Europas und Deutschlands Schande


Bildmontage: HF

20.09.15
InternationalesInternationales, Debatte 

 

Von Reinhold Schramm

Zum Schweigen der bourgeoisen Großkopferten zur (verantwortlichen) Flüchtlingsproblematik

»Nicht zuständig oder überfordert: So reagiert die Politik. Wie es eine europäische Schuldenkrise gibt, so jetzt auch eine europäische Flüchtlingskrise. Bei beiden macht die EU nicht den Eindruck, sie könne mit Krisen gut fertigwerden«

Vgl. Freitag *

Kommentar

“Was wäre zu tun“ Bemerkungen am Rande.

Zum Schweigen der wirtschaftlichen Großkopferten.

Und deren EU- und GroKo-Administration rotiert in Unfähigkeit!

Still sind zur Zeit die Vertreter der Kapitalinteressen, der Konzerne und Unternehmen. Sie sind vor allem an billigen und willigen qualifizierten Arbeitskräften und möglichst verwertbaren und anpassungsfähigen Auszubildenden interessiert.

Dabei bleibt es aus, wie sie selbst das geo-politische und militärische Fiasko bewältigen könnten. Zumal sie selbst, wie ihre Klientel, aus privaten Anteilseignern, Groß- und Hauptaktionären, über technisch-materielle und finanzielle Mittel verfügen, um eine menschenwürdige Unterbringung, Sprachförderung, Berufsausbildung und Wohnraumversorgung zu ermöglichen. {...}

Konkret: So ist wohl auch den Freitag-Lesern die hervorragende Kantinenausstattung und Versorgung der Belegschaften in den DAX-Konzernen und anderen Großunternehmen [auch in den Finanzzentren und Großbanken etc.] bekannt. Diese Versorgungsmöglichkeiten übertreffen bei weitem die der Mensen an den deutschen Universitäten und Hochschulen, so auch in Berlin.

Es wäre eine Kleinigkeit für die bundesdeutschen Großunternehmen, wenn sie nur wollen, zusätzlich täglich Hunderttausende mit bekömmlicher Nahrung – rund um die Uhr – zu versorgen. Dabei wäre nicht unbedingt eine wesentliche Störung des üblichen Produktionsablaufs notwendig.

[Da ich selbst in früheren Jahren in einer modernen Großküche gearbeitet hatte, da war es kein Problem: von 3.000 auf 5.000 Mahlzeiten am Tag umzustellen. Und auch weitere Außenstellen auskömmlich mit hochwertigen Nahrungsmitteln zu versorgen.]

Frage: Warum übernimmt nicht die Berliner Siemens-Zentrale und Zweigstelle oder Daimler-Marienfelde, die tägliche Versorgung der Flüchtlinge, so z. B. vor den Meldestellen und Gesundheitsbehörden der Hauptstadt? So auch in Stuttgart und München. 

[ = Analoges wäre im gesamten Bundesgebiet, aber auch für andere EU-Großunternehmen problemlos für Millionen Menschen – auch an den Grenzen – möglich.] *

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Eine notwendige Einfügung, zur ehrenamtlichen Sozialarbeit und bürgerlich-humanistischen Nächstenliebe:

Merke: Es ist wie bei den “Suppenküchen“ in EU-Deutschland, die Ehrenamtlichen übernehmen auf eigene Kosten die (unbezahlte) Sozialarbeit fürs verantwortliche Kapital.

Damit entlasten die “Ehrenamtlichen“ die verantwortliche Bourgeoisie: die Finanz-, Rohstoff-, Rüstungs- und Monopolbourgeoisie, die DAX-Vorstände und Geschäftsführungen und deren ökonomische und gesellschaftspolitische Administration. Aber vor allem entlasten die treu-braven und bundesverdienst-tauglichen Gauckschen “Ehrenamtlichen“ damit auch, die persönlich leistungslosen Erbschafts-Aktionäre, Mohnschen Multimillionäre, Siemensschen und Quandtschen Milliardär_innen; die Luxus-Villen-Besitzer, privaten Eigentümer_innen von mondänen Eigentumswohnungen und zahlreichen Ferienhäusern.

Aufwachen und Nachdenken, treu-deutsche ehrenamtlichen Michels! (?)

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* Vgl. Freitag, Meinungsmedium, Ausgabe 32/15, 16.09.2015. Europas Schande. Flüchtlingskrise. Die 28 Mitgliedsstaaten lernen beim Umgang mit Flüchtlingen entschieden zu langsam. Nicht zuständig oder überfordert: So reagiert die Politik. Autor: Michael Jäger, Redakteur des Freitag

www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/europas-schande

20.09.2015, Reinhold Schramm







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