand des nächsten Kapitels. Es werden der GTB Competenzione, , der 275 GTB, der NART Spyder oder der 500 Superfast gezeigt.

Anschließend geht es um die 1970er Jahre, wo neue Wege gegangen wurden. Die Berlinetta-Karosserie als Gestaltungsstil wurde als Tradition durch ein neues Design ersetzt. Neben dem Daytona steht auch der 365 California Spyder im Mittelpunkt. Die Straßenfahrzeuge der 1980er und 1990er Jahre werden dann präsentiert. Darunter der 512BB, der 400i, der Testarossa, der F40, der F355 und F50.

Den Abschluss bildet Ferrari im 21. Jahrhundert. Schwerpunkte snd der 360 Modena, der Ferrari Enzo, der 458 Spyder, der 488 GTB, das erste limitierte Modell der Marke, der LaFerrari, und Sondermodelle, die auf einem aktuellen Chassis und modernem Antriebsstrang basieren, aber in ihrem Design an die Monza-Modelle der 1950er Jahre erinnerten.

Als Nachwort wird ein Blick in die Zukunft geworfen. Durch die starken Investitionen in neue Technologien wie die Elektrifizierung sollte Ferrari auch in der Lage sein, auch künftig seine Stellung zu halten.

Das Werk zeigt ausführlich die Entstehung der Marke, lässt die 75-jährige Geschichte der italienischen Marke lebendig werden die besonderen Autos aus dem Hause Ferrari. Es werden emotionale Fotos von Rennautos und Straßenwagen aus 75 Jahren Ferrari-Geschichte präsentiert. Die Produktionsstätten werden nicht extra geschildert, was etwas schade ist. Die Aufnahmen sind von Feinheit und Brillanz, die noch besser in einem größeren Buchformat zur Geltung hätten kommen können.


Buch 3

Daniel Krasa: Österreich, Know how Verlag, Bielefeld 2022, ISBN: 978-3-831-73520-4, 26,90 EURO (D)

Der Reiseführer beginnt mit einem Kartenverzeichnis, einem Steckbrief des Landes, Hinweise zur Benutzung, einen Überblick der Regionen, drei Reiserouten mit dem PKW von zwei bis drei Wochen zu verschiedenen Urlaubsschwerpunkten, Feste und Feiern im Jahresverlauf, jeweils fünf besondere Erlebnisse, zauberhafte Regionen, erholsame Seen und einzigartige Orte.

In einzelnen Kapiteln werden danach Regionen des Landes vorgestellt. Angefangen von Wien über Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, die Steiermark bis hin zum Burgenland.

Jedes Kapitel beginnt mit einer Einführung in die jeweilige Region verbunden mit einer Übersichtskarte. Ausgewählte Highlights werden empfohlen und in einer Infobox die kulinarischen Speisen einer Region vorgestellt. Exkurse beleuchten die Hintergründe bestimmter Ereignisse und geben Informationen zu berühmten Persönlichkeiten und bestimmten Themen. Außerdem gibt es zu jeder Destination Unterkunfts- und Restaurantempfehlungen für jeden Geschmack und Geldbeutel.

Danach folgen praktische Reisetipps von A bis Z, darunter auch Ziele mit Kindern, Wandern, Klima und Reisezeit oder Wintersport. Auch ein längeres Kapitel mit dem Schwerpunkt Sport und Aktivitäten wie Rafting, Kanu, Baden oder Gleitschirmfliegen geeignet für Aktivurlauber.

Ein Kapitel über Land und Leute bietet Informationen zu Geografie, Flora und Fauna, Umwelt- und Naturschutz, Geschichte, Politik, Staat, Wirtschaft, Medien, Tourismus, Bevölkerung, Sprache, Religion, Traditionen und Bräuche und Kunst und Kultur.

Im Anhang gibt es Literaturtipps, ein kleiner Sprachführer, ein Register und Informationen zum Autor.

Dies ist ein ausführlicher Reiseführer für Individualtouristen, die einen Überblick für einen längeren Urlaub benötigen. Da es sehr viel in der Alpenrepublik zu sehen und zu erleben gibt, kann nicht alles ausführlich berücksichtigt werden. Für spezielle Urlaube wie Wandern, Ski oder einzelne Regionen empfehlen sich gesonderte Reiseführer. Das Wichtigste aber ist hier zusammengefasst angereichert mit stimmungsvollen Bildern.


Buch 4

Dirk-Michael Conradt mit Kommentaren von Walter Röhrl: Porsche Turbo. Die Ära der Turbo-Elfer, Motorbuch, Stuttgart 2022, ISBN: 978-3-613-04403-6, 39,90 EURO (D)

Mit dem 911 Turbo 3.0 stellte Porsche Mitte der 70er-Jahre den ersten Seriensportwagen Deutschlands mit Turbolader-Technik vor. Diese ausführliche Turbo-Chronik von Dirk-Michael Conradt ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von Daten, Fakten und technischen Beschreibungen bis zum Modelljahr 2022: Es ist die Geschichte einer Legende, umfassend dokumentiert und detailliert aufgezeichnet unter Mithilfe von Technikern und Entwicklern. Die Rallye-Legende und Turbo-Entwicklungshelfer Walter Röhrl plaudert aus dem Nähkästchen und kommentiert die einzelnen Typen.

Im ersten Kapitel geht es um die Vorgeschichte. Dort werden die Vorgeschichte des Turbo-Systems, die Reifeprüfungen im Motorsport und die einzelnen Stationen der Vorgeschichte des Porsche 911 Turbo.

Vor der Einführung war die Nutzung der Abgasenergie fast ausschließlich den Autos im Rennsport vorenthalten, um höhere Geschwindigkeiten zu erzielen. Doch als der deutsche Konkurrent BMW im Jahr 1973 den BMW 2002 turbo präsentierte und damit den Abgasturbolader in ein Serienfahrzeug einbaute, zog Porsche schnell nach und sicherte sich die Bauweise für den Sportwagen-Bereich. Mit der Turboaufladung hatte der Hersteller Anfang der 1970er Jahre bereits große Erfolge im Rennsport eingefahren und konnte diese Erfahrung für die Entwicklung des Porsche 911 Turbo nutzen. 1974 stellte die Automarke ihre Neuentwicklung als Porsche 930 auf dem Pariser Automobil-Salon vor.

Danach werden die einzelnen Modelle in eigenen Kapiteln näher vorgestellt. Geordnet nach Turbo-Jahrgang werden auch Sondermodelle präsentiert. Zu Beginn gibt es ein großformatiges Bild des Modell, außerdem werden die Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell aufgeführt und es gibt einen Kommentar von Walter Röhrl zu dem Modell. Auf den folgenden Seiten wird dies in einem Text weiter konkretisiert. Es gibt zu jedem Modell Bildern der Fahrzeuge aus verschiedenen Perspektiven, Werbeaufnahmen und auf der Straße, Entwurfsskizzen, Plakaten, Explosionszeichnungen und Konstruktionsentwürfen und Sekundärquellen.

Im Anhang findet man die technischen Daten für jedes Modell: Motorfamilien-Bezeichnung, Basis-Motordaten, Motor-Konstruktion, Elektrik, Kraftübertragung, Fahrwerk, Bremsanlage, Räder/Reifen, Maße und Gewichte, Fahrleistung und Verbrauch sowie Leistungskurven. Danach folgen noch Tabellen mit der Turbo-Produktion in Zahlen und ein Quellenverzeichnis.

Dieses Buch ist extra für Porsche-Liebhaber gemacht und zeigt aussagekräftigen und beeindruckenden Aufnahmen auf der Straße, Rennstrecke und verschiedenen Umgebungen der einzelnen Modelle, vor allem aber auch detaillierte Entwurfsskizzen und Bilder mit Details in das Innenleben. Die technischen Daten und Weiterentwicklungen werden detailliert je nach Modell aufgelistet, eine akribische Zusammenstellung in einer übersichtlichen Form.

Neben Eigenwerbung ist das Buch auch ein Kapitel deutscher Automobilgeschichte im oberen Preissegment. Für die Informationsfülle und die Aufmachung hat das Buch einen vergleichsweise niedrigen Preis.

 

Buch 5

Eberhard Kittler/Joachim Koch: Die grossen Volkswagen. Typ 3- Typ 4- Karamann-Ghia, Motorbuch Verlag. Stuttgart 2022, ISBN: 978-3-613-04440-1, 34,90 EURO (D)

Die Baureihen Typ 3 und Typ 4 von Volkswagen waren lange verkannt, haben aber heute eine wachsende Zahl von Fans. Mithilfe von ihnen haben die beiden Autoren ein umfassendes Gesamtporträt der beiden „Großen Volkswagen“ gezeichnet und präsentieren Geschichte, Technik, Einzelstücke und Sondermodelle. Dazu werden viele bislang unveröffentlichte Aufnahmen gezeigt.

Schon Mitte der 1950er Jahre gab es Rufe nach einem Käfer-Nachfolger. Vor allem die Kritik an der mangelnden Familientauglichkeit wegen der Enge im Innenraum wurde lauter. Die Suche danach wird in den ersten Kapiteln beleuchtet.

Ein Mittelklasse-Wagen sollte her, der mehr Platz und Fahrkomfort versprach. Der VW Typ 3 sollte dies erfüllen. Er war in Aufbau, Fahrgestell und Motor zwar eine Neukonstruktion, basierte jedoch auf dem Käfer-Konzept. Er war „keine Revolution“ (S. 31) Zum Typ 3 gibt es einzelne Unterkapitel zu Interieur, Fahrwerk, Motor, dem Variant, dem VW 1500 S, dem VW 1500 A, andere wie Corrida Sport Cabriolet und noch diverse PKW-Neuaufbauten auf Basis des Typ 3. Schwerpunkte sind außerdem der Typ 3 im Motorsport, der 1600 TL, VW 1600 Limousine und Variant und der neue längere 1600er aus dem Jahre 1970.

Weiter geht es mit dem VW Karmann Ghia Typ 34. Der Karmann Ghia 1500, Kennzeichen S, der Karmann Ghia 1600 L, Cabriolets, Coupés und Einzelstücke sowie der nie gebaute 1600 TC sind dort Schwerpunkte. Die Großen Volkswagen aus Brasilien wie der Brasilia oder der Karmann Ghia TC 145 kommen dann zur Sprache.

Anschließend wird der Typ 4 präsentiert, der gegen Opel und Ford im Segment der Mittelklasse antreten sollte. Wegbereiter dafür war der EA 142. Schwerpunkte sind der 411 mit Exterieur und Interieur sowie Fahrwerk, Vergaser- und Einspritzmotor, Schaltgetriebe und Automatik, die Kombiversion ab 1969, der VW 412, Einsatzwagen für Feuerwehr und Polizei, nicht realisierte Weiterentwicklungen, Einzelstücke wie das 411 Cabrio, der Silberpfeil von Günter Artz oder der 412 Pick-Up und Typ 4-Modelle, die im Rennsport eingesetzt wurden wie bei der Rallye Monte Carlo. Ein Epilog erläutert noch die Zeit nach dem Typ 4.

Im Anhang findet man jeweils den Typ 3, den Typ 34 und den Typ 4 in Zahlen. Dort werden Fertigung, Export, Farben und Technik im Fließtext und Tabellen vorgestellt.

Dies ist eines der wenigen Werke zu den Baureihen 3 und 4 von VW. Es stellt Zusammenhänge her, stellt die Reihen und die einzelnen Marken ausführlich vor und hat viele Illustrationen dazu. Interviews mit Verantwortlichen von VW hätten dazugenommen werden können, die Unterschiede zu den Konkurrenzmarken und ein wenig mehr Automobilgeschichte ebenso.

Insgesamt ist es ein solides Werk, eine Mischung von Text, Bildband und technischen Details.


Buch 6

Gisela Tubes: Spiele im Wald. Über 100 abwechslungsreiche Erlebnis- und Bewegungsideen für Grund- und Vorschulkinder, 3. Auflage, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2021, ISBN: 978-3-494-01871-3, 19,95 EURO (D)

Natürliche Lernumgebungen wie der Wald und die Natur erlangen in Zeiten von Digitalisierung, Technisierung und Bewegungsarmut eine immer größere Bedeutung. Hier können mit entsprechend fundiertem Hintergrundwissen ganzheitliche Bildungsprozesse angestoßen werden.

In diesem Praxisbuch steht der Wald als Lernort für kleinere Kinder im Mittelpunkt. Es werden 108 Spiele vorgestellt, die Kindern im Grund- und Vorschulalter zu allen Jahreszeiten Naturerlebnisse der unterschiedlichsten Art vermitteln sollen. Das Buch ist vor allem für Spielleiter von Kindergruppen konzipiert. Dies können Verantwortliche im Kindergarten, Grundschullehrer, Naturschutzgruppen, Vereine, Eltern oder Familienangehörige sein. Es will aber auch für Aktivitäten mit Kindern weiterführender Schulen Anregungen bieten.

In der Einleitung werden Ziele des Buches, pädagogische Wirkung und der Aufbau der Spiele vorgestellt. Was vor und während der Durchführung von Spielen im Wald zu beachten ist, wird ebenfalls veranschaulicht.

Die Spiele sind in verschiedene Schwerpunkte unterteilt: Lebensraum Wald; Pflanzen des Waldes, Pilze und Flechten; Tiere des Waldes; Mensch und Wald.

Die Spiele sind dazu geeignet, das Thema Wald in seiner Gesamtheit in einer Projektwoche oder einer mehrtägigen Ferienfreizeit zu behandeln, aber auch für Tagestouren oder längere Wanderungen. Die Auswahl wurde so vorgenommen, dass sie mit wenig Vorbereitung und Aufwand eingesetzt werden können.

Kurze Texte liefern den Spielleitern Informationen zum Thema. Dabei können diese altersgerecht umformuliert werden. Die klein gedruckten Abschnitte liefern weitergehende Informationen zu den Spielen oder gehen auf weitere interessante Aspekte des jeweiligen Themas ein. Viele Abbildungen unterstützen das Verständnis der Themen und veranschaulichen die Spielideen.

Es gibt eine einheitliche Gliederung nach Ziel/Schwerpunkt, Einzel-, Paar-, Gruppenspiel, Jahreszeit, Alter, Material, Naturmaterial, Geländeanspruch und Verweis auf weitere Spiele. Dazu gibt es ein Piktogrammverzeichnis.

Hinter den Spielen gibt es noch ein Literaturverzeichnis und ein Spieleregister. Eine Tabelle gibt eine Übersicht über alle Spiele, die den einzelnen Themen zugeordnet sind. Die Tauglichkeit einzelner Spiele als Thema für eine Waldwanderung ist hier ebenfalls ersichtlich. Die Autorin wird außerdem vorgestellt.

Der natürliche Drang die Welt zu entdecken, eigene Erfahrungen zu machen und das Interesse an scheinbar banalen Dingen, Handlungen und Gegenständen sind die Weiterentwicklung des Kindes und sein Bezug zu der natürlichen Umwelt werden in diesem Buch in den Mittelpunkt gerückt. Es wird Wert darauf gelegt, dass Kinder mit allen Sinneseindrücken möglichst selbständig ihre natürliche Umwelt entdecken.

Das Buch bietet mehr als bloße Spiele im Wald, auch andere Lernfelder wie Bewegung, Sinneswahrnehmung und Ökologie werden besetzt. Der Lebensraum Wald und seine Funktionen betreffenden Lernprozesse wird gut in den Spielideen ersichtlich. Die Spiele benötigen wenig Materialien oder solche, die am Lernort selbst zu finden sind, sind kindgerecht konzipiert, leicht umsetzbar und bieten verschiedene Abenteuererlebnisse mit integrierten Lerneffekten. Im Anhang hätten Links zu Wald- oder Naturpädagogik für Kinder noch ergänzt werden können.












<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz