Amnesty hilft Menschenrechtler aus dem Sudan


Bushra Gamar Hussein Rahama

21.08.13
InternationalesInternationales, Bewegungen, News 

 

von Amnesty International

der sudanesische Menschenrechtsverteidiger Bushra Gamar Hussein Rahama wurde am 25. Juni 2011 in seiner Wohnung festgenommen.
Ein Jahr saß er im Gefängnis, davon ein Teil in Isolationshaft.

Ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren und ohne regelmäßigen Kontakt zu seiner Familie.

In Haft wurde er gefoltert, misshandelt und sein ohnehin schon kritischer Gesundheitszustand verschlechterte sich täglich.

Am 27. Juni 2012 wurde Bushra freigelassen. Auch dank Amnesty. Mit regelmäßigen Eilaktionen haben wir die Regierung kontinuierlich unter Druck gesetzt.

Doch was hatte Bushra getan? Er hatte sich über Jahre für die Menschenrechte einge- setzt, zuletzt mit seiner eigenen Menschenrechtsorganisation „Human Rights Develop- ment Organization“. Die Organisation engagiert sich in der konflikterschütterten Region Südkordofan für humanitäre Hilfe und den Schutz der Menschenrechte.

Die Menschen in Südkordofan sind Leidtragende des Konfliktes zwischen Sudan und Südsudan. Willkürliche Bombardierungen machen die Situation unerträglich. Das Ver- stecken vor den Angriffen ist zur zentralen Lebensaufgabe geworden. Jeder kämpft ums Überleben. Viele Menschen suchen Zuflucht in Flüchtlingslagern oder in den Bergen. Die Behörden verwehren internationalen Hilfsorganisationen den Zugang zur Region gänzlich. Die Menschen sind sich selbst überlassen.

In seiner Heimat ist Bushra auch nach seiner Freilassung nicht sicher. Letzten Dezember musste er zu seinem eigenen Schutz das Land verlassen. Seit Ende Mai ist er nun in Deutschland. Amnesty hat seinen Aufenthalt organisiert.

Gemeinsam mit anderen Organisationen finanziert Amnesty auch seine medizinischen Behandlungen. Bushra leidet unter Asthma, einer Herzerkrankung und anderen Besch- werden, die auf Folter zurückzuführen sind. In Deutschland soll Bushra sich erholen, psychisch wie physisch. Damit er weiterkämpfen kann – für die Menschenrechte in seinem Heimatland Sudan.

"Ich bin aus meinem Land geflüchtet und zur Behandlung nach Deutschland gekomm- en", sagt Bushra Hussein. "Amnesty hat das mit anderen organisiert. Ich danke ihnen allen, dass sie die Mittel für meine Behandlung bereitgestellt haben."

Helfen Sie mit, damit wir uns weiterhin für den Schutz der Menschenrechte einsetzen können. Im Sudan. In Afrika. Weltweit.

http://blog.amnesty.de/aktuelles/2013/08/20/amnesty-hilft-menschenrechtler-aus-dem-sudan.html

www.amnesty.de


VON: AMNESTY INTERNATIONAL






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