Humanitäre Hilfe für Region Tigray umgehend ermöglichen

02.02.21
InternationalesInternationales, Politik, News 

 

„Die Bundesregierung muss sich für uneingeschränkten Zugang von Hilfsorganisationen in die von äthiopischen Militärs abgeriegelte Region Tigray und eine politische Lösung des Konfliktes einsetzen. Angesichts der katastrophalen humanitären Lage in den Flüchtlingslagern Mai-Aini und Adi Harush ist das Schweigen der Bundesregierung zum Vorgehen der äthiopischen Regierung fatal. Zehntausende Geflüchtete waren mehr als zwei Monate lang von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Für die humanitäre Hilfe in Äthiopien und in den Flüchtlingslagern im Sudan werden laut UNHCR umgehend 100 Millionen Dollar benötigt. Deshalb muss auch die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung von bisher nur rund 10 Millionen Euro aufgestockt werden“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Die Außenpolitikerin weiter:

„Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, hat nach einem Besuch am Wochenende im Flüchtlingslager Mai-Aini ein erschreckendes Bild der Lage vor Ort gezeichnet. Der Aufenthaltsort von über 20.000 Flüchtlingen ist nach Bränden in den Lagern unbekannt, Hundertausende Menschen sind auf der Flucht. Über fünf Millionen Menschen haben momentan keinen oder nur erschwerten Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und Medizin. Die Bundesregierung muss auf die Regierung des ‚Friedensnobelpreisträgers‘ Abiy Ahmed Druck ausüben für eine politische Lösung, da sonst die Gefahr einer weiteren Destabilisierung der gesamten Region droht.“







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