Wald der SPD / Brief an Andrea Nahles + Rolf Mützenich MdB

24.12.12
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von Izzeddin Musa

SPD-Wald auf geraubtem Land

Liebe Andrea Nahles,

der Protest gegen den "Wald der SPD" im Negev (Israel) formiert und verstärkt sich - unter Freunden und Mitgliedern der geschichtsträchtigen, anti-kolonialen SPD.

Dies wäre Grund genug, sich darauf zu berufen und von diesem SPD-JNF-Projekt und Geschenk zum 65. Jahrestag der Gründung des Staates Israel im Mai 2013 Abschied zu nehmen - ohne großen Imageverlust.

Am Ende könnte die SPD in der gegenwärtigen Opposition - trotz der starken deutschen angeblichen "Israel Lobby", - gar an Gewicht gewinnen.

Denn in ihrer Geschichte trat die SPD für die Wahrung des Völkerrechts, für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ein.

Das gegenwärtige "Apartheid"-Regime (Jimmy Carter) tritt diese Grundsätze mit Füßen, indem es in der besetzten Westbank Siedlungen baut, die Lebensgrundlagen palästinensischer Beduinen im Negev zerstört, „Vergeltungsschläge“ gegen Gaza führt, unliebsame Politiker gezielt ermorden lässt .... und eine Zweistaatenlösung unterminiert.

Hier sollte die SPD ihren grundlegenden Werten treu bleiben und diese nicht über den halbstaatlichen "Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL)" aufgeben und verraten - mit allen den Folgen, die diese Positionierung für die SPD künftig haben wird.

Aus Sorge um „unsere“ alte SPD schlagen wir darum vor:

  • Sich angesichts des qualitativen und wohl auch quantitativen Protestes von diesem unsinnigen und in der gegenwärtigen Lage unverständlichen SPD-JNF-Wald zu lösen und zu befreien.
  • Die Versendung der SPD-Flyer mit Spendenaufruf umgehend einzustellen und die noch vorhandenen Flyer zur Entsorgung einzustampfen.

Dietrich Bonhoefer bekannte 1943 aus dem Gefängnis:
"Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten".

In der Hoffnung auf Ihr Verständnis und die Bereitschaft zur Umkehr grüßen wir in Erwartung Ihrer Antwort, solidarisch,

Dr. Izzeddin Musa / Wachtberg
Günter Schenk / Straßburg          
Karl Schmidt / Stuttgart       
          








VON: IZZEDDIN MUSA






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