Chimerica - auf Kosten Chinas:

19.11.09
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China alimentiert und stabilisiert den US-Imperialismus mit aktuell 798,9 Milliarden US-Dollar.

Von Reinhold Schramm

Die Nachrichtenmeldung am 18. November 2009: China bleibt der größte Kreditgeber für die USA. Nach Angaben des US-Finanzministeriums hat China bis Ende September seine Bestände an US-Staatsanleihen im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Milliarden US-Dollar vergrößert. China ist mit einem Gesamtvolumen von 798,9 Milliarden US-Dollar nach wie vor der größte Eigentümer von US-Staatsanleihen (Quelle: CRI / China.org.cn)

Anmerkung: Das zum Nachteil Chinas unterbewertete Handelsvolumen mit den imperialistischen USA liegt bei 333,7 Milliarden US-Dollar (2008). Der unterbewertete chinesische Export nach den USA (für den 'billigen Konsum' in den USA und auch zu Lasten der unterbezahlten chinesischen Arbeiterklasse) lag bei einem Exportvolumen von 252,3 Milliarden US-Dollar (auch bei zunehmender realer Wertlosigkeit der US-Währung). Umgekehrt, der Import von Waren und Leistungen, aus den imperialistischen USA, lag bei 81,4 Mrd. US-Dollar. - Eine wertmäßige 'Gleichwertigkeit' und 'Partnerschaft auf Augenhöhe' gibt es nicht im (realen) kapitalistischen und imperialistischen Welthandel, dies dürfte und sollte auch der jeweiligen 'harmonischen' und 'sozialen' Partei- und Staatsführung und deren beauftragten pseudowissenschaftlichen Interpreten der jeweiligen kapitalistischen "Marktwirtschaft" bekannt sein.  

Die IWF-Institution, der von den Interessen des EU- und US-Kapitals beherrschte "Internationale Währungsfonds (IWF)"*, verlangte eine Aufwertung des chinesischen Yuan. Der jüngste Aufruf für eine Aufwertung des Yuan an die chinesische Regierung kam vorgestern von Dominique Strauss-Kahn, Direktor der IWF. Die Aufwertung des Yuan sei Teil von Reformen, die China durchsetzen müsse, forderte Strauss-Kahn.

"Der Yuan ist nicht entscheidend für die Erholung der Weltwirtschaft. Es ist unfair, ein Land zur Währungsaufwertung herauszugreifen, während der US-Dollar zur gleichen Zeit an Wert verliert", sagte Yao Jian, Sprecher des chinesischen Handelsministeriums. Es gäbe keinen Grund, China und andere ostasiatische Länder nur als Exportnationen zu betrachten. Es sei unfair, weltweite Ungleichgewichte auf Chinas Exporte in die Welt zurückzuführen, sagte Yao Jian.

Zu den USA-Exportinteressen - hinter der USA-IWF-Forderung nach einer Aufwertung des chinesischen Yuan - heißt es in der Nachrichtenmeldung: China führe auch während der weltweiten Finanzkrise große Warenmengen aus den USA ein. Der Wechselkurs des Yuan habe wenig mit Chinas Handelsüberschuss zu tun, sagte Yao Jian. China verlege seine Wachstumsbestrebungen derzeit vom Export auf den heimischen Konsum, der mittlerweile mehr als die Hälfte [?] zu Chinas Wirtschaft beitrage. "Wir müssen ein stabiles und berechenbares Umfeld für unsere Unternehmen schaffen. Dazu gehört auch eine volkswirtschaftliche Politik und Währungspolitik", so aus dem chinesischen Handelsministerium. (Quelle: Shanghai Daily / CIIC - am 18.11.2009)


(*) Anm.:  Zu den IWF-Aufgaben gehören: Förderung der internationalen kapitalistischen und imperialistischen Zusammenarbeit, Ausweitung des 'globalen' imperialistischen (einseitigen) Welthandels, Kontrolle und Stabilisierung von Währungen und Wechselkursen, abhängige Kreditvergabe, Überwachung der nationalen und internationalen Geldpolitik im Kapitalinteresse, - und die analog abhängigen Technischen Hilfen.
Der IWF hat derzeit 186 Mitgliedstaaten, deren 'Stimmrecht' sich am jeweiligen Kapitalanteil orientiert (für die Mehrheit gibt es kein "Stimmrecht"). Da die IWF-Beschlüsse mit einer Mehrheit von 85 Prozent getroffen werden müssen, verfügen die USA und die (gemeinsame) Europäische Union über eine Sperrminorität im IWF.

18.11.2009 / R.S.







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