Opfer von Menschenhandel europaweit schützen

18.10.19
InternationalesInternationales, Politik, News 

 

Anlässlich des Europäischen Tages gegen Menschenhandel verweisen Cornelia Möhring, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, und Michel Brandt, Obmann der Fraktion im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, auf die unhaltbare Situation in den griechischen Lagern, den sogenannten Hotspots. Anfang September besuchten die beiden Abgeordneten das überfüllte Lager auf der griechischen Insel Lesbos.

Cornelia Möhring:

„Betroffene von Menschenhandel brauchen unsere Hilfe und Unterstützung, sei es in den Lagern in Griechenland oder hierzulande. Eine Rückführung von Betroffenen aus Deutschland zurück in die Eintrittsländer im Sinne des Dublin-Verfahrens bedeutet häufig faktisch eine Rückführung in die Zwangsprostitution oder andere ausbeuterische Arbeitsverhältnisse. Anstatt diese Menschen zu schützen, setzen wir sie erneuter Gewalt aus. Daher fordern wir vom BAMF den Schutz von Betroffenen statt restriktive Entscheidungen zur Rückführung.“

Michel Brandt:

„Geflüchtete, die in überfüllten Lagern ausharren müssen, sind ein leichtes Ziel für Menschenhandel. Bei meinen Besuchen griechischer Geflüchtetenlager Anfang September 2019 wurde wieder einmal deutlich, dass auch hier schutzsuchende Menschen Opfer von gewaltsamer Ausbeutung und Zwang werden. Das ist nicht hinnehmbar.

In der EU muss Menschenhandel endlich konsequent verhindert werden. Kein Geflüchteter darf dem Menschenhandel ausgeliefert werden. Ausgerechnet Deutschland ist aber EU-weit ein Schlusslicht bei der Bekämpfung des Menschenhandels, wie der Europarat unlängst bestätigte. Die Bundesregierung muss endlich eine wirksame Strategie gegen Menschenhandel umsetzen.“







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