Human-Rights-Watch-Bericht: Soziale Menschenrechte stärker in den Blick nehme

18.01.18
InternationalesInternationales, Soziales, Politik 

 

„Es wäre wünschenswert, dass Human Rights Watch die Menschenrechtslage in Deutschland und den anderen EU-Staaten stärker in den Blick nimmt. Die fehlende Verwirklichung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte (WSK-Rechte) in Europa muss endlich eine explizite Rolle spielen“, erklärt Zaklin Nastic, Menschenrechtsexpertin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heute erschienenen Jahresberichts 2018 von Human Rights Watch. Nastic weiter:

„Es ist bedauerlich, dass sich der Bericht vor allem mit dem Rest der Welt, kaum aber mit Deutschland und den übrigen Ländern der EU beschäftigt. Ich finde es dringend notwendig, hier genauer hinzuschauen. Die WSK-Rechte sind genauso Menschenrechte wie die politischen und bürgerlichen Rechte. Sie sind sogar die Vorbedingung dafür, die politischen und bürgerlichen Rechte überhaupt ausüben zu können. Auch Deutschland gehört zu den Ländern, die von einer vollumfänglichen Verwirklichung der WSK-Rechte noch weit entfernt sind. Hier können wir die Bundesregierung nicht aus der Verantwortung entlassen. Kältetote, Rassismus und steigende Armut in Deutschland müssen als menschenrechtspolitische Themen auf die Agenda gesetzt werden. Das sollten Organisationen wie Human Rights Watch endlich in den Fokus ihrer Berichte stellen.“







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