Gefahr für Kosova - „Bewegung für islamische Einheit“ wird Partei


Lëvizja Islame Bashkohu

12.02.13
InternationalesInternationales, Kultur, TopNews 

 

von Max Brym 

Die Religion ist eine zu akzeptierende Privatan- gelegenheit jedes einzelnen Menschen. Es darf keinerlei Behinderung in der Religionsausübung geben.
Die gestern bekanntgegebene Umwandlung der „Bewegung für islamische Einheit“ in eine poli- tische Partei stellt jedoch eine enorme Gefahr für Kosova dar.

Die “Lëvizja Islame Bashkohu”, ist nichts weiter als ein neuer Versuch, die einfachen Menschen zu spalten. Den „Islamisten“ geht es nicht um soziale Rechte und Selbst- bestimmung. Im Gegenteil, sie versuchen die soziale Not für religiösen Eifer auszu- nutzen. Viel Geld ist in den letzten Jahren aus bestimmten islamischen Ländern nach Kosova geflossen.

Statt den Kampf gegen die Privatisierung des Reichtums Kosovas zu führen versuchen diese Kräfte den beginnenden sozialen Protest in islamistische Wohlfahrtsküchen umzuleiten. Es gibt bei den Albanern drei starke Religionsgemeinschaften. Es gibt Katholiken, christlich Orthodoxe und Mohammedaner. Daneben gibt es noch Atheisten.

Vor fast zweihundert Jahren verkündete die beginnende albanische Nationalbewegung: „Die Religion der Albaner ist das Albanertum“. Damit wurde kein Chauvinismus begründet sondern nur der Tatsache Rechnung getragen, dass verschiedene imperiale Besatzer mit der Religion spielten, um die Konstituierung der albanischen Nation zu verhindern.

Bis heute wird den Menschen in Kosova das Selbstbestimmungsrecht verweigert. Es grassiert schreiendes soziales Unrecht in Kosova. Die Umwandlung der “Lëvizja Islame Bashkohu” in eine politische Partei wird daran nichts ändern. Das Ziel der Islamisten besteht darin die albanische Geschichte umzuschreiben, die „Liga von Prizren“ als laizistisch zu attackieren und jeden sozialen Protest zu negieren.

Die Salafisten in Ägypten scheren sich einen Dreck um die sozialen Rechte der Arbeiter. Sie negieren die Demokratie und wollen mittels der Scharia besonders Frauen unter- drücken. Deshalb gibt es Massenproteste in Ägypten gegen die Regierung Mursi.
In Kosova wollen die Islamisten die Tradition der religiösen Toleranz abschaffen. In der Realität geht es in Kosova aber um die Erkämpfung von sozialen und nationalen Rechten. Der Kampf dafür kann nur auf laizistischer Grundlage geführt werden.

Die einfachen Menschen dürfen nicht auf religiöser Basis gespalten werden. Jede Religion ist dabei nur eine zu respektierende Privatangelegenheit. Wer versucht Politik und Religion miteinander zu vermischen ist ein Feind der Arbeiter und der Mehrheit der Nation. Herr Ramiqi und seine Partei LISBA wirken objektiv zugunsten der alten und neuen Kolonialisten in Kosova.

http://kosova-aktuell.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2173:gefahr-fuer-kosova-bewegung-fuer-islamische-einheit-wird-partei&catid=13&Itemid=111

Quelle:

www.zeri.info/artikulli/1/1/67527/levizja-e-ramiqit-behet-parti-politike/















 


VON: MAX BRYM






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