Streiks erschüttern die (japanischen) Fabriken von Toyota und Honda in China.


Bildmontage: HF

26.06.10
InternationalesInternationales, Wirtschaft, TopNews 

 

Von Reinhold Schramm

Die (japanischen) Haupt-Fahrzeugfabriken von Toyota und Honda in Südchina mussten am Mittwoch die Produktion wegen Streiks bei Teilezulieferern einstellen.
Die Denso (Guangzhou Nansha) Co Ltd. gehört zur japanischen Denso und liefert Einspritzausrüstungen und andere Fahrzeugteile. Der Denso-Teilezulieferer beschäftigt 1200 Arbeiter.

"Der Lohn beträgt nur 1300 Yuan (155 Euro) im Monat, Essenzuschüsse inbegriffen, während meine Miete bei 200 Yuan (24 Euro) im Monat liegt", sagte ein Arbeiter der Nachrichtenagentur Xinhua.
Ein anderer Arbeiter sagte: "Ich fühle mich von der Personalabteilung nicht respektiert. Wenn wir nach etwas fragen, sagen sie oft: 'Du kannst gehen, wenn du denkst, dass es in anderen Fabriken besser ist'".

In Folge des Streiks bei Denso steht ein Werk von Toyota-Motor in der Provinz Guangdong, das bis zu 360.000 Fahrzeuge im Jahr produziert, seit Dienstag still.
Nach Angaben von Honda-Motor, dass zwei Fabriken von Guangqi-Honda, eines der Unternehmen in China, stillstünden, nachdem ein Streik in einer chinesischen Fabrik Teilelieferungen zum Erliegen gebracht habe. Die beiden stillstehenden Honda-Fabriken können zusammen pro Jahr bis zu 360.000 Fahrzeuge produzieren. 
Bei  China.org.cn  heißt es: Die Streiks zeigen die Schwäche der knapp berechneten Kosten der Lieferketten, die von 'widerspenstigen', mit dem nicht zu den Unternehmensgewinnen passenden Lohnniveau unzufriedenen Wanderarbeitern stillgelegt werden können. (Siehe ...)

Chang Kai, Professor für Arbeitsrecht an der Renmin-Universität in Beijing, sagt: "Die Fahrzeugbranche ist in China vor allem für ausländische Unternehmen hochprofitabel, doch es hat bisher noch keine angemessene Anpassung der Arbeitslöhne an Unternehmensgewinne gegeben".

Streiks bei anderen Lieferanten von Honda und Toyota in den vergangenen Wochen wurden in der Zwischenzeit beigelegt, heißt es im Bericht.
Zu den Ursachen der Streiks sagt Prof. Chang: "Das ist das Ergebnis von Problemen, die sich über eine lange Zeit aufgebaut haben". - "Die Arbeiter akzeptieren die Bedingungen nicht länger. Sie sehen keine Möglichkeit, schonendere Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Auf diese Weise lernen sie, dass Streiks ihnen Wege eröffnen."

Abschließend heißt es im CIIC-Bericht: Nach Angaben eines streikenden Arbeiters von Denso, der anonym bleiben wollte, sei keine Einigung in Sicht. (Vgl. Quelle)

Quelle: Shanghai Daily / China.org.cn - am 25.06.2010:
"Streiks legen chinesische Fabriken von Toyota und Honda lahm". 
http://german.china.org.cn/business/txt/2010-06/25/content_20351874.htm







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