M&M: das neue ’Schokopaar’ könnte Europa versüßen: der nächste Pariser Gipfel, zugleich eine ’Nagelprobe’ des ’Deutsch-Französischen Paares’


Bildmontage: HF

21.03.18
InternationalesInternationales, Debatte, Frankreich 

 

Von Dr. Nikolaus Götz

Im Rahmen der gutnachbarlichen deutsch französischen Beziehung ist der ’Antrittsbesuch’ der neugewählten deutschen Kanzlerin Angela Merkel beim aktuellen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in Paris mehr als nur ein Ritual. Die Deutsche Kanzlerin vollzog diese Dienstreise zum Président auch umgehend, zumal ihr französischer Partner im Elyséepalast schon fast ein halbes Jahr auf sie warten musste. Der nächste Diensttag der beiden langjährig ’befreundeten’ Politiker kann als Nagelprobe für den Willen der Deutschen gesehen werden, nicht nur die Deutsch-französischen Beziehungen positiv zu vertiefen, sondern auch den so dringend notwendigen weiteren Ausbau der EU voranzubringen. Längst hat nämlich der Mann im Couple franco-allemand seine politischen Ideen als Reformvorschläge unterbreitet, doch die sensible Partnerin sträubt sich noch, das ’neue Kind’ gemeinsam zur Welt zu bringen. Und der Begleiter von Madame Merkel bei der voyage an die Seine, der neue deutsche Wirtschaftsminister Olav Scholz, fungierte parallel ebenso als europäischer Bremser! Wer denn von ’der Chose’ keine Ahnung hat, der setzt mal halt „Experten“ (Wer wird das sein?) ein – so, immerhin, sein diplomatischer Vorschlag.

 

Warum aber werden die sinnvollen Reformvorschläge von Monsieur Macron zu Stärkung der EU und zur intendierten ’Zähmung der Bankenwelt’ nicht endlich aufgegriffen? „Was geht da nicht?“, so fragen die vielen aufgeschlossenen seit den Bankenskandalen wartenden EU-Bürger, bei der Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds, einem eigenem Budget für die Währungsunion und bei der einzurichtenden Funktion eines EU-Finanzministers? Warum wird den Finanzspekulationen der Bankenwelt kein zumindest europäische Gegengewicht entgegengehalten und damit verbunden, das Durchsetzungsvermögen der Europäischen Zentralbank endlich ausgebaut?

Längst wurden solche Reformvorschläge präsentiert, doch die gewählte deutsche politische Politikklasse scheint nicht für die Interessen des deutschen Volkes zu handeln. Es liegt doch nicht an solchen ’Hinterweltlern’ aus der CSU oder an dem widerstrebenden Willen der EU-Reststaaten, wie die Mainstreammedien ununterbrochen behaupten, wenn das Deutsch-Französische Tandem keine weiteren Schritte für eine bessere, bürgernähere EU unternimmt. Eher sabotiert doch das „Kapital“ der weltweit agierenden Großkonzerne die Europäische Union, deren ’Brüsseler Lobbyismus’ allseitig bekannt ist.

Wie zu Zeiten von Konrad Adenauer und Charles De Gaulles könnte die neue Achse Macron-Merkel oder kurz ’M&M’ der Reklameschokoriegel sein, der ’Europa’ versüßt - wenn denn auch ’Deutschland’ nur wollen würde. Die Bürger der EU-Staaten erwarten diese Fortschritte noch zu ihren Lebzeiten, wobei das deutsch-französischen Paar durchaus der ’Motor’ des Fortschritts sein könnte. Den von M&M gemeinsam angekündigten lauwarmen Worthülsen in der Art eines „Europa muss geschlossen agieren in einer geopolitischen Situation, in der der Multilateralismus unter Druck steht...“ (Deutschlandfunk, Gemeinsam für EU-Reformen) müssten deshalb endlich Taten folgen.







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