Riexinger und Wagenknecht solidarisch mit gekündigtem KiK-Betriebsrat

02.06.15
WirtschaftWirtschaft, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Der Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Bernd Riexinger, und die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Sahra Wagenknecht, erklären sich solidarisch mit dem vom Textil-Diskonter Kik gekündigten Betriebsrat. In einer aktuellen Erklärung bezeichnen sie die mit einem Zeitungsinterview begründete Kündigung als „ungeheuerliche Angriffe auf Beschäftigtenrechte und die Meinungsfreiheit“. Dies sei „aber nur der jüngste Höhepunkt des Kampfes, den KiK gegen die eigenen Beschäftigten führt. So ist etwa die Weigerung von KiK, nach dem geltenden Einzelhandelstarifvertrag zu bezahlen, ebenso abenteuerlich, wie die Vorenthaltung elementarer Mitbestimmungsrechte“, so Wagenknecht und Riexinger. Die LINKE-Politiker rufen den Konzern auf, „endlich zu zivilisierten innerbetrieblichen Sitten zurückzukehren.

Einschüchterungsversuche und willkürliche Kündigungen gehören sicher nicht dazu.“

 

Die Solidaritätserklärung im Wortlaut:

 

Andreas muss bleiben!

LINKE solidarisch mit dem Betriebsrat des KiK-Zentrallagers in Bönen – Kündigung muss vom Tisch!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Andreas, wie wir erfahren haben, will der Textil-Handelsriese KiK seinen Betriebsrat im Zentrallager Bönen, Euren Kollegen Andreas Piezocha, aus fadenscheinigen Gründen kündigen. Die Kette wirft Andreas vor, im März in einem Interview mit der LINKEN Zeitung „Betrieb & Gewerkschaft“ über unhaltbare Zustände bei KiK gesprochen zu haben.

Nun will das zum Tengelmann-Konzern gehörende Unternehmen Andreas kündigen. Und die Firma legt nach: Auch die Veröffentlichung eines KiK-kritischen Kunstwerkes auf facebook soll als Kündigungsgrund herhalten. Das sind ungeheuerliche Angriffe auf Beschäftigtenrechte und die Meinungsfreiheit!

Dies ist aber nur der jüngste Höhepunkt des Kampfes, den KiK gegen die eigenen Beschäftigten führt. So ist etwa die Weigerung von KiK, nach dem geltenden Einzelhandelstarifvertrag zu bezahlen, ebenso abenteuerlich, wie die Vorenthaltung elementarer Mitbestimmungsrechte.

Uns empört etwa das Festhalten der Geschäftsführung an einer alten, obskuren Betriebsvereinbarung, die dem Betriebsrat wesentliche Mitbestimmungsrechte vorenthält und zu erheblichem Einsatz von Leiharbeitskräften führt.

Wie wir erfahren haben, wehrt sich der aktuelle Betriebsrat gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di gegen diese Politik. Offenbar ist die Beschäftigtenvertretung der KiK-Geschäftsführung daher ein Dorn im Auge.

So geht der Konzern mittels einer Anwaltskanzlei, die sich auf den Kampf gegen Gewerkschaftsrechte spezialisiert hat, gegen den missliebigen Betriebsrat vor. Für diese reicht scheinbar ein Interview in einer linken Zeitung als Kündigungsgrund.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir stehen an Eurer und an der Seite von Andreas Piezocha. DIE LINKE unterstützt nicht nur Euer Vorgehen gegen die willkürliche Kündigung, sondern auch Euren Kampf für tarifliche Bezahlung und Beschäftigtenrechte. Wir wünschen Euch für diesen Arbeitskampf weiterhin viel Mut, Kraft und Durchhaltevermögen.

Die Konzernspitze rufen wir auf, endlich zu zivilisierten innerbetrieblichen Sitten zurückzukehren. Einschüchterungsversuche und willkürliche Kündigungen gehören sicher nicht dazu.

Wir sagen: Tarifbindung und Beschäftigtenrechte bei KiK - Das muss drin sein!

Solidarische Grüße

Bernd Riexinger    Sahra Wagenknecht







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