Eine neue Phase im imperialistischen Krieg um Syrien ist eingeleitet:

24.01.18
InternationalesInternationales, Arbeiterbewegung, News 

 

Von MLPD

Stoppt den faschistischen Angriffskrieg der Türkei gegen Afrin und Rojava/Nordsyrien!

Am 20. Januar 2018 eröffnete das faschistische, neuimperialistische, türkische Erdogan-Regime eine neue Kriegsfront gegen zahlreiche Orte in Nordsyrien. Das kennzeichnet die Einleitung einer neuen Phase des imperialistischen Kriegs in Syrien.

Kurdische und arabische Kräfte hatten im Bündnis der SDF dem faschistischen IS in Kobane und Rakka heftige Schläge versetzt. Sie waren die entscheidende Kraft für die Niederlage des faschistischen IS. Nachdem der IS nun aus dem Irak und Syrien weitgehend vertrieben ist, so dass er keine große militärische Bedeutung mehr hat, beginnen jetzt die verschiedenen imperialistischen Mächte, Syrien untereinander aufzuteilen. Die USA, EU, Israel und neuimperialistische Länder wie Russland, Türkei, Iran, Saudi-Arabien, Israel usw. streiten nun um so erbitterter um die Vorherrschaft in der Region. Nachdem das Assad-Regime mit Unterstützung des russischen Imperialismus Idlib militärisch angegriffen hat, sah sich die Türkei veranlasst, ihrerseits militärisch aktiv zu werden. Die türkischen Machthaber wollen mitten durch Rojava (Süd-Kurdistan) einen 30 km breiten Korridor einrichten, was bedeuten würde, dass alle dortigen Großstädte unter die Kontrolle der Türkei geraten. Damit entsteht ein neuer Brandherd der weltweit verschärften allgemeinen Kriegsgefahr. Die zynisch als „Operation Olivenzweig“ bezeichnete Offensive trifft auf erbitterten Widerstand der Massen und kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) und der Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF). Weltweit entwickelt sich die internationale Solidarität mit dem Widerstand gegen die faschistische Invasion.

Der aggressive Akt der Türkei erfolgt mit dem Segen des US-Imperialismus und des russischen Putin-Regimes. Die deutsche Regierung ist eine der engsten Verbündeten des Erdogan-Regimes. Kurdische und türkische revolutionäre Organisationen werden von der Bundesregierung in Deutschland kriminalisiert und verfolgt. Afrin wird auch mit deutschen Waffen, u.a. Leopard-II-Panzern angegriffen. Die Bundesregierung heuchelt Eintreten für Humanität und Frieden und betreibt imperialistische und reaktionäre Politik.

Allen imperialistischen Kräften ist Rojava und die internationale Solidaritätsbewegung ein Dorn im Auge. Weltweit steht Rojava in den Kantonen Afrin, Kobane und Cizire für den erfolgreichen Kampf gegen den IS, für Demokratie und Freiheit, Frauenrechte, Umweltschutz, die Respektierung aller Ethnien und Religionen. Die aktuelle Entwicklung unterstreicht, dass Vorstellungen einer friedlichen Ausbreitung von demokratischer Autonomie, illusionär sind. Keine imperialistische Macht ist und war je ehrlicher Verbündeter gerechter Befreiungskämpfe. Verbündete dieses Kampfes sind die einfachen Menschen, die internationale Arbeiterbewegung und die Völker der Welt, die um Freiheit, Demokratie und für den Sozialismus kämpfen.

Wir richten uns gegen jede imperialistische Aggression in Syrien.

Der Solidaritätspakt der revolutionären Weltorganisation ICOR mit dem kurdischen Befreiungskampf gewinnt an Einfluss und Bedeutung. Kein Befreiungskampf darf allein und isoliert sein - und muss Teil des gemeinsamen Kampfes werden. Wer konsequent für Frieden, Freiheit und Sozialismus kämpfen will, muss dem Übel an die Wurzel, den Imperialismus bekämpfen und sich der Vorbereitung der internationalen sozialistischen Revolution anschließen zum Aufbau der vereinigten sozialistischen Staaten der Welt.

Die MLPD ruft alle demokratischen, antifaschistischen und revolutionären Menschen in Deutschland zur Solidarität auf. Die Klassensolidarität ist und bleibt das wichtigste Band der Völker in ihrem Kampf für Freiheit, Frieden und Sozialismus. Die MLPD steht für den proletarischen Internationalismus.

Wir rufen ausdrücklich auch türkische und arabische Migranten auf, den Blick zu weiten und sich nicht von demagogischen, kriegstreiberischen, chauvinistischen und nationalistischen Aufrufen spalten zu lassen. Kein Volk kann frei sein, wenn es sich an der Unterdrückung anderer Völker beteiligt. Auch die Flüchtlinge aus Syrien und dem Mittleren Osten - egal welcher nationalen Herkunft - dürfen sich nicht spalten lassen, sondern müssen sich zusammenschließen und gemeinsam mit der deutschen Bevölkerung Widerstand leisten.

Die MLPD unterstützt den weltweiten Protest und aktiven Widerstand gegen die faschistische Aggression. Sie ruft dazu auf, am Samstag, dem 27.1.18 die bundesweite Demonstration von Nav-Dem in Köln zu unterstützen.

Am Montag, dem 29.1. lädt die Montagsdemo in Gelsenkirchen ruhrgebietsweit zu einer Protestdemo gegen die türkische Aggression und zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf ein, zu demonstrieren. Auf dem „Platz der Montagsdemo“ (ehemals Preuteplatz) in der Gelsenkirchener Innenstadt um 17.30 Uhr.

 

 

Hoch die internationale Solidarität!

Hände weg von Afrin! Schluss mit der Invasion des türkischen Militärs in Rojava! Sofortige Einstellung der Unterstützung des Erdogan-Regimes durch die deutsche Regierung!

Keine Waffenlieferungen an die Türkei!

Alle Imperialisten und ihre faschistischen Söldnertruppen raus aus Syrien!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

Für Frieden, Freiheit, echten Sozialismus!

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt Euch!







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz