Bei diesem Mindestlohn ist Altersarmut vorprogrammiert

04.07.14
WirtschaftWirtschaft, Soziales, NRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Zu der Verabschiedung des Mindestlohnes im Bundestag erklärt das für Gewerkschaftsfragen zuständige Mitglied des Landesvorstandes der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen, Helmut Born:

„In den letzten Tagen haben die Gewerkschaften massiv die vorgesehenen Ausnahmen bei der Einführung des gesetzlichen Mindestlohne kritisiert.

Das DGB-Bundesvorstandsmitglied Körzell warf der SPD sogar Wortbruch vor. Die Ausnahmen für Langzeiterwerbslose, Jugendliche, Praktikantinnen und Praktikanten, Saisonarbeiterinnen und -arbeiter, sowie Zeitungszustellerinnen und -zusteller machen aus dem Mindestlohn ein undurchschaubares Geflecht, und für viele Beschäftigte ändert sich nichts an ihrem Niedriglohn. Hinzu kommen die Beschäftigten die nach Tarifvertrag einen Stundenlohn unter 8,50 Euro bekommen. Damit werden insgesamt 2,5 Millionen Beschäftigte weiterhin auf den viel zu niedrigen gesetzlichen Mindestlohn zumindest bis Anfang 2017 warten müssen.“ DIE LINKE fordert weiterhin einen gesetzlichen Mindestlohn ohne Ausnahmen von 10 Euro, der bis zum Ende der Legislaturperiode auf 12 Euro angehoben werden soll.

„Die Menschen müssen auch von einem Mindestlohn leben können. Ein Mindestlohn von 8,50 Euro bedeutet aber für viele, weiterhin den Gang zum Jobcenter antreten zu müssen, um den Lohn aufgestockt zu bekommen.

Mit solch einem schlechten Mindestlohn ist Altersarmut vorprogrammiert“, erklärt Born abschließend.







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