Eine Vision der Hoffnung und Inspiration

04.01.12
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von Sinn Féin Poblachtach

Neujahrserklärung der Führung von Republican Sinn Féin

Republican Sinn Féin sendet freundschaftliche Neujahrsgrüße an alle unsere Genossinnen und Genossen, Freundinnen, Freunde, Unterstützerinnen und Unterstützer in Irland und außerhalb. Das kommende Jahr wird für die Arbeiterklasse in Irland und ganz Europa sehr herausfordernd werden.

Die Gefahren, die auf uns lauern sind vielfältig. Wirtschaftlich werden die Menschen durch das Sparprogramm der politischen und finanziellen Elite der EU ausgehungert. Die verstärkte Repression zeigt uns irischen Republikanerinnen und Republikanern abermals die Realität des alten Imperialismus britischer Herrschaft in Irland.

Die Wirtschaftspolitik, die von Leinster House in Dublin und Stormont in Belfast durchgezogen wird, ist nichts anderes als die Fortführung des Finanzkapitalismus, der die derzeitige Wirtschaftskrise überhaupt erst erschaffen hat. Die Eckpunkte einer zivilisierten Gesellschaft – das Recht auf Gesundheit, Bildung und der Schutz der Ärmsten und Bedürftigsten – werden geopfert, um das gescheiterte und undemokratische Projekt EU am Leben zu halten. Das alleine sollte ein Weckruf für alle sein, die eine neue Welt auf den Trümmern dieses gescheiterten politischen und wirtschaftlichen Modells aufbauen möchten.

In den südlichen 26 Grafschaften wurde die Steuer auf Wohnungen und Eigenheime eingeführt. Dies kann ein erster Schritt der arbeitenden Bevölkerung sein, zu beginnen, gegen die politische Klasse in Leinster House aufzustehen und die Stimme zu erheben. Republican Sinn Féin ruft alle Menschen dazu auf, sich nicht registrieren zu lassen und schließlich so auch nicht die Abgabe zu zahlen.

Im Nahen und Mittleren Osten wird den Menschen applaudiert, wenn sie die Courage haben und für politischen Wandel auf die Straße gehen. Gleichzeitig werden irische Republikanerinnen und Republikaner in den sechs besetzten Grafschaften im Norden Irlands angeklagt und verfolgt, wenn sie dasselbe machen.

Im Jänner müssen unser Präsident, Des Dalton, unser Vize-Präsident, Fergal Moore, gemeinsam mit 35 anderen vor Gericht erscheinen, da sie im Jänner 2011 in Craigavon, Grafschaft Armagh, an einem Protestmarsch für die Freilassung des langjährigen Republikaners Martin Corey teilnahmen. Das ist nur ein Ausdruck für die Repression gegen Republican Sinn Féin, und all jene, die die britische Besatzung und die Teilung unserer historischen, irischen Nation nicht hinnehmen und akzeptieren wollen. Der Craigavon-Prozess ist ein Versuch Republikanerinnen und Republikaner von der Straße zu bringen. Wir werden davor jedoch nicht in die Knie gehen und untermauern unser Versprechen der britischen Herrschaft in Irland aktiv Widerstand entgegen zu setzen.

Wir möchten die Möglichkeit auch nutzen, unsere Grüße und Solidarität an die republikanischen Kriegsgefangenen in den Hochsicherheitsgefängnissen Maghaberry und Portlaoise zu überbringen. Diese Männer sind in Haft, da sie das Recht Irlands auf nationale Freiheit nicht aufgeben. Wir unterstreichen nochmals, die Gefangenen in ihrem Kampf für politischen Status im Gefängnis Maghaberry tatkräftig zu unterstützen. Ebenso erneuern wir unsere Forderung nach Freilassung von Martin Corey und Marian Price, beide sind politische Geisel, die ohne Prozess, lediglich aufgrund ihrer politischen Ideale, in Maghaberry festgehalten werden.

Im Jahr 2012 wird Republican Sinn Féin den Countdown zu den 100-Jahre-Feierlichkeiten zum Dubliner Aufstand 1916 mit einem eintägigen Seminar unter dem Titel Who fears to speak of Easter Week am 21. April in Dublin beginnen. Wir wenden uns an alle, die als kompromisslose irische Republikanerinnen und Republikaner, die Opfer der Frauen und Männer der Osterwoche von 1916 gedenken wollen, mit uns die Vorbereitungen für 2016 zu planen. Als die legitimen Erben von 1916, wird Republican Sinn Féin 1916 nicht als ein rein historisches Ereignis gedenken, sondern als ein Ereignis, das unvollendet blieb und als lebende Botschaft für das Irland von heute dient.

Als irische Republikanerinnen und Republikaner sind wir die Nachfolger einer revolutionären Tradition, die bis auf die Gründung der Society of United Irishmen vor 220 Jahren zurückgeht. Daher machen wir auch keine Entschuldigung, wenn wir die Integrität dieser Tradition vor allen Betrügern und kriminellen Elementen, die versuchen diesen noblen Titel zu beschmutzen oder zu misshandeln, verteidigen.

Das kommende Jahr wird eine schwieriges werden, doch es eröffnet dadurch auch die Möglichkeit uns unserem Ziel der Errichtung eines Neuen Irland näher zu bringen. Éire Nua und Saol Nua, unsere politischen und sozialen Programme, sollen eine Vision der Hoffnung und Inspiration für ein Irland bieten, das tatsächlich „alle Kinder der Nation gleich behandelt“. Unsere Aufgabe als Revolutionärinnen und Revolutionäre ist es die beiden Imperialismen, britische Besatzung und EU-Kapitalismus, herauszufordern und so ein Irland zu formen, das den hohen Idealen der Ausrufung der Republik von 1916 genügt.

www.irish-solidarity.net
www.rsf.ie
www.saoirse.info

 









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