Rasoul Holoumi


Bildmontage: HF

01.10.14
InternationalesInternationales, News 

 

von Patrick Steinhuber 

Beim ersten geht hier um Rasoul Holoumi, der nur durch Blutgeld seine Todesstrafe entgehen kann, hier ein paar Auszüge von Amnesty International:

"Rasoul Holoumi ist in Gefahr, hingerichtet zu werden. Er soll im Alter von 17 Jahren einen Jungen während eines Kampfes tödlich verletzt haben. Das gegen ihn verhängte Todesurteil ist an die Behörde zur Vollstreckung von Strafen in Ahwaz weitergeleitet worden. Er könnte auf Verlangen der Familie des Opfers jederzeit hingerichtet werden.

Der 22-jährige Rasoul Holoumi wurde im Oktober 2010 auf Grundlage des Prinzips "Qesas" (Vergeltung) von der Abteilung 17 des Strafgerichts der Provinz Khuzestan wegen Mordes zum Tode verurteilt. Während einer Schlägerei im September 2009 soll er Nasim Nouri Maleki einen harten Gegenstand gegen den Kopf geworfen haben. Nasim Nouri Maleki soll an den Folgen der Verletzungen gestorben sein. Diese Vorwürfe waren von mehreren an der Schlägerei beteiligten Personen erhoben worden.

Die Gerichtsunterlagen lassen darauf schließen, dass Rasoul Holoumi anfangs zugegeben hatte, die tödlichen Kopfverletzungen herbeigeführt zu haben. Er zog das Geständnis nach einigen Wochen jedoch zurück und machte Aussagen, die Zweifel am Tathergang aufkommen lassen, einschließlich an der Identität der Person, die das Opfer getroffen hat, an dem Vorsatz der verübten Tat und sogar daran, ob Rasoul Holoumi überhaupt am Tatort anwesend war.

Trotz seiner Minderjährigkeit zum Tatzeitpunkt, der Schwere der Tat und der möglichen Verhängung der Todesstrafe hatte Rasoul Holoumi während der Ermittlungsphase keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Außerdem erhielt er weder genügend Zeit noch ausreichenden Zugang zur entsprechenden Räumlichkeiten, um vor und während seines Verfahrens eine wirksame Verteidigungsstrategie mithilfe eines bestellten Rechtsbeistandes auszuarbeiten. Dennoch erhielt der Oberste Gerichtshof das gegen Rasoul Holoumi verhängte Todesurteil 2010 ohne Angabe von Gründen aufrecht.

Die Hinrichtung von Rasoul Holoumi sollte bereits am 4. Mai 2014 vollstreckt werden, wurde jedoch ausgesetzt, nachdem die Familie des Getöteten zugestimmt hatte, auf das "Qesas"-Prinzip zu verzichten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Familie von Rasoul Holoumi der Familie des Opfers ihr Haus und ihre Farm überschreibt und ihnen zudem 3,5 Milliarden Rial (etwa 100.000 Euro) als "Diyah" (Blutgeld) zahlt. Da es seiner Familie offensichtlich nicht möglich ist, eine so hohe Geldsumme zu zahlen, befindet sich Rasoul Holoumi in unmittelbarer Gefahr, hingerichtet zu werden. Unter dem "Qesas"-Prinzip verhängte Strafen können nicht vom Religionsführer aufgehoben oder abgeändert werden, was eine Verletzung des Völkerrechts darstellt. Sie können jedoch von der Obersten Justizautorität vorrübergehend ausgesetzt werden, um so der Familie des Verurteilten mehr Zeit zu geben, das geforderte Blutgeld zu beschaffen."

Hier diese E-Mail/Appellaktion von Amnesty International:
www.amnesty.de/urgent-action/ua-178-2014/unmittelbar-drohende-hinrichtung

Und hier möchte ich den zweiten Fall zeigen:
Es geht umd die jederzeitige Hinrichtung von Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey ist, hier der Text von Amnesty International:

Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey ist nicht am festgesetzten Hinrichtungstermin, dem 25. August, hingerichtet worden. Das gegen ihn verhängte Todesurteil könnte aber dennoch jederzeit vollstreckt werden.

Der 53-jährige Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey wurde am 22. August aus seiner Zelle an einen anderen Ort im Gefängnis von Nadschran verlegt. Man hatte ihm mitgeteilt, er werde am 25. August hingerichtet, dann wurde das Todesurteil ohne Begründung jedoch nicht vollstreckt. Amnesty International befürchtet, dass Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey dennoch jederzeit die Hinrichtung droht.

Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey wurde am 16. Januar 2013 von einem Gericht in der Stadt Nadschran zum Tode verurteilt. Obwohl das Gerichtsverfahren unfair gewesen sein soll und der Angeklagte Foltervorwürfe erhob, bestätigten sowohl ein Berufungsgericht als auch der Oberste Gerichtshof Saudi-Arabiens später das Todesurteil. Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey und sein Sohn Muhammad al-Qurey waren am 7. Januar 2012 bei dem Versuch, die Grenze zwischen der saudi-arabischen Stadt Al-Khadra und dem Jemen zu überqueren, festgenommen worden. Zollbeamt_innen sie verdächtigten sie, Drogen in ihrem Auto mitzuführen. Die beiden Männer wurden zum Verhör abgeführt und gaben später an, gefoltert worden zu sein. Muhammad al-Qurey "gestand" die Tat, erklärte aber, sein Vater hätte nichts über den Drogenschmuggel gewusst. Das Gericht verurteilte Muhammad al-Qurey zu 20 Jahren Haft. Sein Vater, Hajras bin Saleh bin Muhammad al-Qurey, wurde indes zum Tode verurteilt. Während des Verhörs war den Männern der Zugang zu Rechtsbeiständen verweigert worden.

Hier kann man der Appellaktion - E-mailaktion mitmachen:
www.amnesty.de/urgent-action/ua-201-2014-2/weiterhin-drohende-hinrichtung

Patrick Steinhuber
94496 Ortenburg

www.labournetaustria.at

http://todesstrafe-nachrichten.jimdo.com/aktiv-werden-aktuelle-petitionen-und-briefaktionen


VON: PATRICK STEINHUBER






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