DGB fordert Armutslöhne als Mindestlohn


03.11.09
WirtschaftWirtschaft, TopNews 

 

Nach eigener Definition liegt die Grenze bei 8,67 Euro

von Werner Schulten

Besser kann der DGB nicht dokumentieren, was die Höhe seines geforderten Mindestlohns wert ist.

Auf einer Webseite des Dachverbandes wird im Banner gefordert: „Kein Lohn unter 7,50 Euro“.

Darunter wird definiert, was Armutslöhne sind. Hiernach werden Stundenlöhne unter 8,67 Euro (bei 38,5 Std/Woche) als Armutslöhne bezeichnet.

„Armutslohn

Armutslöhne sind Löhne, die bei Vollzeitbeschäftigung zu einem Einkommen unter der Armutsgrenze führen.

Eine in Politik und Öffentlichkeit benutzte Angabe der relativen Armutsgrenze ist dabei 50 Prozent oder 60 Prozent des Durchschnittseinkommens.

Werden bei der Ermittlung des Durchschnittseinkommens die Vollzeiteinkommen bzw. das Normalarbeitsverhältnis zu Grunde gelegt, gelangt man zu einem Durchschnittseinkommen von 2.884 Euro pro Monat. Bei dieser Definition wären Monatseinkommen unter 1.442 Euro bzw. Stundenlöhne unter 8,67 Euro (bei 38,5 Std/Woche) als Armutslöhne zu bezeichnen.“


DIE LINKE wird von Teilen der Gewerkschaften als populistisch dargestellt, weil sie einen Mindestlohn von 10 Euro fordert.

Nach der oben beschriebenen Definition des DGB sind alle Löhne unter 10,40 Euro Niedriglöhne.

Wann erkennen die Gewerkschaften endlich, dass man mit halbherzigen Forderungen gar nichts erreicht und dabei auch noch unglaubwürdig wird. Und dies ist man zweifelsohne, wenn man weiß, dass alles unter 8,67 Euro Armutslöhne sind und gleichzeitig aber nur 7,50 Euro fordert.

Tarifabschlüsse unter 4 Euro können auch nicht damit erklärt werden, dass ohne diese die Mitarbeiter noch weniger erhalten würden. Solche Löhne sind brutalste Ausbeutung nach frühkapitalistischem Muster und hieran dürfen  sich Gewerkschaften nicht beteiligen.

 




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