Kommentar: Frieden für die Ukraine

13.04.22
InternationalesInternationales, Umwelt, TopNews 

 

BUND-Kommentar

Anlässlich der diesjährigen Ostermärsche äußert sich Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): 

„Die Ostermärsche finden in diesem Jahr unter ganz besonderen und dramatischen Vorzeichen statt. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und das Leid, das die Ukrainer*innen erfahren, sind nur schwer zu ertragen. Die Bilder aus Butscha haben uns alle tief erschüttert und zeigen eine unvorstellbare Gewalt. Viele von uns setzen ein Zeichen gegen den Krieg, gehen demonstrieren, helfen geflüchteten Ukrainer*innen oder spenden. Gerade in diesem Jahr ist es wichtig, ja zum Frieden zu sagen und nein zu einer Gewaltspirale. Stoppt den Krieg - Frieden für die Ukraine.

Für Frieden auf der Welt einzustehen hat lange Tradition beim BUND. Wir sehen uns als Teil einer ökologischen Friedensbewegung. Unsere Vision ist die eines zukunftsfähigen Landes in einer friedlichen Welt. Um das zu realisieren, gibt es viel zu tun. Deutschland muss sich so schnell wie möglich unabhängig von dreckigen Energie-Importen aus Russlands machen. Seien es Gas, Kohle oder Uran. Wir dürfen mit unserem Hunger nach fossilen Brennstoffen nicht weiter die Kriegskasse Russlands füllen. Deutschland muss endlich konsequent Energie einsparen und auf die Erneuerbaren setzen. Und wenn der Krieg gegen die Ukraine uns eines erneut gezeigt hat, dann, dass Atomenergie gefährlich und keine Energie der Zukunft ist.”

Weitere Informationen: Der BUND arbeitet heute auf allen Ebenen und wird von mehr als 650.000 Menschen unterstützt: Bundesweit gibt es über 2.000 ehrenamtliche BUND-Gruppen, die direkt in ihrer Region die Themen anpacken, die dort wichtig sind. Pflege von Naturschutzflächen, Mobilisierung gegen Massentierhaltungsanlagen oder Aufklärungsarbeit mit Kampagnen sind dabei nur ein Teil.

Ein vom BUND vorgelegtes Papier „Einsparungen jetzt! Für Energiesouveränität und ein krisenfestes Ernährungssystem“ fordert von der Bundesregierung angesichts des Krieges in der Ukraine Sofortmaßnahmen in unterschiedlichen Sektoren: https://www.bund.net/sofortmassnahmen

Interview mit der ukrainischen BUND-Partnerorganisation Ecoaction über den Kriegsausbruch, Umweltschutz in Kriegszeiten und die Umweltverbrechen der russischen Armee: https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/krieg-in-der-ukraine-ein-zweites-tschernobyl-duerfen-wir-nicht-riskieren/ 







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