DGB: Knapp 6, 5 Prozent der Krefelder werden vom Mindestlohn profitieren

05.12.14
WirtschaftWirtschaft, NRW, News 

 

Von DGB Krefeld

Ab 1. Januar 2015 gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Laut DGB-Berechnungen müssen zurzeit in der Stadt Krefeld knapp 4000 Vollzeitbeschäftigte mit weniger als 8,50 Euro Stundenlohn auskommen (Bruttoverdienst bis zu 1500 Euro/Monat*). Das heißt: 6,5 Prozent der insgesamt 58915 Vollzeitbeschäftigten in Krefeld werden von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns profitieren.

Bundesweit arbeiten deutlich mehr Frauen im Niedriglohnbereich als Männer. Dieser Trend zeigt sich auch in Krefeld. Während 4,1 Prozent der vollzeitbeschäftigten Männer in Krefeld brutto weniger als 1.500 Euro monatlich verdienen, liegt der Anteil der Frauen bei 11,7 Prozent.

Ralf Köpke, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Krefeld , ist überzeugt, dass der gesetzliche Mindestlohn zu mehr Gerechtigkeit führen wird. „Auch die Akzeptanz bei den Unternehmen wird zunehmen, wenn sie sicher sein können, dass der Mindestlohn auch von der Konkurrenz bezahlt wird. Wichtig ist allerdings eine wirksame Überwachung. Einige Arbeitgeber versuchen mit allen Tricks den Mindestlohn zu umgehen. Das ist kein Kavaliersdelikt“, so Köpke weiter. Wer gegen das Mindestlohngesetz verstoße, müsse mit Geldbußen bis zu 500.000 Euro rechnen. Wem der Mindestlohn vorenthalten werde, könne bis zu drei Jahre später Klage einreichen. Der DGB Vorsitzende weist darauf hin, dass tariflich ausgehandelte Branchen-Mindestlöhne ihre Gültigkeit behalten und nicht mit Hinweis auf den gesetzlichen Mindestlohn gekürzt werden können.

Mehr Informationen zum Mindestlohn unter www.mindestlohn.de.







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