Weltklimakonferenz: Smog bedroht Kinderleben

17.11.17
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Von SOS-Kinderdörfer

Zum Ende der Weltklimakonferenz in Bonn fordern die SOS-Kinderdörfer die Staats- und Regierungschefs auf, bei ihren Entscheidungen an die Bedürfnisse der Kinder zu denken. Hunderte Millionen Jungen und Mädchen seien durch den Klimawandel von Krankheiten, Armut oder sogar dem Tod bedroht.

Als aktuelles Beispiel nennt die Hilfsorganisation Indien. Giftiger Smog umhüllt seit Tagen die Hauptstadt Delhi. "Wer aktuell in Delhi einen Tag im Freien verbringt, atmet so viel Schadstoffe ein, als würde er 50 Zigaretten rauchen", sagt Shubha Murthi, Leiterin der SOS-Kinderdörfer in Asien.

Die Konzentration des Feinstaubs PM10 ist alarmierend hoch und hat teilweise bei über 900 Mikrogramm gelegen. Als unbedenklich gelten laut Weltgesundheitsorganisation maximal 50 Mikrogramm.

"Besonders gefährlich ist die Situation für Kinder", sagt Murthi. Der Smog führe zu Atemwegserkrankungen und vielfältigen langfristigen Schädigungen. Die Feinstaub-Belastung von Müttern sei Ursache für Früh- und Totgeburten. Für Säuglinge bestehe zudem ein erhöhtes Risiko für neurologische Schäden, langfristig für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

"Wir können es uns nicht leisten, so weiter zu machen wie bisher", sagt Murthi. "Die Regierungen müssen endlich konkrete Maßnahmen ergreifen. Wir wissen längst, dass Smog kein isoliertes Ereignis ist.

Die Situation, in der sich die Menschen jetzt befinden, ist das Resultat von Versäumnissen und Ignoranz auf vielen Ebenen."







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