Ungleichheit in der Europäischen Union


Bildmontage: HF

10.03.16
InternationalesInternationales, Wirtschaft, Debatte 

 

Von Reinhold Schramm

»Der jüngste EU-Gipfel erlaubte auch Einblicke in den Zustand des Schengen-Systems. Europa ist zu zerrissen, um mit einem einheitlichen Grenzregime zurecht zu kommen«

Vgl. Freitag-Meinungsmedium*

Kommentar

Dieses Europa des Finanz- und Monopolkapitals muss kollabieren, damit Europa nicht untergeht.

Aspekte zur ökonomischen und sozialen Ungleichheit in der Europäischen Union.

Wohlstand und Armut in der Europäischen Union.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Messwert für die Gesamtgröße einer kapitalistischen Volkswirtschaft. Die davon abgeleiteten Indikatoren wie das BIP pro Kopf – z. B. in Euro oder bereinigt um die Unterschiede in den Preisniveaus –, werden für einen Vergleich des Lebensstandards in der Europäischen Union herangezogen (vgl. eurostat).

Für die Beurteilung des Lebensstandards ist das BIP pro Kopf in Kaufkraftstandards (KKS) geeignet. Die relative Position einzelner Länder lässt sich anhand eines Vergleichs mit dem KKS-Durchschnitt darstellen, wobei der Wert für die EU-28 mit 100 gleichgesetzt wird.

Den höchsten Wert aller EU-Mitgliedstaaten verzeichnete 2013 Luxemburg mit einem BIP pro Kopf in KKS, das den Durchschnitt der EU-28 um etwa das 2,7-fache überstieg (mehr als 260).

Im Gegensatz zu Luxemburg belief sich das BIP pro Kopf in KKS in Bulgarien im Jahr 2013 auf weniger als die Hälfte des Durchschnittswerts für die EU-28 (unter 50).

[Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der EU-28]

ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/National_accounts_and_GDP/de

Index 2014 (EU-28 = 100) [KKS-Kaufkraftstandard]

1) Luxemburg 266 (283)

2) Niederlande 131 (134)

3) Österreich 130 (125)

4) Dänemark 125

5) Irland 125

6) Schweden 123

7) Deutschland 119

8) Belgien 118

9) ‘Großbritannien 109 (113)

10) Finnland 110

11) Frankreich 107

12) Italien 96 (100)

13) Spanien 91 (101)

14) Zypern 82 (98)

15) Slowenien 83 (87)

16) Tschechien 85 (80)

17) Malta 84

18) Portugal 78 (81)

19) Slowakei 77 (74)

20) Estland 76

21) Litauen 75 (58)

22) Griechenland 73 (89)

23) Ungarn 68 (64)

24) Polen 66 (62)

25) Lettland 64 (52)

26) Kroatien 59

27) Rumänien 55 (45)

28) Bulgarien 43

 

Beitrittskandidaten

I.) Türkei 55

II.) Montenegro 42

III.) Mazedonien 37

IV.) Serbien 36

V.) Albanien 30

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Bosnien und Herzegowina:  29

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Vergleichswerte:

Japan:  100

USA:  148

Schweiz:  162

Norwegen:  178

 

* Vgl. Freitag-Meinungsmedium, 09.03.2016. Offene Grenzen muss man sich leisten können. EU-Gipfel. Von Lutz Herden, Redakteur Politik. »Die ab August 1961 endgültig geschlossene DDR-Grenze zu Westberlin war ein Pressverband gegen das Ausbluten des zweiten deutschen Staates, der in existenzieller Not handelte, weil sonst Destabilisierung und Zusammenbruch drohten. // Zwischen Nord- und Südkorea ist die Grenze bis heute eine Waffenstillstands- und Frontlinie. Die USA und Mexiko, Nord- und Zentralamerika trennt eine Wirtschafts- und Armutsgrenze, an der geschossen und gestorben wird

www.freitag.de/autoren/lutz-herden/offene-grenzen-muss-man-sich-leisten-koennen

10.03.2016, Reinhold Schramm







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