Recht auf Bildung

24.10.17
InternationalesInternationales, Politik, News 

 

„Es ist unerträglich und kaum vorstellbar, dass 264 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit nicht zur Schule gehen können und ihnen damit das Recht auf Bildung verwehrt wird“, erklärt Birke Bull-Bischoff mit Blick auf die Zahlen des heute veröffentlichten Weltbildungsberichts 2017 der UNESCO, die sich auf das Jahr 2015 beziehen. Die Expertin für Bildungspolitik und Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Es fehlen zig Milliarden Euro, um das UN-Ziel 'Bildung für alle' umzusetzen. Die im Jahr 2015 beschlossenen Ziele für nachhaltige Entwicklung sehen vor, dass im Jahr 2030 alle Kinder eine kostenlose Grund- und Sekundarschule abschließen. Häufig verhindern Krieg, Gewalt, Flucht und Vertreibung die Aussicht auf ein friedliches Leben und den Zugang zu gesellschaftlicher und Bildungsteilhabe. Umso wichtiger ist Bekämpfung von Fluchtursachen.

Die UNESCO wies schon in früheren Berichten darauf hin, dass die Finanzierungslücke zur Herstellung von Bildungsteilhabe geschlossen werden könnte, wenn reiche Länder so viel in die Grundbildung ärmerer Länder investierten, wie sie in wenigen Tagen für das eigene Militär und für Rüstung ausgeben. Das Recht auf Bildung muss einklagbar sein. Gebühren, Privatisierung und Ökonomisierung von Bildung sind absolut kontraproduktiv und verschärfen die Chancenungleichheit. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Familie abhängen. Daher gilt es, die öffentlichen Bildungssysteme ausreichend auszufinanzieren und zu stärken. Der Ausbau inklusiver Bildung als Notwendigkeit des Rechts auf Bildung für alle muss umgesetzt werden.“







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