Griechenland: IWF und EU übernimmt die Kontrolle über die Staatsfinanzen. Rüstungskonzerne "fordern Geld aus Griechen-Rettungspaket".


Bildmontage: HF

02.05.10
InternationalesInternationales, TopNews 

 

von Reinhold Schramm

Unbezahlte Mehrarbeit und Ausbeutung für die werktätige griechische Bevölkerung beschlossen (- demnächst auch noch mehr in der Germany AG).

Aus dem Ausbeutungsprogramm des Kapitals gegen Griechenland: Die Gehälter im staatlichen Sektor sollen eingefroren werden, das 13. und 14. Monatsgehalt soll wegfallen. Das durchschnittliche Rentenalter soll von 61,3 auf 63,4 Jahre steigen. Die Mehrwertsteuer könnte von 21 auf 23 oder sogar auf 25 Prozent klettern. Die Steuern auf Tabak, Spirituosen und Kraftstoff sollen steigen.
Nach den Vorstellungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) sollen die elf Millionen Einwohner Griechenlands innerhalb von drei Jahren 24 Milliarden Euro sparen - vor allem an Arbeitslöhnen, sozialen Leistungen und Renten. [1]

Laut "Welt am Sonntag" (aus der Axel Springer AG) "preschen die deutschen Konzerne vor". Der Rüstungs- und Mischkonzern "ThyssenKrupp" fordert für die Lieferung von U-Booten noch 320 Millionen Euro. Der Münchner Rüstungskonzern "Krauss-Maffei-Wegmann" (KMW) fordert 180 Millionen Euro. Der KMW-Rüstungskonzern hatte in einem Großauftrag 170 Panzer vom Typ Leopard II an Griechenlands Armee ausgeliefert. Nach Auskunft des europäischen EADS-Rüstungskonzerns wolle das griechische Verteidigungsministerium den NH90-Auftrag für 20 Maschinen mit einem Auftragsvolumen von rund 700 Millionen Euro in vollem Umfang einhalten. [2]  

Ein Leser-Kommentar: "Genau darum geht es bei der 'Rettung' Griechenlands. Steuergelder (!) werden freigegeben, um Banken, Konzerne und andere dubiosen Konstrukte am Leben zu erhalten. Das waren auch diejenigen, die viele Volkswirtschaften dieser Erde an den Rand des Ruins, mit Hilfe der korrupten Politiker, getrieben haben. (...)"

Quellen: [1] Frankfurter Rundschau  am 1. Mai 2010.
"Finanzhilfe für [gegen] Griechenland steht"
www.fr-online.de/top_news/2601254_Erfolgreiche-Verhandlungen-Finanzhilfe-fuer-Griechenland-steht.html
Siehe auch in der FR: "Zehn Jahre lang reformieren".
www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2602170_Griechenland-Zehn-Jahre-lang-reformieren.html
[2] Springers Welt-online  am 01.05.2010. Schuldenbegleichung: Rüstungs-"Konzerne fordern Geld aus Griechen-Rettungspaket".
www.welt.de/wirtschaft/article7425006/Konzerne-fordern-Geld-aus-Griechen-Rettungspaket.html


VON: REINHOLD SCHRAMM






<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz