von Reinhold Schramm (Bereitstellung)
»Die Regierung [?] muss dringend Perspektiven für die Bevölkerung, insbesondere im verarmten Norden des Landes, schaffen und die korrupten und ineffizienten Sicherheitskräfte reformieren.
Die bisherige Strategie der ›harten Hand‹ gegen Gewalt aus Nigerias Peripherie ist gescheitert.« (Vgl.) [1]
»Die Mehrheit der Bevölkerung lebt selbst in den Ölfördergebieten in größter Armut. Nigerias hohes Wirtschaftswachstum lässt sich während der letzten Jahre als „Wachstum ohne Entwicklung“ und ohne zusätzliche Beschäftigung kennzeichnen. -
Der Ölreichtum spaltet die Gesellschaft in einige wenige privilegierte Nutznießer und die große Mehrheit der armen Bevölkerung. Öl dient den Eliten als Quelle, aus der sie ihre Macht schöpfen, um politische Prozesse und wirtschaftliche Entscheidungen zu steuern.« (Vgl.) [2]
Vom Ölreichtum profitieren nur die wenigsten. 71 Prozent der Nigerianer müssen mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen, die “durchschnittliche“ Lebenserwartung liegt bei 48 Jahren (- entsprechend weniger für die Armen in der nigerianischen Reichtumsgesellschaft). [3]
Quelle:
[1] FES, Oktober 2011: Das Gespenst Boko Haram. Nigeria nach dem Anschlag auf die UN-Zentrale. Von Thomas Mättig.
http://library.fes.de/pdf-files/iez/08576-20111121.pdf
[2] GIGA - Focus Nr. 2, 2010: Nigeria:
Die Instabilität wächst. Von Robert Kappel.
http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/publikationen/pdf/gf_afrika_1002.pdf
[3] Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB), 26.05.2011:
Nigeria: Großer Reichtum und große Armut.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110526_OTS0025/nigeria-grosser-reichtum-und-grosse-armut
Info.-Empfehlung
LabourNet.de Germany - Internationales: Nigeria *
http://www.labournet.de/internationales/ng/index.html
„In rund 50 Jahren hat Nigeria etwa 700 Milliarden US-Dollar Öleinnahmen verbucht. Davon profitiert seit damals jenes eine Prozent der Bevölkerung, die Zugang zur Gewinnverteilung haben - sei es über wirtschaftliche, politische oder gesellschaftliche Beziehungen und Strukturen.“ (Vgl.) *
thewe.cc/contents/more/archive/nigeria_oil.html
VON: REINHOLD SCHRAMM