Neuerscheinungen Sachbuch

10.07.22
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Sven Heinemann: Die Berliner Ringbahn. Die Geschichte der legendären Eisenbahnstrecke 1871 bis heute, 3. Auflage, GeraMond, München 2022, ISBN: 978-3-96453-300-5, 49,99 EURO (D)

Sven Heinemann, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Eisenbahnfan, legt das Standardwerk zur 150 Jahre alten Ringbahn in Berlin vor. Der Bildband mit Hintergrundtexten geht tief in die Geschichte der Strecke ein und beschreibt nicht nur den aktuellen Zustand, sondern auch, wie es dazu gekommen ist. Auch die eingesetzten Fahrzeuge werden vorgestellt.

Die Ringbahn wurde in den 1860er Jahren als Neubaustrecke zwischen den Berliner Kopfbahnhöfen und verschiedener militärischer Standorte geplant. Sie sollte die alte Bahnhöfe-Verbindungsbahn ablösen, deren Gleise damals auf den Straßen Berlins verliefen und das Verkehrswachstum in der Stadt nicht mehr bewältigen konnten. Die Berliner Ringbahn hatte seit Beginn ihres Bestehens bis heute eine spezielle Verkehrsfunktion. Als Bahn ohne Anfang und Ende hat sie kein festes Ziel, sondern nimmt eine Verteilerfunktion ein. Der Bau begann 1867, fertiggestellt wurde die Ringbahn im Jahr 1877.

Der erste Abschnitt der Ringbahn ging 1871 in Betrieb. Die Strecke begann im Norden am Bahnhof Moabit und führte im Uhrzeigersinn östlich um Berlin über Gesundbrunnen, Rixdorf und Tempelhof nach Schöneberg. Das Personenverkehrsangebot wurde erst durch den vollständigen Bau der Berliner Stadtbahn 1882 und des strategisch wichtigen Bahnhofs Stralau-Rummelsburg ausgebaut. Der Aufschwung Berlins und die Zunahme der Bevölkerungszahl führte zu einem planmäßigen Ausbau, die unmittelbare Nähe zu Haltestellen sorgte für Wachstumsimpulse.

Die historischen Ereignisse verschonten auch nicht die Ringbahn und deren Strecken. Infolge der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte die Südringspitzkehre ab 1944 nicht mehr befahren werden. Von da an bis 1961 fuhren die S-Bahn-Züge über die schon bestehende unmittelbare Gleisverbindung zwischen den Bahnhöfen Papestraße und Schöneberg als Vollring-Züge. Die Teilung der Stadt und der Mauerbau führte zu Unterbrechungen des Ringverkehrs. Die als Provisorien gedachten neuen Streckenverläufe wurden erst nach der Wende wieder obsolet.

Nach der Wende wurde der westliche Teil der Ringbahn in mehreren Etappen wieder in Betrieb genommen. 2002 wurde der S-Bahn-Ring mit der Inbetriebnahme der Verbindung von Wedding nach Westhafen wieder geschlossen.

Heute ist sie eine Verkehrsdrehscheibe und sorgt sie für Verbindungs- und Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahn, Bus und Straßenbahn. Heute gibt es auf den S-Bahn-Gleisen täglich mehr als 1.000 Fahrten, die Hunderttausende Fahrgäste befördern. Die gesamte Fahrtstrecke dauert etwas mehr als 1 Stunde.

Ein sehr informatives und gut recherchiertes Buch über die Ringbahn. Das Buch ist inhaltlich mit sehr interessanten Fakten, Geschichte und Geschichten aus allen Epochen der Ringbahn gefüllt. Es wurden sehr viele, bisher unveröffentlichte Bilder abgedruckt. Trotz vieler Detailpläne fehlen aber Übersichtspläne, der Ringbahn zu den verschiedenen Zeitabschnitten.

Nach Grußworten und einem Vorwort wird der Hauptteil durch eine kleine Geschichte der Ringbahn eingeleitet.

Danach werden alle Bahnanlagen und Bahnhöfe in einzelnen Kapiteln vorgestellt. Dabei gibt es auch Exkurse und Hintergrundbeiträge wie zum Beispiel an den ehemaligen Militärrampen Güterbahnhof Moabit, von dort ca. 30.000 Juden von Moabit aus in KZs transportiert wurden und wo heute Gedenkorte stehen. Oder Anschlüsse an die Ringbahn wie der des Pharmaunternehmen Schering oder eine Bahnverladevorrichtung für Kohle am Bahnhof Wedding.

Ein eigenes Kapitel über die Ringbahn im Blick der Stasi, wo der Geheimdienst seit Ende der 1950er Jahre Fotodokumentationen zu den 19 Ringbahnhöfen in West-Berlin anlegte. Zu sehen sind diverse Fotostrecken oder Spitzelberichte als abgedruckter Auszug aus den Stasi-Archiven.

Es folgt ein kurzes Ringbahn ABC. Zum Abschluss werden die noch existierenden Eisenbahnvereine auf der Ringbahn mit Adressen kurz vorgestellt.

Im Anhang gibt es noch ein Literaturverzeichnis.

In dem Band nehmen Bilder einen größeren Raum ein als die textliche Darstellung der Geschichte der Ringbahn und der einzelnen Bahnanlagen und Bahnhöfe.

Es sind zahlreiche Bilder aus verschiedenen Epochen (auch von unterschiedlicher Qualität) zu sehen, die fundierte Einsichten erlauben. Das Buch zeigt auch ein Stück Stadtgeschichte und die Auswirkungen der Teilung Berlins für den Alltag der Menschen.

Das einzige Manko ist, dass die Vorgeschichte, die schon in den 1840er Jahren beginnt, etwas kurz beschrieben ist. Sonst ist wohl der umfangreichste Bildband mit erläuterndem Text, der gegenwärtig existiert.


Buch 2

Noam Chomsky/Mary Waterstone: Konsequenzen des Kapitalismus. Der lange Weg von der Unzufriedenheit zum Widerstand, Westend, Frankfurt/Main 2022, ISBN: 978-3-86489-355-1, 30 EURO (D)

Noam Chomsky und Mary Waterstone zeigen in diesem Buch die oft unsichtbaren Verbindungen der strukturellen Macht auf und wie der Kapitalismus sich von den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen entfernt hat. Sie sehen aber in den gegenwärtigen Krisen die große Chance, den kapitalistischen Strukturen etwas entgegenzusetzen.

Das Buch besteht im Wesentlichen aus Vorträgen von Chomsky und Waterstone zu verschiedenen Themen.

Es taucht aber auch in die Geschichte der politischen Ideen ein: David Hume und Adam Smith mit ihren Hauptwerken werden dabei Kerngedanken aus dem Kapital von Marx gegenübergestellt. Dasselbe passiert auch mit den ökonomischen Theorien des Neoliberalismus und den heutigen Weiterentwicklungen.

Es liefert eine Analyse der modernen kapitalistisch geführten Welt, auch der unmittelbaren Gegenwart. Die Pandemie war ein besonders starkes Beispiel für Marktversagen. Effizienzanreize förderten Krankenhäuser dazu, Personal und Bettkapazität zu schaffen, die in normalen Zeiten nicht belegt waren. Krankenhäuser hatten keinen gewinnorientierten Anreiz, zusätzliche Intensivkapazitäten und andere Ressourcen für Notfälle wie das Coronavirus zu schaffen.

Die Konsequenzen des Kapitalismus werden aber auch in anderen Oberthemen wie soziale Ungleichheit, Militarismus, Kolonialismus, Imperialismus und der drohenden ökologischen Katastrophe sichtbar.

An vielen Stellen werden die Machenschaften der Macht in all ihren Formen deutlich, um in ihrem Kern die hemmungslose Gier und Gewinnstreben für einige wenige auf Kosten von Gesundheit, Würde und Leben für viele zu offenbaren.

Die Beiträge zu diesen Themen sind gut recherchiert und regen zum kritischen Nachdenken an. Sie fordern aber gleichzeitig dazu auf, den verheerenden Auswirkungen des Kapitalismus Widerstand entgegenzubringen und die Vision einer gerechteren, demokratischeren und friedlicheren Welt zu verfolgen.

Dies ist eines der besseren und anschaulicheren Bücher über Kapitalismuskritik. Es richtet sich gegen das Primat der Marktlogik, der Profitmaximierung die wachsende soziale Ungleichheit und eines neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells. Auch wenn einige Punkte und Analysen kritikwürdig sind und einige Punkte fehlen oder nur am Rande vorkommen. Das Buch hat aber den Vorteil, dass Kapitalismuskritik endlich mal zu Ende gedacht wird und nur seine Überwindung zu einem menschlicheren Leben führen kann.

 

Buch 3

Matthew B. Crawford: Philosophie des Fahrens. Warum wir gerne am Steuer sitzen und was das mit Freiheit zu tun hat, Ullstein, Berlin 2022, ISBN: 978-3-550-05054-1, 26,99 EURO (D)

Der Philosoph Matthew B. Crawford unternimmt in diesem Buch den Versuch die Freude am Autofahren und Motorradfahren philosophisch und psychologisch zu ergründen. Dabei geht es insbesondere um seine Kritik am Autonomen Fahren.

Er argumentiert, dass das Fahren eines der letzten Bereiche des Lebens sei, wo Individualität aktiv ausgelebt werden könnte. Dort könne außerdem Geschicklichkeit, der Drang nach Erkundung und das tiefe Gefühl der Freiheit bewiesen werden. Er sieht sogar das Fahren als Kommunikationsanreger zwischen Menschen und als Bestandteil und Stärkung einer demokratischen Gesellschaft.

Als Idealbild sieht er den erfahrenen Fahrer, der die Straße als Spaßzone zur Ausleben seiner Persönlichkeit ansieht und frei von Eingriffen von Sicherheitsregeln und Gängelung von anderen Verkehrsteilnehmern ist. Fahren sei Vergnügen, Nervenkitzel und der Rausch der Geschwindigkeit.

Das Autonome Fahren führt seiner Meinung nach zu unmündigen Fahrern, Überwachung und einem Verlust von Freiheit.

An seinen Ausführungen gibt es eine Menge Kritikpunkte:

Seine Begründungen, warum Menschen Kraftfahrzeuge fahren, wandern oft ab in Richtungen, wo der Bezug zur Realität und dem Alltag von Menschen fehlt.

Als Philosoph müsste der Autor eigentlich wissen, dass das Wort Freiheit inflationär gebraucht wird und dass es tausende und mehr verschiedene Bedeutungen gibt. Die Freiheit, die hier beschrieben wird, ist die Freiheit des Autors, von der er auf andere schließt.

Seine Kritik am Autonomen Fahren berücksichtigt nicht die Faktoren, die dafür gesorgt haben, warum das Autonome Fahren überhaupt als Notwendigkeit und Ausweg für eine Reihe von immer wiederkehrenden Problemen in Mode kam.

Nämlich die gar nicht so kleine Art von Fahrern, die sich durch ihre schnellen Marken überlegen fühlen, rücksichtslos rasen und ihre Fähigkeiten besser beurteilen als sie eigentlich sind. Neben Drogen am Steuer die häufigste Ursache für Unfälle mit Toten. Niemand kann sicher sein, ob sich unter den anderen Verkehrsteilnehmern nicht um solche handelt. Dies sind unter anderem Gründe, die dafür gesorgt haben, dass das Autonome Fahren als Sicherheitsversprechen gilt.

Objektiv und alle Perspektiven ansprechend ist das Buch sicher nicht, es dürfte aber für eine Menge Gesprächsstoff sorgen.

 

Buch 4

Sarah Uhlmann: Reproduktionskämpfe in der Stadt. Eine vergleichende Fallstudie urbaner sozialer Bewegungen in New York City, Buenos Aires und Hamburg, Westfälisches Dampfboot, Münster 2022, ISBN: 978-3-896-91074-5, 40 EURO (D)

Dies ist die leicht überarbeitete Dissertation von Sahra Uhlmann, die an der Humboldt-Universität eingereicht wurde. In den letzten Jahren haben weltweit in zahlreichen Städten Proteste gegen schlechte Wohnbedingungen, teure Mieten, Zwangsräumungen und Verdrängung stattgefunden. Doch welche Gemeinsamkeiten weisen diese Proteste auf und um welche Form sozialer Kämpfe handelt es sich dabei? Um diese Fragen zu beantworten, vergleicht Sarah Uhlmann unter Rückgriff auf Theorien der sozialen Bewegungsforschung, der politischen Ökonomie und der Stadt- und Raumsoziologie die urbanen sozialen Bewegungen in New York City, Buenos Aires und Hamburg.

Sie will damit die Leerstelle füllen, die eine bewegungssoziologische Forschung zu den urbanen sozialen Bewegungen ins Zentrum rückt und diese zugleich zu den makrostrukturellen Entwicklungen ins Verhältnis setzt. Die Städte sollen vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Entwicklung untersucht werden. Methodisch und konzeptuell wird eine qualitative und vergleichende Fallstudie urbaner sozialer Bewegungen benutzt. Neben der Auswertung von sozialräumlich statistischer Daten werden knapp 50 Interviews mit Aktivisten und durch die Inhaltsanalyse und Auswertung von Flugblättern.

Der Hauptteil der Arbeit stellt in Einzelfallstudien zu New York City, Buenos Aires und Hamburg die Dynamik der jeweiligen Stadtentwicklung und der Proteste vor Ort dar. Zum einen wird aufgezeigt, wie die Stadtentwicklung von allgemeinen strukturellen Tendenzen in der Ökonomie abhängig ist, welche konkreten Restrukturierungs- und Aufwertungsprozesse in den jeweiligen Städten erfolgt sind und wie sich die aktuellen Mietverhältnisse und Preise vor Ort gestalten. Zum anderen wird dargestellt, auf welche Problemlagen und krisenhafte Zustände die urbanen Bewegungen reagieren, wie jene von ihnen analysiert werden, welche Forderungen sie erheben und welche Form des Protests sie wählen.

Danach folgt ein Vergleich, wo die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Stadtentwicklung und der urbanen Bewegungen in den drei Städten analysiert werden. Aus dem Vergleich schließt anschließend eine Verortung der städtischen Proteste in den gesellschaftlichen Gesamtkonzept und eine Klassifizierung der urbanen sozialen Bewegungen an.

Folgende Thesen werden aufgestellt:

Es handelt sich bei urbanen sozialen Bewegungen um strukturell mit dem Kapitalismus verknüpfte Akteure, die trotz aller Heterogenität gewisse Inhalte und Praktiken teilen. Die urbanen sozialen Bewegungen werden als „erweiterte Klassenkämpfe in der Sphäre der sozialen Reproduktion“ verstanden. (S. 20) Dabei gibt es eine gewisse Vergleichbarkeit und ein Verhältnis zu Arbeitskämpfen.

Ausgehend von geteilten Lebenserfahrungen, Problemen und Bedürfnissen und auf eine lokale Identität zurückgreifend, erheben die sozialen Bewegungen sozialpolitische Forderungen nach besseren Lebensbedingungen in der Stadt, wodurch fragmentierte soziale Realitäten und Identitäten eine gewisse Kollektivierung erfahren können.

Hier zeigt sich, dass die Sphäre der sozialen Reproduktion sowie die mit ihr verbundenen Räume auch Orte des sozialen Wandels sein können.

Uhlmann prognostiziert, dass die sozialen Konflikte in der Stadt weiter zunehmen und sich zuspitzen werden.

Das Buch zeigt, dass ein Vergleich von diesen Städten aus verschiedenen Kontinenten gar nicht so abwegig ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Beziehungen von ökonomischen Verhältnissen und sozialen Ungleichheiten werden deutlich und so einer tiefgreifende Analyse möglich. Die Orientierung an der New Urban Sociology und ihrer Ansätze erweist sich als produktiv.

Der Vorteil der Untersuchung ist zudem, dass es eine gute Mischung zwischen theoretischen Hintergrundwissen und Interviews mit Akteuren gibt, wo Primär- und Sekundärquellen miteinander verschmelzen.

 

Buch 5

Markus Vogt: Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen, 2. Auflage, Herder, Freiburg 2022, ISBN: 978-3-451-39110-1, 48 EURO (D)

Zur Bewältigung der ökologischen Herausforderungen bedarf es eines neuen Bundes zwischen Mensch und Erde. Wegweisungen hierfür wurden in den Sustainable Development Goals der UNO und in der Enzyklika Laudato si‘ formuliert. Darauf aufbauend legt der Autor eine systematische umweltethische Reflexion vor, die sich mit den vielfältigen Spannungen zwischen den normativen Ansprüchen von Klima- und Umweltschutz und den Bedingungen gesellschaftlicher Transformation auseinandersetzt.

In 22 Kapiteln werden die maßgeblichen sozialethischen Theoriemodelle, die ökotheologische Tiefendimension und die praktischen Handlungsfelder ausgelotet.

Diese sind in vier Teilbereiche gegliedert. Im ersten Teil werden methodische, empirische und gesellschaftstheoretische Grundlagen erörtert. Er wird eingeleitet mit einem Blick von außen, der mit einer Situationsdiagnose endet. Dies wird in dem Begriff Anthropozän zusammengefasst: des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist.

Es folgt eine gesellschaftstheoretische Beobachtung der Umweltdebatte, der mit einer problematisierten Sichtweise auf Fortschritt und Wachstum begleitet wird.

Im zweiten Teil werden theologische und kirchenamtlichen Zugänge zur Umweltethik behandelt und diese in vier Kategorien unterteilt. Dies sind im Einzelnen die Schöpfungstheologie in ethischer Perspektive, die Stellungnahmen der katholischen Lehrämter, der Enzyklika Laudato Si und die verschiedenen Perspektiven der Ökotheologie, interreligiöse Initiativen oder der Weltrat der Kirchen.

Der dritte Teil wird eingeleitet durch Übergänge von normativen Situationsbeschreibungen zu moralischen Positionen. Danach werden philosophische Begründungstypen der Umweltethik, Ressourcengerechtigkeit, intergenerationelle Verantwortung und einer Theologie der Zeit, Resilienz als Resonanzboden für die Umweltetehik, Tierethik und Nachhaltigkeit als Basis für einen neuen Gesellschaftsvertrag.

Im vierten Teil werden ausgewählte Handlungsfelder wie die Sustinaible Developement Goals, Energiewende, Bioökonomie, grüne Gentechnik, Umweltethik und Bevölkerungsentwicklung, Konsumethik und Konsequenzen für das Verhältnis von Ethik und Bildung.

Es wird ein ausführlicher Überblick darüber gegeben, was die christliche Umweltethik dazu beitragen kann, nachhaltigen Denken und Handeln zu entwickeln oder zu vertiefen. Das Werk folgt dem Ansinnen, nicht in letzte Tiefe in den einzelnen Themen zu gehen, sondern eine fundierte und klare Übersicht zu den einzelnen Themen zu liefern, die dann durch die ausführlichen Literaturhinweise vom Leser bei konkreten Interesse durch eigenständige Weiterarbeit intensiv vertieft werden können.

Im Bereich der Bildung oder besser Vermittlung eines Bewusstsein für Ökologie wird jedoch eines nicht ganz deutlich: Wie wird christliche Umweltethik in konfessionellen Schulen, in christlicher Erwachsenen- und Weiterbildung oder Kindergärten in christlicher Trägerschaft konkret umgesetzt?







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