Der US-Imperialismus gegen den Rest der kapitalistischen Welt


Bildmontage: HF

03.03.18
InternationalesInternationales, Debatte, TopNews 

 

Von Reinhold Schramm

»Folgen der Strafzölle: Die USA gegen den Rest der Welt. Donald Trump verhängt Strafzölle auf Aluminium und Stahl - und selbst Parteifreunde sind erbost. Folgt nun ein Handelskrieg?«

Vgl. Spiegel-Online *

Kommentar

Heute, 02.03.2018, 84.

Die Vereinigten Staaten gegen den Rest der kapitalistischen Welt.

Bekanntlich führten wirtschaftliche, geopolitische und territoriale Interessen, seit Beginn der historischen Gentil- und Klassengesellschaft, so auch noch heute, zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Eroberungskriegen. Alle drei Urgründe stehen dabei in einer engen macht- und herrschaftspolitischen Verbindung. Dabei bleibt das alles verbindende sozioökonomische Interesse, der Stammes-, Kasten- und Klassengesellschaft, bis heute, der tiefere Hintergrund.

Die wirtschaftliche und politische Führung der Vereinigten Staaten ist sich ihrer militärischen Überlegenheit über den Rest der Welt vollkommen bewusst. So aber auch damit, dass ein militärischer Konflikt nicht nur zur eigenen Selbstvernichtung, sondern auch zur nuklearen Vernichtung des möglichen geopolitischen und wirtschaftlichen Gegners, einschließlich Europas, führen würde. Im Wissen um diese (ungeschminkte) Wahrheit setzt die wirtschaftliche, militärische und politische Führung der Vereinigten Staaten, so nicht nur der zeitweilige irrationale politische Administrator Trump, auf die stets drohende Gefahr und Abschreckung ökonomischer Gegenspieler. In Kenntnis, dieser allgemeinen Bewusstseinslage, setzt die nordamerikanische Administration auf die materielle Erpressung ihrer ökonomischen und militärstrategischen Gegenspieler, so insbesondere gegen die VR China und gegen die Russische Föderation. Letztlich richtet sich aber auch das nordamerikanische Kapitalinteresse gegen den militärischen NATO-Bündnispartner und wirtschaftlichen Gegenspieler, gegen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Das einst gemeinsame, geopolitische und gesellschaftspolitische Kapitalinteresse, vormals zur strategischen und geopolitischen Niederringung und erfolgreichen Beseitigung einer gesellschaftspolitischen Alternative, hat mit der weltweiten Existenz der kapitalistischen Gesellschaftsformation, ihr abschließendes Ende gefunden.

Die kapitalistischen Gesellschaftsordnungen, es gibt weltweit nichts anderes mehr, führen heute nur noch ihren Existenz- und ökonomischen Verteilungskampf unter sich selbst aus. Dabei verstärkt sich zugleich das ökologische und nukleare Risiko, einer unbegrenzten Selbstvernichtung. Auch aller sozioökonomischen Schichten und Klassen, weltweit. So im materiellen und sozialen Konkurrenzkampf des Weltkapitalismus.

 

* Vgl. Spiegel-Online am 02.03.2018:  Folgen der Strafzölle. Die USA gegen den Rest der Welt. Donald Trump verhängt Strafzölle auf Aluminium und Stahl - und selbst Parteifreunde sind erbost. Folgt nun ein Handelskrieg? Und was bedeutet das für die Verbraucher? Der Überblick. Von David Böcking

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-und-die-strafzoelle-was-sind-die-gruende-und-folgen-a-1196213.html

 

02.03.2018, Reinhold Schramm







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