Neue SÜDWIND-Studie erschienen: „BRICS als neue Akteure der Entwicklungspolitik“

05.06.14
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Von Südwind

Siegburg, 05. Juni 2014: Brasilien, Russland, China, Indien und Südafrika (BRICS) haben eine zunehmende Bedeutung in der Weltwirtschaft erlangt. Mit einer Fläche von mehr als 27 % der weltweiten Landmasse und mehr als 3 Mrd. Menschen werden die BRICS ihre Wirtschaftsleistung in den nächsten Jahren deutlich erhöhen können. Damit steigt auch ihre Bedeutung als Akteur in der internationalen Politik. Die heute erschienene SÜDWIND-Studie „BRICS als neue Akteure der Entwicklungspolitik“ geht davon aus, dass eine zukünftige Entwicklungsagenda von der Bereitschaft der BRICS abhängen, globale Verantwortung zu übernehmen.

Die neuen internationalen Machtverhältnisse durch die Stärkung der BRICS stellen die Instrumente der traditionellen Entwicklungszusammenarbeit von OECD-Ländern in Frage. Sie werden durch die Süd-Süd-Kooperation, d.h. die Zusammenarbeit zwischen Schwellen- und Entwicklungsländern teilweise ersetzt. Der Autor der Studie, Dr. Pedro Morazán fordert eine Auseinandersetzung mit dieser neuen Form der Entwicklungszusammenarbeit. Welche Potenziale bietet die Zusammenarbeit für eine Verbesserung der Entwicklungszusammenarbeit weltweit? Und welche Bedeutung hat sie für eine neue entwicklungspolitische Agenda nach den Millenniumsentwicklungszielen, die 2015 auslaufen?

„Die Rolle der BRICS in den Debatten um eine Post-2015-Agenda ist keinesfalls eindeutig. Einerseits können von ihnen entscheidende Impulse für ambitionierte und klare Ziele kommen, aber andererseits können Blockaden von Seiten der BRICS besonders ins Gewicht fallen“ so Morazán. „Die Impulse zu einer Transformation der gegenwärtigen Produktions- und Konsummuster müssen von den Industrie- und Schwellenländern gleichermaßen ausgehen.“

Bislang lagen die Positionen der OECD-Länder und der BRICS in entscheidenden Fragen der globalen Politik selten beieinander. Die fehlende Bereitschaft, Kompromisse auszuhandeln, hat sich insbesondere im Rio+20 Prozess und den Klimaverhandlungen offenbart. Von daher stellt sich die Frage, wie unter diesen Voraussetzungen eine universelle Post-2015-Agenda mit verbindlichen Zielen für alle UN-Mitglieder formuliert werden kann.

 

Die Studie, die von Engagement Global im Auftrag des BMZ und von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen finanziert wurde, kann über info@suedwind-institut.de bestellt werden und steht ab sofort hier zum Download bereit.







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