Erfolg: Uribe verlässt Universität Metz

15.06.11
InternationalesInternationales, Politik, News 

 

Der ehemalige kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hat sein Amt als Dozent an der Universität Metz niedergelegt. Der Europaabgeordnete Jürgen Klute (DIE LINKE) hatte maßgeblich an der Kampagne gegen den umstrittenen Politiker mitgewirkt. Uribe hatte in seiner Zeit als Präsident systematisch schwere Menschenrechtsverletzungen begangen.

Klute: "Nach monatelanger Kampagne gegen die Ernennung des ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe Velez zum Dozenten an der École Nationale d'Ingénieurs in Metz (ENIM) bin ich froh über diesen Erfolg."
Klute weiter:
"Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen der europäischen Linksfraktion GUE/NGL sowie französischen Abgeordneten und Europaabgeordneten habe ich die Universität in Metz in einem offenen Brief aufgefordert, den Vertrag mit Uribe so schnell wie möglich zu kündigen. Der massive Druck durch Gewerkschaften, Politiker und Menschenrechtsorganisationen hat nun gewirkt.

Das europäische Bildungswesen darf nicht dafür herhalten, Personen, die Menschenrechtsverletzungen begangen haben, rein zu waschen. Alvaro Uribe muss sich vor der kolumbianischen Justiz oder andernfalls dem Internationalen Strafgerichtshof für die Menschenrechtsverletzungen verantworten. Die Ernennung von Uribe zum Professor an der ENIM war kein Zufall, sondern die Konsequenz der Vergabe von Verträgen für die Modernisierung der kolumbianischen Bildungszentren (SENA) seitens der kolumbianischen Regierung während Uribes Amtszeit. Uribe war im Übrigen bei dieser Gelegenheit bereits zum "Ingenieur der ENIM honoris causa" ernannt worden. Angesichts seiner Verwicklung in diese schwerwiegenden Affären in seinem Heimatland hatte er bereits versucht, sich durch die Ernennung zum Professor der Universität Georgetown Respekt zu verschaffen."









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