Südafrikas Cyril Ramaphosa: Millionär, ‘Sozialist’, Präsident


Cyril Ramaphosa, Foto: Erfan Kouchari, Wikimedia Commons

17.02.18
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Von Reinhold Schramm

»Cyril Ramaphosa war Freiheitskämpfer, Gewerkschaftsführer und ist heute einer der reichsten Männer Südafrikas. Nun will er als Präsident das Land aus der Krise führen - und steht vor gewaltigen Herausforderungen.« —  Vgl. Spiegel-Online *

Kommentar

SPON, 16.2.2018, 14.

Cyril Ramaphosa, ein Friedrich Engels Südafrikas?

Zu den historisch seltenen Gegnern des Kapitalismus gehörte der Kapitalist und Vermögensmillionär Friedrich Engels im 19. Jahrhundert. Friedrich Engels verfasste zusammen mit seinen Freund und politischen Kampfgefährden Karl Marx das “Manifest der Kommunistischen Partei“. Zugleich beteiligte Engels sich mit seinem Erlös aus kapitalistischer Ausbeutung von Angehörigen der Arbeiterklasse, an der Finanzierung der internationalen Arbeiter- und Befreiungsbewegung. An der Finanzierung der Existenz und wissenschaftlichen Arbeit von Karl Marx. An der er sich auch als wissenschaftlicher Theoretiker selbst beteiligte, soweit sein kapitalistisches Ausbeuterdasein dies ihm ermöglichte. Es ist also keine Frage des Idealismus, den Kampf gegen den Kapitalismus und damit gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, zu finanzieren und zu organisieren. Es war bei Engels und Marx die Einsicht in die historische Gesetzmäßigkeit, dass die geschichtlichen Formationen der jeweiligen Gesellschaftsordnungen durch höhere Formationen ihre Ablösung finden, so auch der gegenwärtige Kapitalismus. An dieser gesetzmäßigen historischen Entwicklung kommt auch nicht die sog. „soziale Marktwirtschaft“, der Kapitalismus, in der Bundesrepublik Deutschland und Europa vorbei. Gleiches gilt so auch für China, die Vereinigten Staaten von Amerika und auch für ganz Afrika, insbesondere für Südafrika. Ob sich dabei der Millionär, Sozialist und heutige Präsident Südafrikas Cyril Ramaphosa in einer Traditionslinie mit dem Bourgeois und zugleich Antibourgeois Friedrich Engels befindet, das wird seine weitere sozialrevolutionäre Handlungsweise und gesellschaftspolitische Zukunft erst zeigen.

 

* Vgl. Spiegel-Online am 15.02.2018:  Südafrikas Cyril Ramaphosa: Millionär, Sozialist, Präsident.  Von Christoph Titz. »Jacob Zuma. Der skandalumwitterte Präsident war am späten Mittwochabend auf Drängen der Regierungspartei ANC zurückgetreten. Quälend lange zog sich Zumas Abgang hin. Ihn hatten seit mehr als zwei Jahren Proteste, Korruptionsvorwürfe und miserable Umfragewerte verfolgt. {...} Mit einem geschätztem Vermögen von 6,4 Milliarden Rand (430 Millionen Euro) gilt Ramaphosa als zweitreichster Schwarzer im Land {...} Dabei spielte der heutige Präsident eine unrühmliche Rolle vor dem Marikana-Massaker mit bis zu 50 Toten im Jahr 2012. Damals schossen Polizisten streikende Arbeiter und Demonstranten nieder, für Südafrika ist Marikana ein bleibendes Trauma. Ramaphosa begrüßte das Vorgehen der Sicherheitskräfte. {...} Südafrika ist der am weitesten entwickelte Staat des Kontinents, doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist krass. Korruptionsenthüllungen, ein marodes Bildungssystem und eine Arbeitslosenquote von fast 28 Prozent machen die Menschen wütend.«

www.spiegel.de/politik/ausland/cyril-ramaphosa-das-ist-der-neue-praesident-von-suedafrika-a-1193700.html

 

17.02.2018, Reinhold Schramm







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